Beachboys wollen Selbstvertrauen tankenEHC Timmendorfer Strand

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Grundsätzlich zeigt die Form der Beachboys klar nach oben. Nach dem mehr als holprigen Saisonstart gewann man zuletzt sieben von neun Begegnungen und musste sich nur dem Ligaprimus Rostock Piranhas geschlagen geben. Dennoch ist Trainer Sven Gösch nicht hundertprozentig zufrieden. Er bemängelte zuletzt fehlende Konzentration, besonders in der Abwehrarbeit,  und den immer wieder sehr kleinen Kader, besonders bei Auswärtsspielen an einem Sonntag. Doch zumindest in Sachen Kader ist ja zuletzt Bewegung gewesen.

Gegner am Freitag ist der Tabellenführer Rostock Piranhas. Die Raubfische aus Mecklenburg sind in jeder Beziehung das Maß aller Dinge in der Oberliga Nord. Zuletzt konnte man im Nord-Ost-Pokal überraschen, denn man besiegte die Icefighters Leipzig vor heimischer Kulisse mit 7:5, auch wenn das nicht mehr für den dritten Platz reichte. Mit Petr Sulcik, Karol Bartanus und Anton Marsall spielen die drei Topscorer der Liga in Rostock; mit 3,34 Gegentoren pro Partie steht mit Tobias John der statistisch zweitbeste Goalie der Liga hinter der besten Abwehr.

Es wird also ein hartes Stück Arbeit gegen die erfahrene und mit allen Wassern gewaschene Truppe aus Mecklenburg, aber die Ergebnisse machen auch wenig Mut: 6:9, 3:8 und 1:8 hießen die Ergebnisse, aber vor allem das 3:8 vor heimischer Kulisse sollte den Beachboys Mut machen, da man dort zeigte, dass die Piranhas durchaus verwundbar sind und erst der Schiedsrichter mit einer umstrittenen Entscheidung die Partie endgültig zu Gunsten der Piranhas drehte.

Am Sonntag steht dann in Adendorf das letzte Dorfderby der Saison an. Die Heidschnucken sind seit letztem Sonntag ebenfalls endgültig für die Meisterrunde qualifiziert. Dabei profitierten sie von den Siegen der Beachboys gegen Bremen, allerdings darf dafür wohl kein Dank erwartet werden, denn ein Sieg im Derby ist dafür viel zu prestigeträchtig.

Allerdings ist die Form der Heidschnucken nicht allzu gut, denn zuletzt gab es nur zwei Siege aus sechs Partien und die letzte Partie verlor man in Nordhorn deutlich mit 2:6. Gegen die top Drei der Liga (Rostock, HSV, Beachboys) gab es zuletzt am 28. Oktober einen Sieg. Die Heidschnucken haben vor allem ein Strafzeitenproblem, denn mit 614 Strafminuten stehen sie auf Platz eins der Oberliga Nord, dazu fehlt der Lette Eriks Ozollapa nach seiner Matchstrafe aus dem Spiel in Timmendorf.

Aber trotz dieser Voraussetzungen sollte man die Heidschnucken nicht unterschätzen, denn die Truppe von Andreas Bentenrieder hat eine gute Mischung aus erfahrenen Spielern, bei denen vor allem Denny Böttger seinen dritten Frühling erlebt und jungen Spielern, bei denen vor allem  Robin Ringe etwas heraussticht. Zudem darf man nie vergessen, dass Derbys ihre eigenen Gesetze haben.

Auch wenn es sportlich nicht mehr um allzu viel geht, so sind beide Spiele doch gute Gelegenheiten sich noch mal gegen starke Gegner zu messen. Zudem gilt es gegen beide Teams eine Serie fortzusetzen: in den bisherigen Spielzeiten der neuen Oberliga Nord (seit 2010) gab es gegen Rostock immer einen Saisonsieg und gegen die Heidschnucken immer eine positive Saisonbilanz. Beides könnte man mit jeweils einem Sieg wieder erreichen.

Dazu haben die Beachboys den Kader nochmal verstärkt. Als dritter neuer Spieler nach Tibor Uglar und Jeff Maronese wird Patrick Hoffmann am Freitag erstmals auflaufen. Der 22jährige Goalie kam zu Wochenbeginn aus Hamm und gilt als talentierter junger Torwart. Man darf gespannt sein, ob er die Vorschusslorbeeren und den guten Eindruck aus dem Training auch im Spiel beweisen kann.

Wieder auf dem Eis sind Matthias Rieck und Rino Schroeder, die seit Dienstag wieder trainieren. Ob die beiden nach sieben (Schroeder) bzw. elf Wochen (Rieck) Verletzungspause auch direkt im Kader stehen ist allerdings noch nicht sicher.

Um zwei Siege einzufahren und vielleicht sogar noch den zweiten Tabellenplatz der Vorrunde zu erreichen, brauchen die Beachboys die Unterstützung der Fans. Daher hoffen Mannschaft und Verein auf zahlreiche Unterstützung beim Heimspiel und würden sich freuen, viele Zuschauer im ETC begrüßen zu dürfen.

Für das Auswärtsspiel in Adendorf bieten die Fans wieder einen Bus an. 70 Plätze sind zu vergeben und es sind tatsächlich noch welche frei. Sollten es deutlich mehr als 70 werden, könnten auch zwei Busse fahren. Infos gibt es unter http://ehct06.de/fankultur/fanbus/ oder direkt bei Organisator Thomas Hildebrandt (0171-9183101).

Für diejenigen, die nicht mitfahren können, gibt es am Sonntag wieder das Fanradio “Eishockey Powerplay Timmendorf”, das die Partie live überträgt und dank der Kooperation mit “Lübeck FM” auch über UKW und Kabel empfangbar ist.

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