Beachboys verlieren DorfderbyEHC Timmendorfer Strand

Der zweifache Torschütze des Abends auf Timmendorfer Seite: Patrick Saggau. (Foto: EHC Timmendorfer Strand)Der zweifache Torschütze des Abends auf Timmendorfer Seite: Patrick Saggau. (Foto: EHC Timmendorfer Strand)
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Zu Spielbeginn war erkennbar, dass die Beachboys gut besetzt sind, wenn möglichst alle Mann an Bord sind. Der AEC wurde im eigenen Drittel eingeschnürt und die Beachboys versuchten, Chancen zu kreieren, agierten beim letzten Pass oder beim Torschuss allerdings oft zu ungenau. Dafür landete der erste wirklich gefährliche Torschuss im Tor des AEC: Patrick Saggau bekam einen Pass an die blaue Linie, wurde nicht angegriffen und zog einfach ab. Vorbei an Freund und Feind flog die Scheibe in der vierten Minute ins Netz. Die Beachboys versuchten in der Folge, das Tempo hochzuhalten, doch eine Strafzeit stoppte den Vorwärtsdrang. Mehr noch: das erste Unterzahlspiel der Beachboys brachte den Ausgleich für Adendorf. Die Verteidigung ließ den Schützen an der blauen Linie zu viel Raum und Szygula zog ab. Vor dem Tor fälschte dann Robin Ringe die Scheibe durch die Beine von Patrick Hoffmann ab.

Die Beachboys reagierten auf das 1:1 mit wütenden Angriffen und vergaben durch David Rutkowski und Jari Voutilainen zwei große Chancen. Quasi im Gegenzug konnte Dennis Szygula aus der eigenen Zone loslaufen, wurde nicht angegriffen und konnte dann im Eins gegen Eins locker die Scheibe im Kasten unterbringen. 2:1 in der 10. Minute und der Spielverlauf war damit auf den Kopf gestellt.

Aber die Beachboys kämpften und in der 12. Minute markierte Patrick Saggau den Ausgleich. Der Topscorer übernahm in der neutralen Zone die Scheibe, zog an zwei Adendorfern vorbei und jagte die Scheibe aus dem rechten Bullykreis in die lange Ecke. Diesmal keine Chance für Dennis Korff im Adendorfer Tor. Bis zum Ende des ersten Drittels probierten es die Beachboys weiter, allerdings waren die meisten Schüsse zu ungefährlich, so dass es mit einem 2:2 in die erste Pause ging.

Ein komplett anderes Spiel sahen die gerade einmal 499 Zuschauer (davon mehr als 100 aus Timmendorf) im zweiten Drittel. Gleich zu Beginn des Mittelabschnitts gerieten die Beachboys erneut in Unterzahl und das nutzten die Heidschnucken aus. Szygula schob die Scheibe einmal quer durch das Drittel zu Markus Schneider und der Adendorfer Verteidiger hielt unmittelbar vor Hoffmann nur die Kelle hin und markierte die 3:2-Führung.

In der Folge wirkten die Beachboys total verunsichert und wussten mit ihrem eigenen Scheibenbesitz nicht viel anzufangen. So war es für die giftigen Adendorfer ein leichtes Spiel, die Angriffe zu unterbinden  und selbst Nadelstiche in der Offensive zu setzen. Böttger und Hungerecker hatten zwei dicke Konterchancen, als sie jeweils allein auf Patrick Hoffmann zu liefen. Doch der Schlussmann konnte in überragender Manier parieren.

Gegen Ende des Drittels wurden die Beachboys stärker und verleiteten die Heidschnucken zu einigen Fouls. Allerdings verlor der ansonsten sehr umsichtige Schiedsrichter Korb kurzzeitig seine Linie, so dass einige Attacken ungeahndet blieben.

Unschön wurde es dann mit Beginn der zweiten Drittelpause: nach der Pausensirene wurde Marco Meyer von einem Adendorfer Spieler attackiert, worauf sich Meyer den Sünder vornahm. Maxim Huttenlocher mischte sich ein und es entstand eine wüste Keilerei, die auch von den Unparteiischen nicht zu trennen war. Als es dann doch geschafft war, musste Marco Meyer mit 2+2+2 Minuten vom Eis, Huttenlocher bekam 2+2+10.

Das letzte Drittel begann dann mit einem stürmischeren Adendorfer EC, der zunächst das Zepter schwang. Einige gute Schüsse, speziell von der blauen Linie, kamen auf das Tor von Hoffmann, der diese aber souverän und teilweise auch spektakulär mit der Fanghand abwehren konnte. Die Beachboys brauchten etwas, doch angeführt von einem starken Patrick Saggau probierte es die Mannschaft und gab die letzten 10 Minuten nochmal richtig Gas. Allerdings fehlte die letzte Präzision beim Passspiel und so wurde es selten richtig gefährlich. Wenn doch, dann scheiterten die Beachboys an Dennis Korff im Kasten. In der Schlussminute nahmen die Trainer Goalie Patrick Hoffmann zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, was der AEC dann 14 Sekunden vor Ende durch Robin Ringe bestrafte, der mit seinem Empty-Net-Goal den Endstand herstellte.

Trainer Sven Gösch resümierte nach der Partie, dass seine Jungs nach der frühen Führung zu viel wollten und  sich mit fortlaufender Spieldauer immer mehr dem Spiel der Gastgeber anpassten. Zudem hätte es die Mannschaft nicht geschafft, die Konzentration volle 60 Minuten hoch zu halten.

Lob gab es vom Trainer für die mitgereisten Fans, welche 60 Minuten lang eine tolle Stimmung veranstalteten. Allerdings wünsche er sich gerade bei Rückständen noch mehr Rückhalt.

Am kommenden Wochenende finden dann die letzten Spiele der Vorrunde statt. Die Beachboys müssen bei den Weser Stars Bremen (25. Januar, 20 Uhr) und bei den Rittern in Nordhorn (27. Januar, 18 Uhr) auswärts antreten. Das nächste Heimspiel gibt es dann zum Auftakt der Meisterrunde am 1. Februar gegen den Hamburger SV.


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