Bärenstarke Hannover Indians lassen Herne keine ChanceShutout für Keeper Kristian Hufsky

(Foto: TKH Photography)(Foto: TKH Photography)
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Der Tabellenzweite der Oberliga Nord kämpfte, versuchte immer wieder alles und eines wurde schnell klar. Die Indians zogen, weil sie bis zum Ende konzentriert agierten, dem besten deutschen Team der Nordliga die Zähne.

Bereits der Start hatte es in sich. Herne versuchte gleich die Kontrolle zu erlangen, griff mit viel Power an und die Indians mussten stellenweise zum probaten Mittel des Konters greifen. Was allerdings auffiel: Die Herner, mit dem zweitstärksten Sturm der Liga gesegnet, kamen auch nicht annähernd in die Nähe des hannoverschen Slots, gefährdeten kaum das Heiligtum von Indians-Torhüter Kristian Hufsky. Vielleicht war es aber auch Respekt vor den Gastgebern, denn die Herner, die eine Powerplayquote von 29 Prozent ihr Eigen nennen, mussten 19 Minuten warten, ehe sie eine Gelegenheit bekamen, ihre Überzahlkünste zu präsentieren. Allerdings stand es aus ihrer Sicht zu diesem Zeitpunkt schon 0:2, denn zweimal ließ sich die Herner Defensive von den Indians überlisten. Beim 1:0 half dabei ein Stürmer, der über das Spiel gesehen zu den auffälligsten Hernern gehörte, Christopher Kasten. Er musste auf die Strafbank und bei einem der Indians-Angriffe wollte die Scheibe schon aus dem Angriffsdrittel, Arnoldas Bosas hielt sie an der blauen Linie und über Weyrauch und Niddery fand sie schließlich den Kapitän persönlich Branislav Pohanka und der überwand Hernes Keeper Björn Linda. Kaum hatten sich die Westdeutschen gefangen, passierte ausgerechnet jenem Linda ein Fauxpas, wie er jedem Torhüter einmal passieren kann, er griff daneben. Pohanka hatte Igor Bacek auf die Reise geschickt und der Slowake versuchte einen Handgelenkschuss. Nicht scharf und auch nicht sonderlich platziert und vermutlich war Bacek selbst am meisten überrascht, als die Scheibe im Netz zappelte. Die Reaktion des HEV waren wütende Attacken, allerdings auch ideenlose Powerplays und als Dominik Piskor in der 16. Minute Indians-Keeper Hufsky schon ausgespielt hatte und trotzdem noch an ihm scheiterte, da wurde deutlich, dass vielleicht die Indians, zumindest an diesem Abend den nervenstärkeren Schlussmann in ihren Reihen haben würden.

Auch im zweiten Drittel zeigten sich die Indians, die zunächst mit vier Mann starten mussten, weil Glemser noch auf der Bank saß, bissig und kompakt. Kaum ein Gegenspieler konnte ohne Gegenwehr die blaue Linie überfahren und so gab es schon mal einen Vorgeschmack auf die demnächst anstehenden Play-off-Wochen. Schön dabei anzusehen war, dass sich beide Vertretungen trotz der Wichtigkeit der Partie nicht dreckig angingen, sondern relativ fair. Ein wirkliches Glück, denn Schiedsrichter Fynn-Marek Falten machte nicht immer den sichersten Eindruck, wobei seien Fehlentscheidungen auf beiden Seiten gleich verteilt waren.

Doch zurück zum Spiel. Herne verzweifelte langsam. Asselin wurde geschickt in Schach gehalten, die restlichen, ohne Zweifel starken Stürmer, mussten in Alleingängen ihr Glück versuchen und scheiterten allesamt. Beeindruckend in dieser Phase die Nervenstärke des erst 20jährigen Kristian Hufsky im Tor der Indians, der intuitiv gegen Kasten, Liesegang und Thielsch richtig reagierte und einer Spannungserhöhung im Wege stand. Im Gegenteil, als Bosas in der 30. Spielminute Steven Raabe schickte und der per Querpass Thore Weyrauch bediente, da durfte auch der neutralste Beobachter konstatieren, dass dieses Tor fast schon das Eintrittsgeld wert war.

Nun hatte die Herner vor kurzem im benachbarten Mellendorf auch schon einmal nach vierzig Minuten 0:4 zurückgelegen um dann mit vier Toren in kürzester Zeit fast noch das Spiel zu drehen, aber an diesem Tage wirkten die Bemühungen zum Ende immer kraft- und damit auch ideenloser. Die Indians beherrschten das Geschehen, fuhren ihre Angriffe nur wenn es nötig war und spätestens mit dem 4:0 von Roman Pfennings, perfekt mit der Rückhand verwandelt, war das Messe gelesen.

Hernes Coach Danny Albrecht: „Das wir es besser können, weiß ich und daher ist diese Niederlage zwar schon hart aber zu verschmerzen. Da heißt es Mund abputzen und weiter hart arbeiten.“

Indians-Coach Lenny Soccio: „Wir haben heute sehr gut gespielt und man hat deutlich gesehen, dass die Mannschaft der Sieger war und nicht irgendein Akteur. Sie wollen immer gewinnen und das macht sie aus. Taktisch haben wir uns vorgenommen, unser Spiel durchzuziehen und heute hat es perfekt geklappt.“

Tore: 1:0 (8:48) Pohanka (Bacek, Weyrauch), 2:0 (11:19) Bacek (Pohanka, Raabe), 3:0 (29:56) Weyrauch (Raabe, Finkel), 4:0 (47:50) Pfennings (Pohanka, Raabe). Strafen: Hannover 8, Herne 6. Zuschauer:  2932.

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