Auf der Suche nach dem letzten BissEVD gewinnt Spitzenspiel – Martinec unzufrieden

Danny Albrecht verwandelt den entscheidenden Penalty. (Foto: Roland Christ – www.rc-du.de)Danny Albrecht verwandelt den entscheidenden Penalty. (Foto: Roland Christ – www.rc-du.de)
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Ins offene Messer laufen? Zu viel riskieren? Davon wollte in den ersten 20 Minuten des Spitzenspiels der Eishockey-Oberliga Nord zwischen dem EV Duisburg und den Saale Bulls Halle kein Team etwas wissen. Laufintensiv ging es hoch und runter. Die ganz großen Chancen blieben lange Mangelware. Im Mitteldrittel nahm die Partie Fahrt auf, wurde hektischer, wurde härter. Und als es Raphael Joly zu bunt wurde, rammte er Gäste-Topstürmer Matt Abercrombie in die Bande, sodass die dahinter stehenden Fotografen in Deckung gehen mussten – so sehr neigte sich das Plexiglas. Am Ende siegte der EVD mit 3:2 (0:0, 1:2, 1:0, 1:0) nach Penaltyschießen.

Erstmals wurde es in der sechsten Minute brenzlig, als Raphael Joly einen Abpraller von André Huebscher im Sprung nicht mehr erwischte. Kurz darauf hatte Danny Albrecht Pech, als er gegen die Laufrichtung von Gästegoalie Sebastian Albrecht spielte, dabei aber am Tor vorbeischoss. Ansonsten liefen beide Teams viel – und standen kompakt. Dann ging es aber fix: In der 26. Minute hatte Christoph Ziolkowski abgezogen, Halles Torhüter lag bereits auf dem Eis, sodass Viktor Beck über ihn hinweg zum 1:0 für den EVD erfolgreich war. Im Gegenzug scheiterte Abercrombie zunächst noch an EVD-Goalie Sebastian Stefaniszin, doch Sekunden später lag der Puck im Tor; aus dem Gewühl hatte Philipp Gunkel für die Saale Bulls getroffen. Ausgerechnet in eigener Überzahl fingen sich die Schwarz-Roten das 1:2 ein durch Abercrombie ein, der nicht entscheidend gestört wurde. Dass Sekunden zuvor Lars Grözinger gefoult worden war, ließ Schiedsrichterin Nicole Hertrich kalt – was die Füchse aber auf die Palme brachte. Als die Gäste danach anfingen, härter – am Rande der Legalität und darüber hinaus – zu spielen, ohne dass es Strafen gab, war endgültig Stimmung in der Bude. In der 36. Minute zog Joly, der sich immer wieder Chancen erspielte, aber glücklos im Abschluss war, eine Grenze, als er den verdutzten Abercrombie in der Bande „parkte“.

Mit viel Willen und in Überzahl landete die Scheibe kurz nach Beginn des Schlussabschnitts aber doch im Halleschen Tor. Die Gäste waren nach einer 5:3-Situation gerade wieder zu viert, als Bettahar den Puck am kurzen Pfosten vorbei ins Netz hämmerte (42.). Für Abercrombie war die Partie in der 46. Minute nach einem üblen Foul beendet: Spieldauerstrafe wegen eines Checks gegen den Kopf – und damit fünf Minuten Überzahl für Duisburg. Bitter, dass diese Gelegenheit – wie viele andere Powerplays – ideenlos und ohne Torgefahr verstrich. In der Verlängerung scheiterte Ziolkowski vor dem leeren Bulls-Tor (62.), doch im Penaltyschießen sorgte Danny Albrecht für den Füchse-Sieg. „Mir hat in vielen Szenen der letzte Biss gefehlt, der unbedingte Wille, das Tor zu schießen“, sagte EVD-Trainer Tomas Martinec.

Tore: 1:0 (25:12) Beck (Ziolkowski, Niddery), 1:1 (25:50) Gunkel (Habermann), 1:2 (32:06) Abercrombie (4-5), 2:2 (41:37) Bettahar (Schmidt/5-4), 3:2 (65:00) Albrecht (entscheidender Penalty). Strafen: Duisburg 6, Halle 20 + 5 + Spieldauer (Abercrombie). Zuschauer: 1226.


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