AEC nach perfektem Wochenende vorzeitig im Halbfinale

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Dabei begann das Spiel gegen die Wölfe mit einer Schrecksekunde: Nach nur zwölf Sekunden tauchte Wölfe-Stürmer Erik Pipp gefährlich vor Varian Kirst auf und konnte nur noch auf Kosten einer Zwei-Minuten-Strafe vom Puck getrennt werden. Der AEC also früh in Unterzahl und unter Druck. Doch die Gäste suchten zunächst ihren Spielrhythmus, zogen ebenfalls eine frühe Strafe und brachten die Hausherren somit in Überzahl. Allerdings nur kurz, denn der AEC nutzte dieses erste Powerplay zur Führung. Denis Friedberger konnte mit einem satten Schuss von der blauen Linie Gäste Keeper Mario D´Antuono zum ersten Mal an diesem Abend überwinden (3.). Braunlage zeigte sich unbeeindruckt, konnte aber in der Folge auch nicht verhindern, dass der AEC sich ein optisches Übergewicht erarbeiten konnte. Als dann schließlich ein zweiter Treffer für den AEC nur noch eine Frage der Zeit zu sein schien schlugen die Wölfe zu: Christian Schock tankte sich über den rechten Flügel durch und überraschte Varian Kirst im AEC-Kasten mit einem präzisen Schuss in den Winkel (10.). Doch der Ausgleich schien die Entschlossenheit der Hausherren nur noch zu verstärken und so konnten sich die Zuschauer bereits eine Minute später über die erneute Führung durch Marlon Czernohous freuen. Der AEC drückte nun weiter, zwang den Gegner zu Fehlern und zu Fouls. Schock musste in die Kühlbox und der AEC belagerte zunächst weitere zwei Minuten erfolglos den Kasten der Gäste. Braunlage war nur wenige Sekunden wieder vollzählig da klingelte es dann aber doch noch. Peter Hofmann konnte den chancenlosen D´Antuono, nach feinem Pass von Nikitin, aus kurzer Distanz überwinden (14.). Zwar wollte dann bis zur ersten Pause kein Tor mehr fallen, dafür durfte Gästecoach Bernd Wohlmann nach zu heftigem gestikulieren Feierabend machen, da ihm Schiri Korb eine Spieldauerstrafe aufbrummte.

Das zweite Drittel bedarf nur weniger Worte: Die Gastgeber überlegen aber zunächst ein wenig unglücklich im Abschluss und die Wölfe schienen je länger das Spiel dauerte auch umso mehr ihren Biss zu verlieren. Spätestens nach dem 4:1 durch Eriks Ozollapa (32.), dem eine unglückliche Klärungsaktion zweier Wölfe Verteidiger vorausgegangen war, und dem kuriosen 5:1 durch Denny Böttger (35.), als kurz der Puck verschwand und erst im Gästetor wieder auftauchte, war der Widerstand der Harzer endgültig gebrochen.

Der AEC schaltete im Schlussabschnitt merklich einen Gang zurück, was die Gäste allerdings nicht mehr für sich nutzen wussten. Vielmehr blieb der AEC trotz zurückgehender Konzentration und Präzision, weiterhin die tonangebende Mannschaft und dass obwohl man auch vermehrt in der Kühlbox Platz nehmen musste. In der 57. Spielminute schlug sich dieses auch noch auf der Anzeigetafel nieder. Ein Doppelschlag binnen zehn (!) Sekunden, durch Ozollapa und Szygula stellte den 7:1 Endstand her. Als Roman Nikitin zwei Minuten später noch einen Penalty verschoss, störte am Ende eigentlich niemanden mehr. Es durfte gefeiert werden – ausgiebig und laut!

Am Samstagabend hatte das Team von Trainer Andreas Bentenrieder beim 8:3-Auswärtserfolg wenig Probleme mit den EC Wedemark Scorpions und konnten auch 24 Stunden nach dem sensationellen 7:1 Heimsieg über die Harzer Wölfe an die derzeit guten Leistungen anknüpfen und den 10. Sieg in Folge einfahren. Einziger Aufreger in einer recht einseitigen Partie war die überaus unsportliche Attacke von Scorpions Stürmer David Jasieniak gegen Adendorfs Verteidiger Torsten Heideck, der den Adendorfer mit Faustschlägen niederstreckte und dafür zurecht mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe plus einer Matchstrafe bedacht wurde.

Nach diesem perfekten Sechs-Punkte-Wochenende löst der Adendorfer EC vorzeitig das Ticket für die Halbfinal Play-offs in der DEB Pokal Qualifikation, welche am 23. und 25. März ausgespielt werden. In den beiden letzten Gruppenspielen am kommenden Freitag beim Hamburger SV und am Sonntag bei den Harzer Wölfen Braunlage geht es für die Heidschnucken so „nur noch“ um den Gruppensieg der Relegations-Gruppe A, welche der AEC mit nun zwölf Punkten aus vier Partien anführt.

Adendorfer EC – Harzer Wölfe 7:1 (3:1, 2:0, 2:0)

Tore: 1:0 Friedberger (Ozollapa, Nikitin), 1:1 Schock (Hinz), 2:1 Czernohous (Kratz), 3:1 P. Hofmann (Nikitin, Szygula), 4:1 Ozollapa (Heideck), 5:1 Böttger (Ozollapa, P. Hofmann), 6:1 Ozollapa (Böttger, P. Hofmann), 7:1 Szygula (Czernohous, Kratz). Strafen: Adendorf 17, Braunlage 10 + Spieldauer (Trainer Wohlmann). Zuschauer: 524.

EC Wedemark Scorpions – Adendorfer EC 3:8 (0:2, 2:4, 1:2)

Tore: 0:1 Czernohous (Heideck, Szygula), 0:2 Heideck (Czernohous, Szygula), 1:2 Jasieniak (Griffin, Kammeyer), 1:3 Böttger (Ozollapa, P. Hofmann), 1:4 Nikitin (P. Hofmann, Heideck), 1:5 Szygula (Kratz, Alexander), 2:5 Jasieniak (Theilmann, Brady), 2:6 Nikitin (P. Hofmann, Schneider), 2:7 Friedberger (M. Hofmann, Hungerecker), 3:7 Jasieniak (Griffin, Brady), 3:8 Szygula (Czernohous, Heideck). Strafen: Wedemark 16 + 5 + Spieldauer + Matchstrafe (Jasieniak), Adendorf 10 + 10 (Ozollapa).


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Freitag 27.01.2023
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Sonntag 29.01.2023
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