Adendorfer EC setzt Siegesserie fort

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Davor war man den Gästen aus der Wedemark zwar in fast allen Belangen deutlich überlegen, hätte sich von diesen in der Chancenauswertung allerdings durchaus etwas abschauen können. Die tapfer kämpfenden Skorpione machten nämlich aus ihrem knappen Dutzend Torchancen mit jedem zweiten Schuss ein Tor, während die Heidschnucken nach konzentriertem Beginn viel zu umständlich und fast schon überheblich mit ihrer Überlegenheit umgingen. Die beiden Tore zur schnellen 2:0-Führung in den ersten 100 Sekunden schienen für die Adendorfer eher eine Belastung zu sein, anstatt die Weichen frühzeitig auf Sieg zu stellen. Zusätzlich zeigte Torben Grass im Tor der Gäste eine tadellose Leistung und so fiel trotz unzähliger Chancen kein weiterer Treffer mehr im ersten Spielabschnitt für den AEC. Vorne viel zu verspielt und hinten unkonzentriert oder deutlich zu offensiv. Nicht jeder schien sich mehr an das System von Andreas Bentenrieder zu halten, sondern irgendwie versuchte nun jeder, sich in die Scorer-Liste einzutragen und die Einzelaktionen nahmen auch wieder zu. So kam es, wie es kommen musste: Kurz vor der Drittelpause erzielten die Gäste den überraschenden, aber folgerichtigen Anschlusstreffer zum 2:1.

Im zweiten Drittel bot sich ein ähnliches Bild. Der AEC vorne nun zwar etwas direkter und schnell mit sehenswerten Toren und Kombinationen 6:2 in Führung, aber der Offensivdrang und die sichere Führung führte zu einem mehr als sorglosen Defensivverhalten. Die Gäste nutzten die katastrophalen Abstimmungsfehler denn auch konsequent aus und konnten bis zur zweiten Pause völlig unnötig erneut auf 6:5 verkürzen. Finn Sonntag, sportlicher Leiter des AEC, hielt mit seiner Kritik denn auch nicht hinter dem Berg: „Es ist ja schön, wenn man den Zuschauern etwas bieten will und viele Tore schießen möchte, aber so ein Defensivverhalten kann man nicht an den Tag legen.“ Gegen den HSV werde man sich das nicht leisten können, das ginge nach hinten los. Auch Coach Andreas Bentenrieder war daher mit der Leistung insgesamt nicht zufrieden: „In Ordnung, wir haben gewonnen, aber diese Disziplinmängel und Unkonzentriertheiten in der Abwehr müssen wir schnellstens abstellen.“ Dennoch sei es wichtig, das Spiel abzuhaken und nach vorne zu schauen. Sein Team sei unheimlich stark und habe das Potential jeden in der Relegation zu schlagen. Das Ziel ist und bleibe die Qualifikation für den DEB-Pokal.

Wie stark der AEC spielen kann, zeigte man dann im Schlussdrittel. Deutlich sicherer in der Defensive und mit schnörkelloserem Abschlussverhalten, schoss man sich den Frust von der Seele und den Gegner vom Eis. Damit gelang den Heidschnucken dann doch noch ein sehr versöhnlicher Abschluss eines durchwachsenen Spielverlaufs.

Tore: 1:0 Nikitin, 2:0 Richardt (Böttger, Ozollapa), 2:1 Kammeyer (Theilmann, Brady), 3:1 Richardt (Böttger, P. Hofmann), 4:1 Czernohous (Nikitin, Zawadzki), 4:2 Brady (Busse, Gonzalez), 5:2 Hungerecker (M. Hofmann, Heideck), 6:2 Szygula (Czernohous), 6:3 Brady (Griffin, Fitzner), 6:4 Kammeyer, 6:5 Griffin (Berblinger), 7:5 Schneider (Szygula, Nikitin), 8:5 Ozollapa (Böttger, Schneider), 9:5 Richardt (Ozollapa, Böttger), 9:6 Reiffen (Theilmann, Schuchardt), 10:5 Ozollapa, 11:5 Ozollapa (Heideck). Strafen: Adendorf 18, Wedemark 12.

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