8:2! Hannover Scorpions schlagen in höchster Not zurückKantersieg vor ausverkauftem Haus

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Die Weidener gingen äußerst selbstbewusst in die dritte Play-off-Finalpartie der Oberliga. Immerhin hatten sie die beiden Auftaktspiele für sich entschieden und was sollte vor eigenem Publikum schon schieflaufen. Dazu kam, dass die Gäste auf einen ihrer besten Scorer verzichten mussten. Christoph Kabitzky war im zweiten Spiel von Robert Hechtl ziemlich hart an der Bande angegangen worden und musste verletzt ausscheiden. Eventuell kann der Stürmer in den Finalspielen gar nicht mehr eingesetzt werden. Die Scorpions wandten sich daraufhin an den DEB, eine Entscheidung steht noch aus.

Einzig Scorpions-Trainer Kevin Gaudet konnte auf seinen Stammtorhüter Jerry Kuhn zurückgreifen. Nun, dessen Ersatz Patrick Glatzel hatte in den beiden Spielen zuvor mit stellenweise unglaublichen Paraden sein Team im Spiel gehalten und doch war im Endeffekt die Entscheidung auf Kuhn zurückzugreifen scheinbar richtig. Mit dem Deutsch-Kanadier kam die Sicherheit zurück und die brauchten die Scorpions auch in den ersten fünf Spielminuten. Weiden drückte auf die Führung und ein 1:0 wäre auch gerecht gewesen. Wäre, denn die Scheibe muss nun mal die Torlinie überschreiten und das tat sie nicht. Im Gegenteil, nach einer stürmischen Anfangsoffensive der Blue Devils konterten die Scorpions clever, Klöpper kam dabei zweimal zum Schuss und der zweite schlug hinter Devils-Torhüter Wölfl ein. Ein Schock für die Fans, aber noch war die Partie nicht zu Ende. Die Blue Devils stürmten wütend an, wollten den Ausgleich, bekamen auch Chancen, aber vergaben diese unkonzentriert. Eine Fehlleistung, die in einem derart wichtigen Spiel nicht passieren darf. Außerdem baut man damit den Gegner auf und der Nordmeister ließ sich nicht lange bitten. Erst erhöhte Kirsch auf 2:0 und drei Minuten später begann dann ein Tornado, der die Blue Devils förmlich wegwischte.

Die Tragik der Weidener zeigte dabei die 13. Spielminute. Erst kämpfte sich Elsner im Slot durch und traf beim Abschluss nur den Pfosten und dann markierten im Gegenzug innerhalb von nur 77 Sekunden McPherson mit einem unglaublichen Solo, Klöpper nach einem katastrophalen Fehler von Müller das 4:0 und schließlich das 5:0 von Aquin auf den kurzen Pfosten. Das beim Stand von 0:3 Devils-Coach Buchwieser seinen Keeper Wölfl gegen Hübl getauscht hatte, fiel nicht auf. Damit hatten selbst die ärgsten Scorpions-Fans nicht gerechnet. Im zweiten Abschnitt versuchten die Devils natürlich den Anschluss zu erzielen, aber die Gäste zeigten sich uneinsichtig, spielten schnörkellos weiter und waren damit deutlich gefährlicher als die Gastgeber. In der 32. Minute erhöhte Knaub, der nach einem Schussversuch von Aquin richtig am Pfosten stand, auf 6:0, ehe Ward die gegnerische Mauer überwand. Allerdings brauchten die Weidener auch eine doppelte Überzahl, um das Ehrentor zu erzielen. Im letzten Abschnitt zogen sich die Gäste noch weiter zurück, überließen mit 9:6 auch das Schussverhältnis den Weidenern, die zwar durch Schmidbauer auf 2:7 verkürzen konnten, aber auch zwei weitere Gegentore von Koch und McPherson hinnehmen mussten.

Am Ende stand ein klarer Erfolg der Scorpions, die damit erfolgreich in die Serie zurückkehrten. Noch allerdings haben die Weidener mit 2:1 Seriensiegen die Nase vorn. Das vierte Finalspiel beginnt am Sonntag in Mellendorf bereits um 18 Uhr. 

Blue Devils Weiden – Hannover Scorpions 2:8 (0:51:11:2)

Serienstand: 2:1

Tore: 0:1 (02:25) Patrick Klöpper (Airich, Oleksuk), 0:2 (09:28) Justin Kirsch (Wruck, Götz), 0:3 (13:24) Allan McPherson, 0:4 (14:13) Patrick Klöpper (Dybowski, Airich), 0:5 (14:41) Pascal Aquin (Wruck, Knaub), 0:6 (31:40) Michael Knaub (Aquin, Dybowski), 1:6 (37:55) Tyler McPhee-Ward (Rubes, Gläser 5-3), 1:7 (47:39) Davis Koch (Reinig, Wruck 5-4), 2:7 (51:49) Allessandro Schmidbauer (Voit, Schusser), 2:8 (53:03) Allan McPherson (Reinig, Wruck 5-4)



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