60 Minuten durchziehenFüchse wollen Wiedergutmachung betreiben

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Die Füchse haben sich geschüttelt. 2:9. Im Derby. Gegen Essen. Das kam nicht gut an. Weder bei den Fans, noch bei den Spielern selbst, die sich diese Niederlage eingehandelt haben. „Letztlich haben wir wie bei jeder anderen Niederlage nur drei Punkte verloren“, sagt Tomas Martinec, der Trainer des Eishockey-Oberligisten EV Duisburg. „Aber natürlich ist das ärgerlich. Für alle. Für die Fans, aber eben auch für die Spieler.“ Kurz hält der Coach inne. „Ich glaube, einmal haben wir mit Mannheim auch mal ein Derby gegen Frankfurt ähnlich hoch verloren.“ Er sagt es, als habe er keine Lust, diese Erfahrung ein drittes Mal zu machen. Ist dem Mann nicht zu verdenken.

Der Neustart wird am Freitag (19.30 Uhr, Scania-Arena) mit dem Heimspiel gegen den ECC Preussen Berlin eingeleitet. Die Charlottenburger hatten in einer Pressemitteilung bereits angedeutet, dass mit dem Furor der Füchse zu rechnen ist. „Es bleibt dabei. Wir richten uns nicht nach dem Gegner. Wir schauen auf uns“, sagt Martinec. „Wir haben natürlich gewisse Sachen angesprochen.“ Was das ist? „Was in der Kabine passiert, bleibt in der Kabine.“ Klar ist aber, dass der Coach in letzter Zeit die Geradlinigkeit im Spiel vermisst hat. Ein Haken hier, der Versuch, einen Gegenspieler auszuzocken dort. Schnell, direkt, Zug zum Tor – das ist es, was der Coach sehen will. Und daher betont er auch noch einmal: „Wir sind an diesem Tag als Team untergegangen. Aber wir werden auch als Team wieder aufstehen.“

Verzichten müssen die Füchse im Spiel gegen die Preussen auf Toptorjäger Raphael Joly, der aufgrund einer Spieldauerstrafe aus dem Essen-Spiel gesperrt ist. „Er hat sich schön geboxt“, sagte der Coach. Auch EVD-Teamchef Lance Nethery hatte ja bereits angedeutet, dass er nicht der größte Freund von solchen Auseinandersetzungen ist. „Aber Raphael hat wenigstens ein Zeichen gesetzt, dass er das nicht gut findet, was da passiert ist.“ Mindestens am Freitag wird Dominik Meisinger, Förderlizenzspieler der Krefeld Pinguine, für den EVD spielen. In welcher Reihe Meisinger auflaufen wird, wollte der Coach nicht verraten. „Wir haben da schon eine Idee. Schauen wir einfach mal.“

Unter der Woche hatte mit Nils Schmidt ein weiterer Jugendspieler der Jungfüchse mit dem Oberliga-Team trainiert. Ein Einsatz ist aktuell aber nicht geplant. „Er war dabei und wird auch in der kommenden Woche mit dabei sein. Ich denke, dass es für ihn eine gute Sache ist“, so Martinec.

Gegen die Preussen soll der EVD nun wieder in die Spur finden. „Wir müssen 60 Minuten durchziehen“, fordert der Coach. „Es geht darum, dass wir uns an unser System halten und uns keine schlechten Angewohnheiten zulegen“, will Martinec taktische Disziplin von seinen Spielern sehen. „Es ist natürlich schwer, wenn es Gegner mit unterschiedlichem Niveau gibt, als wenn man weiß, jeder ist gleich stark. Da gibt man immer Vollgas.“ Doch genau das soll nun wieder passieren. Denn alles, was nun zählt, sind Erfolge und eine angemessene Spielweise. Martinec; „Wir sind schließlich immer noch Erster.“ Und das soll sich auch nicht ändern.

Am Sonntag (18.30 Uhr) geht es mit dem Auswärtsspiel gegen die Hannover Scorpions in Langenhagen weiter. Der Deutsche Meister von 2010 hat sich zuletzt ebenfalls eine überraschende Derbypleite eingefangen. Bei den Wedemark Scorpions in Mellendorf – sozusagen das Alter Ego der anderen Scorpions – unterlagen die Langenhagener mit 2:6. Aktuell steht die Mannschaft von Trainer Lenny Soccio auf dem siebten Platz.

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