5:2-Sieg bei den Preussen – nun trifft Braunlage auf FASSNach Berlin ist vor Berlin

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Dass die Preussen ein enorm laufstarkes Team stellen, das den Harzer Falken alles abverlangen sollte, durfte man bereits im Hinspiel vor gut zwei Monaten beobachten, als die Falken ebenfalls seinerzeit mit 5:3 die Oberhand behielten. Und so stellte sich die Situation auch beim Rückspiel dar. Die ersten 30 Minuten gehörten mehr oder weniger den Berlinern und dass es nur Quirin Stocker erst in der 30. Minute gelang diese Überlegenheit auch zählbar zur 1:0-Führung zu dokumentieren, lag an einer erneut gut organisierten Defensivarbeit der Harzer und nicht zuletzt an einem hervorragend aufgelegten Schlussmann Jannis Ersel. So sollte der Ausgleichstreffer durch Tobias Schwab in der 33. Minute den Spielverlauf zwar etwas auf den Kopf stellen, doch immer mehr konnten auch die Falken Akzente setzen und wurden nun endlich auch mal für ihre Mühen belohnt. Dies wohl vor allem in der 34. Minute als ein Schuss von Dylan Quaile hinter dem Berliner Tor gegen die Bande krachte, zurück auf den Rücken von Torwart Olafr Schmidt flog und von dort zum 2:1-Führungstreffer ins Berliner Tor trudelte. Eine Führung mit der man sich dann auch in die letzte Pause verabschiedete. Die Preussen ließen gleich zu Beginn des Schlussdrittels nicht lange auf die Antwort warten. Veit Holzmann war in der 42. Minute zur Stelle und besorgte den Ausgleich. Doch ein Falke sollte an diesem Abend ganz besonders effektiv seine Chancen nutzen und das war Tobias Schwab, der nur eine Minute später auf Zuspiel von Dylan Quaile und Robert Wittmann die erneute Führung der Harzer besorgte. Und als dann Florian Böhm in der 48. Minute auch noch den neunten Harzer „Shorthander“ erzielte, war die Vorentscheidung eigentlich auch schon getroffen. Viel zu gut arbeiteten die Falken gegen den Puck und ließen die Preussen erfolglos anlaufen, die selbst die numerische Überzahl bei Strafzeit der Falken und zum Ende hin nicht nutzen konnten, als Lenny Soccio seinen Torwart zu Gunsten eines sechsten Feldspielers herausnahm. Vielmehr krönte Tobias Schwab sein Spiel und schob die Scheibe zum 2:5-Endstand in das verwaiste Preussentor.

Drei gewonnene Punkte, die die Falken nicht nur wieder auf den zwölften Platz brachten, sondern auch den Abstand zu Platz zehn wieder grundlegend auf sechs Punkte reduzierte (bei einem Spiel weniger als die zehntplatzierten Rostocker). Und so war Trainer Norbert Pascha auch sehr zufrieden mit dem disziplinierten und gut organisierten Spiel seiner Jungs, das dazu beitrug, dass man zwar eine leichte Überlegenheit des Gegners konstatieren musste, doch diesmal aufgrund der Effektivität einen letztlich verdienten Sieg einfuhr. Heimtrainer Lenny Soccio haderte anschließend auch weniger mit dem Spiel seines Teams, sondern viel mehr mit zwei nicht genannten Spielern, deren Einstellung und vor allem ein nächtlicher Ausflug vor dem Spiel wohl nicht nur in dem Spiel gegen die Harzer Falken, sondern persönlich auch in den nächsten Spielen der Preussen Konsequenzen in Form von Suspendierungen nach sich ziehen werden. Neben der offengelegten „innerlichen Wut“ lobte er aber auch den Ehrgeiz und den unbedingten Willen der Harzer, dieses Spiel zu gewinnen und sah sich in der disziplinierten Spielweise der Falken an das Hinspiel erinnert, aus dem sein Team anscheinend nicht die richtige Schlüsse gezogen hatte.

Diese sollten aber die Harzer Falken schon am Freitagabend gezogen haben, wenn man um 20 Uhr auf FASS Berlin trifft. Denn das Hinspiel in Berlin sollte ein unerwartet hartes Stück Arbeit werden. Hatten die Berliner bis zu diesem Spiel lediglich vier Punkte gesammelt, so präsentierten sie sich gegen die Falken in einer überraschend guten Form und konnten eine 4:2-Führung im letzten Drittel noch egalisieren und die Falken in die Overtime zwingen (Endstand: 5:4 für die Harzer Falken).

Konnte man zwar nach diesem Spiel einen kurzzeitigen Aufwärtstrend der Berliner verzeichnen, der in Siegen gegen die Indians und Scorpions aus Hannover gipfelten, so setzte es grundsätzlich jedoch teilweise deftige Niederlagen wie das 2:8 in Leipzig und Herne oder das 2:12 in Wedemark. Folgerichtig stehen die Berliner aktuell auf dem letzten Tabellenplatz, den sie bis zum Ende der Vorrunde auch nur noch sehr theoretisch verlassen können. Dennoch haben die Hauptstädter mit Tom Fiedler, Can Matthäs, Oliver Duris oder Patrick Czajka einige Spieler im Kader, die auch bereits im Hinspiel für ordentlich Druck gesorgt haben und durchaus im Stande sind, für Überraschungen zu sorgen. Im Hinblick auf die starken Leistungen der Falken zuletzt gegen Essen und die Preussen aus Berlin sollte jedoch ein Sieg fast schon Pflicht sein, will man sich in den letzten Spielen vor allem gegen Erfurt auswärts und Zuhause die Chance bewahren, noch einen Angriff auf Platz zehn zu starten.

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