1300 Zuschauer sehen Myers-Gala gegen BerlinNeuwied gewinnt Heimspielauftakt gegen FASS mit 6:2

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Perfekter Heimauftakt für den EHC Neuwied in der Oberliga Nord: Vor 1300 Zuschauern feierten die Bären in der stimmungsvollen Bärenhöhle den zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel. Bester Spieler beim 6:2 (3:0, 1:1, 2:1)-Erfolg gegen FASS Berlin war US-Stürmer Josh Myers, der gleich vier Mal traf. Erst am Abend zuvor hatten die Neuwieder zum ersten Mal im heimischen Icehouse trainieren können. Auch wenn der Sieg ungefährdet war, so gab es dennoch auch Phasen, in denen spürbar war, dass nach der kurzen Vorbereitungsphase der Deichstädter noch nicht alle Laufwege zu 100 Prozent passen.

Vom Einlauf weg herrschte eine tolle Atmosphäre in der Bärenhöhle. Der Musiker Thilo Distelkamp hatte die Fans kurz vor dem ersten Bully der Saison mit einer Liveversion von „Mein EHC“ eingestimmt – schon da war die Vorfreude auf den Rängen unüberhörbar. Eine so große Kulisse hatten die Neuwieder schon seit vielen Jahren nicht mehr an einem ersten Spieltag. „Oh my god“ – war denn auch das, was von den Spielern zu hören war, kurz bevor es für sie vom Kabinengang aus raus ging auf das Eis. „Die Jungs haben diese Energie aufgenommen und mitgenommen ins Spiel“, sagte EHC-Trainer Craig Streu. Energie, die schnell in ein Tor umgemünzt wurde: Artur Tegkaev traf schon in der 2. Spielminute zum 1:0. Ausgerechnet Tegkaev – der in der Jugend unter Jesse Panek im Nachwuchs der Düsseldorfer EG gespielt hatte. Panek sah Tegkaev nun nach vielen Jahren wieder – als Trainer von FASS Berlin.

Neuwieds Trainer Craig Streu konnte auf vier komplette Sturmreihen zurückgreifen und ließ diese auch permanent spielen. Nach der „traditionell“ kurzen Vorbereitungsphase der Deichstädter – das Team ist erst seit wenigen Wochen im gemeinsamen Eistraining – ist jedes Spiel auch wichtig für die Findungsphase der Mannschaft. Neue Mitspieler müssen sich aufeinander abstimmen, der Trainer bringt zudem eine neue Philosophie mit auf das Eis. All dies funktionierte schon sehr gut – und schlug sich im ersten Drittel auch auf der Anzeigentafel nieder. Das 2:0 durch Josh Myers war der Beleg für ein funktionierendes Überzahlspiel. Und das 3:0 (20.) ein taktisches Schmankerl. Bei nur noch 35 Sekunden auf der Uhr schickte Streu seine Amerikaner auf das Eis mit dem Auftrag, eine einstudierte Bullyvariante auszuprobieren. Zwei Sekunden später zappelte die Scheibe im Torwinkel.

„Das erste Drittel hat mir gut gefallen, das zweite ging aber eher an Berlin“, sagte Streu. Die laufstarken Gäste kamen früh zum 1:3 durch Fabio Patrzek (21.), standen defensiv jetzt besser und agierten auch in der Offensive ansehnlicher. Der EHC verlor in dieser Phase, mit der beruhigenden Führung im Rücken, ein wenig die Körperspannung – jedoch ohne dabei ernsthaft in Gefahr zu geraten. Dafür sorgte Keeper Björn Linda mit einigen Paraden und Josh Myers mit seinem dritten Treffer des Abends zum 4:1 (39.). Pech hatte zudem Max Wasser, der bei einer Großchance nur den Pfosten traf.

Der letzte Spielabschnitt wurde zum Schaulaufen vor sangesstarken Fans. Die hatten sich im Sommer neu organisiert und hinterließen auf den Rängen einen ebenso starken Eindruck wie das Team auf dem Eis. Egal, ob die US-Boys um Myers und Kapitän Brian Gibbons, oder aber auch die „jungen Kerle“ wie Maurice Keil und Dimitry Butasch – alle Reihen erarbeiteten sich Torchancen. Genutzt wurden noch zwei davon: Josh Myers krönte sein starkes Spiel mit Treffer Nummer vier zum 5:1 (41.), Brian Gibbons traf zudem zum 6:2-Endstand (52.). Zwischendurch hatte Berlins Fabio Patrzek mit seinem zweiten Treffer des Abends auf 2:5 verkürzt (42.).

„Neuwied hat verdient drei Punkte gewonnen“, sagte FASS-Trainer Panek. „Ich ärgere mich ein wenig über die vermeidbaren Fehler, die gute Spieler wie die aus Neuwied sofort ausnutzen. Wir haben unser Bestes gegeben, werden unsere Punkte aber gegen andere Teams holen müssen. Die Stimmung in Neuwied war toll wie immer – so kenne ich das auch noch von früher.“ EHC-Coach Streu freute sich vor allem über „das starke Unter- und Überzahlspiel meiner Mannschaft. Das heute Abend waren drei wichtige Punkte für uns.“

Tore: 1:0 (2.) Artur Tegkaev (Felix Köbele), 2:0 (16.) Josh Myers (Josh Rabbani), 3:0 (20.) Josh Myers (Brian Gibbons), 3:1 (21.) Fabio Patrzek (Patrick Czajka), 4:1 (39.) Josh Myers (Thomas Ziolkowski), 5:1 (41.) Josh Myers (Josh Rabbani), 5:2 (42.) Fabio Patrzek (Dennis Merk, Christian-Alexander Leers), 6:2 (52.) Brian Gibbons (Moritz Schug, Thomas Ziolkowski). Strafen: Neuwied 6, Berlin 12.

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