Niederlage gegen Hannover trotz bester Saisonleistung

"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz
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Mit 2:5 (1:1, 1:1, 0:3) unterlagen die Roten Teufeln Bad Nauheim den Hannover Indians im zweiten Heimspiel der noch jungen Oberliga-Saison, wobei das Ergebnis deutlicher ausfiel, als es der Spielverlauf widerspiegelte. Besonders im Mittelabschnitt hatten es die Gastgeber selbst in der Hand, sich eine Führung herauszuspielen, letztendlich blieben die Chancen aber ungenutzt.

Wie schon am Freitag zuvor beim 3:2-Sieg in Berlin ließ EC-Coach Michael Eckert mit lediglich drei Blöcken agieren. Aber auch die Niedersachsen traten mit drei Formationen an, so dass diese Konstellation ebenso ausgeglichen war wie der Spielverlauf des ersten Abschnittes. Zwar offenbarten die Indians das technisch versiertere Spiel, allerdings ließen ihnen die Teufel kaum Platz für dessen Entfaltung. Der Aufwand bei den Gastgebern war groß, das Resultat allerdings zu klein, denn man benötigt einfach zu viele Anläufe, um sich eine echte Torchance herauszuspielen. Hinzu kommen teilweise Leichtsinnsfehler beim Abspiel, so dass der Gegner mitunter abwarten kann, wie sich das Geschehen entwickelt. Mit der dritten Möglichkeit (zwei Mal zuvor hielt Schmitt) legten die Gäste durch Baumgartner auf 0:1 vor, im direkten Gegenzug, bei dem die Indians-Verantwortlichen auf Abseits reklamierten, glich Golby zum verdienten 1:1-Pausenstand aus.

Im zweiten Abschnitt zog das Tempo nach einem ohenhin schon schnellen Durchgang noch einmal an. Die Roten Teufel waren nun richtig in Spiellaune, und man sah das wohl beste Drittel der ganzen Saison. Hannover sah sich in die Defensive gedrängt, das einzige, was fehlte, war ein Nauheimer Treffer. Chancen für zwei oder mehr Tore waren vorhanden, das Manko war ein Torjäger, der die Scheiben ins Netz zu setzen vermag. Ein Jason Deleurme kann nun einmal nicht alles alleine erledigen, während von Hammond und Villeneuve zu wenig Gefahr für das gegnerische Tor ausgeht. Alleine Brett Hammond hätte drei Treffer markieren können, mehr als ein Lattenschuss kam allerdings nicht dabei heraus. So kam es, wie es kommen musste, denn Hannover ging durch Chamberlain in der 34.Minute auf 1:2 in Front. Aber erneut wurde der Einsatz der Hausherren belohnt, als Karl Jasik eine Vorlage von Jeff Golby zum 2:2 kurz vor der zweiten Pause verwandelte.

Dass eine Spitzenmannschaft wie Hannover trotz der größeren Spielanteile des Gegners eine solche Partie dennoch nach Hause bringen kann, mussten die knapp 1.300 Zuschauer dann im letzten Abschnitt verfolgen. Zu genau der richtigen Zeit und in den wichtigen Situationen machten sie die Tore. Als der EC in Unterzahl agierte, traf Baumgartner mit seinem zweiten Treffer zum 3:2 für die Niedersachsen. Schwand nun die Kraft bei den Teufeln, konnte Hannover nachsetzen und sogar das vierte Tor durch Huddy (55.) markieren. Die Gastgeber erlaubten sich zudem unnötige Strafzeiten, so dass die Indians mit dem 5:2 durch Doyle den Sack zumachten. Unter dem Strich wurde also der Aufwand der Kurstädter, die das beste Saisonspiel ablieferten, nicht belohnt. "Wir hätten das Spiel im zweiten Drittel entscheiden müssen, Chancen waren da. Insgesamt ist die Niederlage zu hoch ausgefallen", sagte ein frustrierter EC-Coach nach dem Spiel. "Der Sieg war verdient, hätte aber auch andersherum ausgehen können", urteilte ECH-Trainer Joe West nach dem Schlusspfiff. Auch wenn man ohne Punkte blieb: diese Partie verdeutlicht, dass die Hessen auf einem guten Wege sind. Man spürt förmlich, wie Fortschritte gemacht werden, und in Kürze stehen zudem Gegner auf dem Programm, gegen die man sich schon eher Punkte im Vorfeld ausgerechnet hatte. Zunächst gastiert jedoch der EHC Freiburg am kommenden Freitag ab 19.30 Uhr im Colonel-Knight-Stadion, der nach seinem 5:2-Erfolg in Berlin allmählich auf Touren zu kommen scheint.

Tore: 0:1 (15:58) Baumgartner (Huddy/4-4), 1:1 (16:15) Golby (Baum/4-4), 1:2 (33:46) Chamberlain (Doyle, Krull), 2:2 (38:30) Jasik (Golby, Baldys), 2:3 (47:04) Baumgartner (Welke/5-4), 2:4 (54:14) Huddy (Phillips), 2:5 (56:08) Doyle (Chamberlain, Baumgartner/5-4). Strafen: Bad Nauheim 14 + 10 (Bernhardt), Hannover 10. Zuschauer: 1271.