NEV startet in die Qulifikationsrunde

NEV startet in die QulifikationsrundeNEV startet in die Qulifikationsrunde
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In zwei Gruppen stehen sich fünf bisherige Oberligisten und drei Aufstiegskandidaten aus der Regionalliga West gegenüber. Der NEV trifft in der Gruppe A zusätzlich auf die Teams aus Herne und Troisdorf, ehe es Ende März ein abschließendes Über-Kreuz-Duell mit einem Kontrahenten aus der Gruppe B geben wird. Da die zukünftige Zusammensetzung der dritthöchsten deutschen Spielklasse auch vom Erfolg der West-Clubs in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga abhängt, sollte ein bestmögliches Abschneiden in den kommenden Wochen das Ziel des NEV sein. Geht es nach dem Gesetz der Serie, dann sind die Aussichten für den Start in die Relegation gut. Inklusive der Saison-Vorbereitung standen sich die Teams aus Neuss und Unna in dieser Saison sechsmal gegenüber, jedesmal sicherte sich der jeweilige Gastgeber die volle Punktzahl. Kaum verwunderlich, dass sich beide Vereine über fast die gesamte Vorrunde ein Fernduell im Kampf gegen die „Rote Laterne” lieferten, das der NEV im Endspurt für sich entschied. Nun werden die Karten jedoch neu gemischt, da sich das bisherige Abschneiden ausschließlich auf die Gruppeneinteilung auswirkte. Alle Teams beginnen damit wieder bei null, was Chance und Risiko zugleich ist. Die Außenseiterrolle, die die beiden heutigen Kontrahenten in der Vorrunde einnahmen, relativiert sich zukünftig dadurch, dass es im Kampf um den Klassenerhalt keine Vergleiche mehr mit Gegnern geben wird, die ihren Kader zu erheblichen Teilen mit Profis bestückt haben. Dadurch dürfte für mehr Spannung gesorgt sein als in der Vorrunde, in der die vier mehr oder weniger professionell arbeitenden Favoriten deutlich dominierten. Sowohl der NEV, als auch unsere Gäste aus Unna mussten bei den ungleichen Duellen mit den Spitzenclubs Lehrgeld bezahlen, wobei die in der Vorrunde gesammelten Erfahrungen hier wie dort eine Grundlage für zukünftige Planungen bilden. Im Falle unserer Gäste, die mit 15 Zählern das Schlusslicht der Liga bildeten, wird beispielsweise von wertvollen Erkenntnissen in Bezug auf die Kaderplanung für die kommende Saison gesprochen. Wie bereits in der Vergangenheit hatten die Bulldogs ihre Stärken im kämpferischen Bereich, wobei man im Saisonverlauf des Öfteren auf wichtige Akteure verzichten musste und ähnlich wie der NEV mit kleinem Kader zu den Spielen antrat. Auch einige Abgänge rund um die Jahreswende machten dem KJEC das Leben schwer, der sich jedoch zu keiner Zeit entmutigen ließ. Wie bei den bisherigen Spielen zwischen beiden Teams ist auch mit einem engen Duell auf Augenhöhe zu rechnen, bei dem der NEV erneut auf die Unterstützung seiner Anhänger hofft.

Eine unangenehme Aufgabe wartet zwei Tage später auf den NEV. Mit dem EHC Troisdorf treffen die Schützlinge von Trainer Andrej Fuchs auf den Vizemeister der Regionalliga NRW. Im Kader der Dynamite finden sich zahlreiche alte Bekannte wieder, die sich zu Regionalliga-Zeiten mit dem NEV duellierten. Mit Boris Ackermann und Ingo Angermann sind inzwischen auch zwei Ex-Neusser in Troisdorf gelandet, wobei Letztgenannter gemeinsam mit dem Polen Slawomir Kiedewicz die Scorerliste unseres Gegners anführt. Mit dem zweiten Tabellenplatz erreichte der EHC ein durchaus zufriedenstellendes Ergebnis, wobei es am vergangenen Wochenende sogar gelang, den Meister aus Frankfurt in heimischer Halle zu besiegen, was mehr als nur einen Achtungserfolg darstellt. Die NEV-Cracks wären also gut beraten, entschlossen und konzentriert zu Werke zu gehen, zumal sich Neusser Mannschaften in der Vergangenheit insbesondere bei Auswärtsspielen gegen die kampfstarken Dynamite sehr schwer taten. Nach zahlreichen Rückschlägen in der Vorrunde will sich das Team um Kapitän Ronny Sassen mit einer erfolgreichen Qualifikation rehabilitieren und so zumindest für einen positiven Saisonabschluss sorgen. Ob der NEV mit einem Sieg im Troisdorfer Icedome die Grundlage dafür schaffen kann, wird sich am Sonntag um 18 Uhr zeigen.