NEV plant für die Regionalliga NRW - Peter Franke neuer Trainer

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
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Es sieht zwar ganz danach aus, dass die Oberliga Nord vor ihrer lang ersehnten Wiedereinführung steht, dennoch wird der Neusser EV - trotz aller Spekulationen - in der kommenden Saison in der Regionalliga NRW spielen. Der DEB (Deutscher Eishockey Bund) und die ESBG (Eishockey-Spielbetriebsgesellschaft) haben einen großen Schritt in Richtung zweigleisige Oberliga gemacht. Die Gesellschafterversammlung der ESBG hat auf ihrer letzten Sitzung beschlossen, zukünftig in zwei regionalen Gruppen zu spielen, wenn mindestens zwanzig Vereine für die Oberliga zur Verfügung stehen. Dies bestätigte sich auch auf einer Sitzung zur Einführung der Oberliga Nord in Berlin. Eingeladen waren die für die Oberliga qualifizierten Nord-Vereine und die Mannschaften, die in der LEV-Endrunde der Regionalligen Nord-Ost-West der abgelaufenen Saison gespielt haben, sowie alle Vereine aus dem Norden, die sich über das vorgestellte Modell informieren wollten. Aus NRW stehen derzeit nur die Revier Löwen Oberhausen als sportlich qualifizierter Aufsteiger in die Oberliga fest. Die Herner EG und die Ratinger Ice Aliens wollen sich wohl bei der ESBG bewerben, erhalten aber zum derzeitigen Stand keine nötige Freigabe des Landesverbandes NRW. Vom Neusser EV wurde lediglich ein grundsätzliches Interesse signalisiert. Das heißt, dass der Neusser EV grundsätzlich die Einführung einer zweigleisigen Oberliga begrüßt, um auch sportlich wieder eine bessere Perspektive vor Augen zu haben. Aus sportlicher Sicht ist diese Oberliga, wie sie zurzeit angedacht ist, sicherlich höchst interessant, aber sie erfordert eben auch einen großen finanziellen Etat. Die Lizenzierungsunterlagen der ESBG und auch die klare Aussage des Landesverbandes NRW bestätigten sehr schnell, was für alle Verantwortlichen des Neusser EV bereits klar war: "Oberliga - ja, aber bestimmt nicht in der kommenden Saison. Derzeit ist aus finanzieller Sicht einfach nicht an eine Teilnahme in der Oberliga zu denken. Der Etat müsste sich mal eben verdreifachen, um einen halbwegs gesicherten Spielbetrieb gewährleisten zu können, und das ist einfach nicht realistisch für uns", so Werner Link, 1. Vorsitzender des Neusser EV. So laufen die Planungen des NEV für die kommende Saison weiter für die Regionalliga NRW. Allerdings weiß man auch hier noch nicht, wie diese letztendlich aussehen wird. Fest steht eigentlich nur, dass die Revier Löwen Oberhausen definitiv in der Oberliga starten werden. Die Herner EG und die Ratinger Ice Aliens hoffen weiter auf eine Freigabe seitens des Landesverbandes NRW, der jedoch ganz klar auf die Durchführungsbestimmungen mit einem sportlichen Aufsteiger und einem eventuellen Nachrücker besteht. Weiter bleiben neben dem Neusser EV noch der EHC Solingen, der EHC Dortmund und der ESC Hamm, der allerdings mit gewaltigen Problemen zu kämpfen hat. Aus der Verbandsliga würden dann noch der EHC Troisdorf und die EJ Dorsten dazukommen. Die am 13. Mai 2004 im Eissportzentrum Westfalenhalle Dortmund stattfindende Arbeitstagung zur Regionalliga, Verbandsliga und Landesliga NRW soll weitere Klarheit schaffen. Für die weiteren Personalplanungen des NEV wurden an diesem Wochenende endlich die ersten grundlegenden Entscheidungen gefällt. Peter Kwasigroch wird in der kommenden Saison nicht mehr als Trainer hinter der Neusser Bande stehen. Er teilte seine Entscheidung, die ihm sichtlich schwer gefallen ist, dem Vorstand am Freitagabend mit. Ausschlaggebend für seine Absage waren die weiten Fahrten von seinem Wohnort Nordhorn und dem daraus resultierenden riesigen Zeitaufwand. Der Neusser EV bedauert diese Entscheidung, kann sie dennoch absolut nachvollziehen. Auf der Suche nach einem Nachfolger für das Traineramt der ersten Mannschaft wurde man in den eigenen Reihen fündig. Mit Peter Franke übernimmt ein Mann das Ruder, der auf fast zehn Jahre Torhüter-Erfahrung im deutschen Spitzeneishockey zurück blickt. In den 90er Jahren stand der gebürtige Füssener für Mannheim, Weißwasser, Krefeld und Düsseldorf fast durchgehend in der höchsten Spielklasse zwischen den Pfosten. Der 35-Jährige, der in der vergangenen Saison seine aktive Karriere im NEV-Trikot beendete, war zuletzt als Torwarttrainer für den Neusser Nachwuchs tätig. Zwar ist der Neusser EV für Franke die erste Trainerstation im Seniorenbereich, dennoch sind die Verantwortlichen des Vereins überzeugt, mit ihm einen guten Griff getan zu haben. Zum einen hatte man bereits mit seinem Vorgänger Peter Kwasigroch gute Erfahrungen gemacht, der ebenfalls nahtlos den Sprung vom Eis auf die Trainerbank schaffte. Außerdem konnte sich Franke schon in der Saison 2002/2003 als sportlicher Leiter des Ligakonkurrenten Ratinger Ice Aliens einen Namen machen. Frankes Entschlossenheit, den beim NEV eingeschlagenen Weg mit jungen Spielern weiter zu gehen, machte die Entscheidung für die Neusser Verantwortlichen noch leichter. Aufgrund der zuvor noch offenen Trainerfrage und der ungewissen Ligenstruktur verzögern sich natürlich auch die Personalentscheidungen. Mit den meisten Spielern, die man halten möchte, wurden bereits erste Gespräche geführt, die nun intensiviert werden sollen. Fest steht auch, dass einige Positionen für die kommende Spielzeit neu besetzt werden. Der Vorstand ist zuversichtlich, in Kürze genauere Ergebnisse bzw. Vertragsverlängerungen mitteilen zu können.

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