Neuer Goalie schlägt ehemaligen Goalie

Peiting: Zweite Nullrunde - Zu viel Respekt und zu wenig SelbstvertrauenPeiting: Zweite Nullrunde - Zu viel Respekt und zu wenig Selbstvertrauen
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Das schönste Weihnachtsgeschenk machte sich der EC Peiting zwei Tage nach Heiligabend. Im Spitzenspiel beim Herner EV entführte der ECP mit einem 4:3 (0:1, 2:2, 1:1)-Erfolg die Punkte. Matchwinner waren dabei neben dem Doppeltorschützen Gordon Borberg der neue Peitinger Goalie Stefan Horneber, der das Duell gegen den ehemaligen Torhüter Stefan Vajs, der beim Team aus dem Ruhrpott im Kasten stand, gewann.

„Wir kennen die Stärken und Schwächen von Stefan“, grinste ECP-Coach Leos Sulak hinterher. Weniger erfreut war er dagegen über die erneut ruppige Gangart der Herner Spieler. „Für meine Begriffe hätte der Schiedsrichter mehr pfeifen müssen“, meinte Sulak beim Blick auf die Strafzeitenstatistik. Nichts auszusetzen gab es aus seiner Sicht allerdings am eigenen Powerplay. Dreimal schlug der ECP in Überzahl zu. Zweimal war dabei Gordon Borberg mit Schüssen von der blauen Linie erfolgreich. „Gordon hätte sogar noch ein drittes Tor machen können“, bescheinigte Sulak seinem Kapitän eine gute Leistung. Sonderlob gab es für ihn auch für den neuen Goalie. Nachdem die Passformalitäten doch noch rechtzeitig erledigt wurden, konnte Stefan Horneber sein Debüt in Gelsenkirchen geben. „Er hat sehr viel Sicherheit ausgestrahlt und war die erhoffte Verstärkung“, urteilte Sulak. Zu Beginn zeichnete sich Horneber gleich bei zwei Gelegenheiten der Hausherren aus. Die Führung markierte danach aber Borberg (9.) mit einer schönen Direktabnahme eines Zuspiels von Andreas Pufal. In der Folge blieb die Partie ausgeglichen. Erst kurz vor Drittelende wurde es für die Peitinger brenzlig, als die Herner fast eine Minute lang zwei Mann mehr auf dem Eis hatten. „Da war das Glück auf unserer Seite“, atmete Sulak durch, nachdem sein Team diese Phase unbeschadet überstand. Der Ausgleich durch Darren Doherty (22.) folgte dann aber gleich nach dem ersten Wechsel. In Überzahl legte Tom Fiedler (34.) auch noch das zweite Tor der Herner nach. Die Peitinger zeigten sich dadurch aber nicht geschockt. Vielmehr schlugen sie noch vor der zweiten Drittelsirene zweimal im Powerplay zurück. Zunächst glich Ales Kreuzer (39.) mit einem Direktschuss nach perfektem Zuspiel von Milos Vavrusa aus. Gleich im Anschluss versenkte Borberg (40.) die Scheibe zur neuerlichen ECP-Führung im Kasten von Vajs. Eine weitere Großchance zum möglichen vierten Tor ließ Borberg dann im letzten Durchgang aus. Besser zielte auf der Gegenseite Paul Flache (46.), der zum erneuten Gleichstand einnetzte. In der spannenden Schlussphase bewiesen die Peitinger dann ihre Nervenstärke. Nachdem sich Lubor Dibelka den Puck eroberte und Ales Kreuzer (52.) bediente, nutzte dieser die Möglichkeit eiskalt zum 4:3. Nicht zuletzt aufgrund der guten Paraden von Horneber brachte der ECP dann den knappen Vorsprung ins Ziel. Viel Zeit sich über den Sieg zu freuen bleibt den Peitingern nicht. Bereits heute Abend (19.30 Uhr) erwarten sie den EHC Bad Nauheim. „Die sind genauso stark wie Herne“, rechnet Sulak erneut mit einer schweren Aufgabe. Um das anstrengende Programm besser durchzustehen, will er gegen die Hessen, wie schon im Ruhrpott mit vier Sturmreihen agieren.

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