Nauheimer sauer auf frühe Spieldauerstrafe

Nauheimer sauer auf frühe SpieldauerstrafeNauheimer sauer auf frühe Spieldauerstrafe
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Die Partie begann sofort mit hohem Tempo und ohne großes Abtasten. Hatten die Gäste die ersten Minute für sich, es prüfte beispielsweise Tobias Schwab in der dritten Minute Boris Ackers, so kamen die Hausherren nach und nach besser ins Spiel. Folge war das 1:0 durch Neumann in der siebtne Minute, der plötzlich freie Schussbahn hatte. Die Roten Teufel antworteten aber sofort: Nur 18 Sekunden später traf Dennis Cardona zum Ausgleich. Nicht einmal 30 Sekunden hiernach kassierte der Torschütze eine Spieldauerstrafe nach einem hohen Stock mit Verletzungsfolge an Dortmunds Martin, was der Unparteiische zunächst aber gar nicht registrierte. „Erst auf Reklamieren der Elche heraus sprach der Referee die Strafe aus, bei der Cardona keine Absicht unterstellt werden konnte, als der Nauheimer Angreifer von zwei Gegenspielern in die Zange genommen wurde und nicht mal klar war, ob es wirklich Cardonas Schläger war, der den Gegner im Gesicht traf“, so die Roten Teufel in ihrer Mitteilung. Eine ähnliche Szene nur kurze Zeit später von Dortmunds Hördler gegen Patrick Gruber ließ der Referee anschließend laufen, obwohl auch hier Blut nach einem hohen Stock mit im Spiel war. Die fünfminütige Überzahl nutzte schließlich EHC-Stürmer Schweiger zum 2:1 für Dortmund, was aber auch den einzigen Schuss in diesem Powerplay darstellte. Doch die Gäste waren gut im Spiel und vor allem extrem konzentriert. Als man seinerseits nach einer Strafe gegen Ackers zur Abwechslung mal Powerplay spielen konnte, nutzte Weibler die Situation mit einem abgefälschten Baum-Schuss zum 2:2-Pausenstand.

Im Mittelabschnitt mussten die Gäste – wie sollte es auch anders sein – in Unterzahl beginnen. Neumann nutzte das Powerplay für Dortmund, als Keller die Sicht durch Schweiger verdeckt war, zum 3:2. Die Gäste antworteten aber wieder prompt: Igor Filobok tankte sich durch die Mitte und düpierte Boris Ackers mit einem Flachschuss zum dritten Ausgleich in dieser Partie. Beide Seiten nahmen sich anschließend eine spielerische Auszeit nach dem hohen Tempo des ersten Drittels. Kyle Piwowarczyk hatte in der 32. Minute die Riesenchance auf die Führung, doch Ackers hatte Glück, als er recht früh zu Boden ging und der Schuss des Kanadiers das Gehäuse verfehlte. Beide Teams richteten sich mit dem Ergebnis eigentlich gut ein, doch urplötzlich stand es 4:3 für Dortmund, als Kreuzmann von derselben Stelle, als das 3:2 fiel, mit einem Handgelenkschuss erfolgreich war. Bad Nauheim machte zwar noch einmal Druck, doch Ackers hielt, was zu halten war, und das Fehlen von Gare und Cardona machte sich mehr und mehr bei den Hessen bemerkbar.

Im letzten Drittel legten die Hausherren weiter vor, nachdem Hördler mit einem Onetimer zum 5:3 erfolgreich war. Das Spiel schien gelaufen, allerdings kämpften die Roten Teufel noch einmal. Die Kurstädter erhöhten das Tempo, während Dortmund nicht mehr viel entgegen zu setzen hatte. Folglich fiel das 5:4 durch Piwowarczyk mit einem Schuss unter die Latte im Powerplay, und die Gäste waren durchaus dran am erneuten Ausgleich. Zwar kam Dortmund zu einigen Kontern, die Hintermannschaft sowie Markus Keller waren aber stets auf der Hut. Der EC wolltre unbedingt den Ausgleich, wie beim Alleingang von Schwab in der 58. Minute, doch Ackers hielt seinem Team den knappen Vorsprung. Dieser hatte auch bis zum Spielende Bestand, dennoch bleibt bei den Hessen der Eindruck, dass man in den wichtigen Spielen – und die kommen ja erst noch – durchaus zulegen kann. Und sofern solch wichtige Spieler wie Lanny Gare und Dennis Cardona dann wieder dabei sind, kann man jeden Gegner schlagen. Dortmund spielte in dieser Partie am Limit und hat sich somit den Sieg am Ende verdient.

Tore: 1:0 (6:45) Manuel Neumann (Martin Schweiger, Martin Höveler), 1:1 (7:03) Dennis Cardona (Tobias Schwab, Alexander Baum), 2:1 (11:07) Martin Schweiger (Stephan Kreuzmann, Sven Breiter/5-4), 2:2 (18:41) Manuel Weibler (Alexander Baum, Tobias Schwab/5-4), 3:2 (21:00) Martin Schweiger (Manuel Neumann, Christoph Ziolkowski/5-4), 3:3 (26:26) Igor Filobok (Marius Pöpel, Jan Barta), 4:3 (34:23) Stephan Kreuzmann (Martin Schweiger, David Hördler), 5:3 (41:55) David Hördler (Andrew Schembri, Kevin Thau), 5:4 (46:24) Kyle Piwowarczyk (Tobias Schwab, Alexander Althenn/5-4). Strafen: Dortmund 14 + 10 (Thomas Ziolkowski), Bad Nauheim 12 + 10 (Marvin Bauscher) + 5 + Spieldauer (Dennis Cardona). Zuschauer: 1087.

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