Nauheim verliert erstes Finalspiel

"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz
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Mit 2:6 (1:2, 1:3, 0:1) unterlagen die Roten Teufel Bad Nauheim im ersten Play-off-Finale der Oberliga Nord bei den Hannover Indians. Die Hessen begannen konzentriert und hatten durch Gare in der ersten Minute auch den ersten Torschuss der Partie zu verzeichnen. Gogulla prüfte Kondelik mit einem Fernschuss in der dritten Minute, im Gegenzug hatte Hannover durch Del Monte seinerseits den ersten erwähnenswerten Schuss zu verzeichnen. Beide Teams neutralisierten sich zunächst, als dann aber Ryan Hare gleich vier Minuten auf die Strafbank musste, gingen die Indians durch Bagu mit einem Rebound in der siebten Minute 1:0 in Führung. Dieses Tor gab den Gastgebern Aufwind, während die Hessen in dieser Phase zu passiv wirkten. Mit einer Einzelleistung erhöhte Wagner in der zehnten Minute auf 2:0 und nutzte somit den sich bietenden Platz. Die Gäste kamen anschließend – auch begünstigt durch zwei Powerplays – besser auf. Das zweite Überzahlspiel nutzte Barta mit einem Blueliner zum Anschlusstreffer in der 16. Minute. Doyle und auf der Gegenseite Schwab hatten noch nennenswerte Chancen in einem insgesamt fairen ersten Drittel, nach dem die Indians also mit einer knappen Führung in die erste Pause gingen.

Es waren gerade mal 43 Sekunden im Mittelabschnitt gespielt, da traf Kyle Doyle nach einer angezeigten Strafe zum 3:1 für die Gastgeber. Aber der EC antwortete: Zunächst traf zwei Mal Hare die Scheibe völlig freistehend im Slot nicht, anschließend markierte Barta erneut im Powerplay mit einem Blueliner den 3:2-Anschlusstreffer. Die Freude währte aber gerade mal 15 Sekunden, denn Dewan traf vom Bully weg mit einem technischen Kabinettstückchen in der 26. Minute zum 4:2. Die Teufel blieben bemüht, aber die Hausherren warteten einfach clever auf die Fehler des Gegners. Einen solchen nutzte Wagner in der 33. Minute gar zum 5:2, nach diesem Tor nahm Fred Carroll eine Auszeit. Man merkte den Spielern an, dass sie noch einmal alles versuchen wollten, doch Hannover stand hinten überaus sicher. Nur einmal hatten die Gäste eine aussichtsreiche Chance in der 36. Minute, doch wieder war es Hare, der frei im Slot die Scheibe nicht traf.

Somit war das Spiel bereits vorentschieden, denn eine solch gut besetzte Hannoveraner Mannschaft lässt sich eine solche Führung vor ausverkauftem Haus natürlich nicht mehr nehmen. Die Teufel probierten zwar nochmal alles, aber Hannover spielte es abgeklärt herunter und ließ auch in Unterzahl nichts anbrennen, wobei Kondelik in der 53. Minute bei einem Lattentreffer von Baum das Glück des Tüchtigen hatte. Auch beim Pfostentreffer durch Hare in der 56. Minute hatte er das Metall auf seiner Seite, allerdings hatte man das Geschehen bereits im Mittelabschnitt verspielt. Ein paar Duftmarken für Samstag wurden von beiden Teams in Sachen Körperspiel in den letzten Spielminuten gesetzt, was noch einmal Strafminuten in einem eigentlich fairen Match bedeutete. Das 6:2 Sekunden vor Schluss war somit unbedeutend. Schlussendlich blieb es beim insgesamt verdienten Sieg für die Gastgeber, die aufgrund eines starken zweiten Drittels und konsequenter Ausnutzung der Bad Nauheimer Fehler dieses erste Finalspiel für sich entscheiden. Am Samstag kommt es nun im Colonel-Knight-Stadion um 19.30 Uhr zu Spiel zwei, in dem die Hessen diese Fehler vermeiden und gleichzeitig die Chancen, die heute durchaus da waren, besser nutzen müssen.

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