Nauheim liegt in der Serie zurück

"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz
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Dramatik pur im Colonel-Knight-Stadion: Mit 2:3 (0:1, 1:1, 1:0, 0:1) nach Verlängerung verlieren die Roten Teufel Bad Nauheim das dritte Play-off-Viertelfinalspiel gegen die Starbulls Rosenheim vor knapp 2000 Zuschauern. Starbulls-Topscorer Mitch Stephens markierte nach 1:55 Minuten in der Overtime das entscheidende Tor. Die Partie begann bereits mit einem Paukenschlag: Schwab scheiterte nach 50 Sekunden an Claus Dalpiaz, im direkten Gegenzug traf Gottwald für die Bayern zum 0:1. Die Starbulls zeigten eine starke Anfangsphase, in der Markus Keller das ein um das andere Mal in höchster Not klären musste. Erst Strafzeiten gegen die Gäste brachten Chancen für die Hausherren, aber auch eine einminütige 5 gegen 3-Überzahlsituation konnte nicht genutzt werden. Die Roten Teufel erspielten sich anschließend aber mehr Spielanteile, mehr als eine aussichtsreiche Chance von Richardson (17.) sprang dabei jedoch nicht heraus. Beide Gegner neutralisierten sich vor den jeweiligen Toren, so dass es mit dem knappen Rückstand unter den Augen von Ex-Teufel Kevin Lavallee in die erste Pause ging.

Im Mittelabschnitt entwickelte sich ein echtes Play-off-Kampfspiel, in dem die Hausherren versuchten, den Ausgleich zu markieren. Sie machten gewaltigen Druck auf Claus Dalpiaz, doch dieser hatte stets das Glück des Tüchtigen, so auch in der 27.Minute, als Bergmann auf der Linie mit dem Schlittschuh nach einem Richardson-Schuss klärte. Als die Hessen im Powerplay mit Chris Eade im Vorwärtsgang waren, und dieser im gegnerischen Drittel die Scheibe verlor, schloss Rosenheim einen 3 auf 1-Konter durch Stanley in der 28.Minute zum 0:2 ab. Das war quasi verkehrte Welt, denn die Roten Teufel waren bis dato permanent am Drücker, ohne jedoch das notwendige Quentchen Glück zu haben. Die Starbulls spielten allerdings ein cleveres Auswärtsspiel und gingen somit nicht unverdient in Front. Die Gastgeber antworteten aber prompt: in der 31.Minute wurde der Vorwärtsgang endlich belohnt, als Schwab eine Vorlage von Barta mit einem Onetimer zum 1:2-Anschlusstreffer verwertete. Rosenheim blieb jedoch stets mit Konter gefährlich, so auch in der 34.Spielminute, als Keller gegen Gottwald mit einem Riesensave den Ein-Tore-Rückstand nach 40 Minuten sicherte.

Im letzten Drittel entwickelte sich ein echter Eishockey-Krimi. Beide Seiten warteten auf einen entscheidenden Fehler des Gegners, so dass sich nur wenige Torchancen ergaben. Richardson und Althenn auf Nauheimer Seite sowie Newhook bei Rosenheim hatten hierbei noch die besten Szenen, doch beide Torhüter hielten bravourös. Die Uhr lief allerdings gegen die Hausherren, die mit dem guten, alten „Dump and Chase“-Eishockey versuchten, zum Erfolg zu kommen. Dies fruchtete endlich in der 57.Minute, als Kyle Piwowarczyk einen Rebound zum vielumjubelten 2:2-Ausgleich markierte. Überhaupt ging auch ein Lob an die knapp 2.000 Zuschauer im Colonel-Knight-Stadion, die für viel Stimmung sorgten und so das EC-Team zu diesem Kraftakt motivierten, der demnach die Verlängerung bedeutete.

In dieser hatten die Gäste einfach mehr Glück, als sie in der 62.Minute einen Nichtangriffspakt der EC-Abwehr durch Stephens zum 3:2-Siegtreffer nutzten. „Wir sind ganz einfach der glückliche Sieger heute Abend. Es war ein hochklassiges Spiel und genau so muss Eishockey sein“, sagte SBR-Coach Franz Steer nach dem Spiel. „Die Gegentore fielen durch individuelle Fehler. Beim letzten Tor muss unser Verteidiger einfach auf den Mann drauf gehen, aber so müssen wir mit dem Ergebnis leben. Ich bin mir aber sicher, dass wir mit dieser Leistung am Dienstag was in Rosenheim bewegen können“, analysierte EC-Coach Fred Carroll die Partie.

Tore: 0:1 (0:58) Gottwald (Reader, Bergmann), 0:2 (27:05) Stanley (Stephens/4-5), 1:2 (30:32) Schwab (Barta, Gare), 2:2 (56:23) Piwowarczyk (Baum, Franz), 2:3 (61:55) Stephens (Gottwald). Strafen: Bad Nauheim 8, Rosenheim 10. Zuschauer: 1954.


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