Nach 0:3-Rückstand zurückgekommen

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Mit 4:3 besiegten die Starbulls Rosenheim am Sonntag Abend vor 1462 Zuschauern im heimischen Stadion die Heilbronner Falken.

Alles andere als gut sah es in der Anfangsphase des Rückrundenauftakts für die Starbulls aus. Nach 57 Sekunden gingen die Heilbronner mit 1:0 in Front, 33 Sekunden später erhöhten sie auf 2:0, und in der fünften Minute lagen sie sogar mit 3:0 vorne. Bei allen drei Treffern stand bei den Falken die Sturmreihe mit Mike Henderson, Sachar Blank und Altstar Igor Dorochin auf dem Eis. Beim 0:1 gewann Dorochin das Bully und Henderson zog erfolgreich ab, das 0:2 markierte Dorochin selbst und beim 0:3 bediente Dorochin wiederum den Kanadier Henderson.

Die Gäste fühlten sich dadurch scheinbar so sicher, dass sie vergaßen weiterhin Druck auf SBR-Keeper Oliver Häusler auszuüben. Denn mit der Trefferherrlichkeit der Schwaben war es dann vorbei und man handelte sich zahlreiche Strafzeiten ein. Die erste Gelegenheit für die Grün-Weißen besaß in der neunten Minute Kevin Kraxner, er scheiterte allerdings an Heilbronns starkem Torhüter David Belitski. Kurz darauf kamen die Starbulls in den Genuss eines über vierminütigen Powerplays (davon fast zwei Minuten 5 gegen 3), was nichts Zählbares einbrachte. Für den Anschlusstreffer sorgte in der 14. Minute der sehr agile vierte Sturm, der sich im ersten Drittel die meisten Chancen erarbeitete. Nach herrlicher Einzelleistung von Kevin Kraxner kam der Puck zu Zwillingsbruder Dominik und Maximilian Huff drückte ihn über die Linie. In der 16. Minute ergab sich eine weitere Überzahlmöglichkeit für die Gastgeber. Mehr als zu mächtig Unruhe vor Belitski – vor allem durch die Formation Jeremy Stasiuk, Andi Schneider, Patrick Senger, Gabriel Krüger und Matthias Bergmann - reichte es jedoch nicht.

Im Mittelabschnitt wollte auf beiden Seiten nicht besonders viel klappen. Zu zerfahren wirkte das Geschehen und beide Teams überstanden je ein Unterzahlspiel schadlos. Für Rosenheim waren es übrigens die einzigen zwei Minuten, die sie mit einem Mann weniger auskommen mussten.

In den letzten 20 Minuten spielte nur noch eine Mannschaft – und das waren die Starbulls. Plötzlich klappte alles, so bereits in der 42. Minute, als Jürgen Lechl einen Querpass zu Michael Pohl vors Heilbronner Tor spielte. Die Scheibe kam aber gar nicht bei Pohl an, denn ein Schlittschuh eines gegnerischen Verteidigers fälschte unhaltbar für Belitski ab. In der 44. Minute zeigte der Schiedsrichter eine Strafe gegen die Falken an, die Hausherren setzten sich im Angriffsdrittel fest und brachten für Häusler einen sechsten Feldspieler. Und der aufs Eis stürmende Schneider legte Mondi Hilger den Puck vor, der es zum 3:3-Ausgleich klingeln ließ. Von diesem Zeitpunkt an hatten die Hausherren das Spiel im Griff und kamen in der 52. Minute erneut in numerische Überlegenheit. David Cespiva hatten noch gar nicht richtig auf der Strafbank Platz genommen, da war das Match gedreht. Nach nur vier Sekunden Überzahl zog Hilger zum 4:3 ab, nachdem Senger das Bully gewonnen hatte.

Negativer Höhepunkt dieser denkwürdigen Begegnung war eine böse Attacke vom ehemaligen Bad Aiblinger und jetzigen Heilbronner Kapitän Cory Holden. Er streckte Lechl mit einem Check gegen den Kopf bzw. Nackenbereich nieder, dass dieser bewusstlos liegen blieb. Wenig später konnte er aber, gestützt von zwei Mannschaftskameraden, zur Bank fahren. Von dort aus verfolgte er die letzten 170 Sekunden, in denen seine Kollegen nichts mehr anbrennen ließen. Holden wurde mit einer 5+Spieldauerdisziplinarstrafe vorzeitig in die Kabine geschickt.

Trainerstimmen:

Rico Rossi: Nach fünf Minuten führten wir 3:0, danach waren wir fast die ganze Zeit in Unterzahl. Die Schiedsrichterleistung war nicht fair. Er gab uns so viele Strafzeiten, dass ich ab dem zweiten Drittel Probleme hatte. Es waren immer die gleichen acht Spieler auf dem Eis, während die anderen Spieler kalt wurden. Aber ich bin auch Schuld an den Strafzeiten, weil ich meine Spieler nicht im Griff hatte.

Ron Chyzowski: Die Spielpause am Freitag hat uns körperlich gut getan, war aber geistig kein Vorteil. Nach dem schnellen 0:3 haben wir nicht aufgehört und sind zurückgekommen. Das war die beste Leistung meiner Mannschaft im letzten Drittel, in dem wir unsere Chancen ausgenutzt haben. Außerdem hatten wir heute auch das Glück auf unserer Seite.

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