München: Derbyniederlage zum Abschluss - Leinsle verlängert beim EHC

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Die positive Nachricht gibt es vorneweg. Alexander Leinsle, soeben mit respektablem Vorsprung vor den Kollegen Burman und Newhook zum Spieler der Vorrunde gewählt, gab seine Zusage für eine weitere - seine vierte - Spielzeit in München. Andere Cracks des bestehenden Kaders sollen bald folgen, wobei freilich auch die künftige Spielklasse eine nicht unwesentliche Bedeutung erlangen wird. Die Weichen hierzu stellen sich in den nächsten Wochen. Die in Relation zu der Vielzahl von Spielen eher zu niederem Spannungsgehalt tendierende Vorrunde hat endlich ein Ende gefunden. Schon am kommenden Wochenende gilt es für den EHC die erste Bewährungsprobe zu bestehen. Dann nämlich gastiert man in der Höhle des (Eis-)Löwen, beim Nordgruppenmeister aus Dresden. Weitere Widersacher sind Leipzig, Hannover, Klostersee und Stuttgart. Nicht gerade Zuschauermagneten höchster Gilde, doch hofft man hier primär auf die Reiselust der beiden Ost-Teams, um den jetzigen Zuschauerschnitt zu kompensieren respektive zu verbessern.

Nebenbei stand zum Abschluss der Doppelrunde der vierte Vergleich mit dem Erzrivalen aus Rosenheim an. Normalerweise ein Straßenfeger, heute ein durchschnittlich besuchtes, wenngleich nicht minder emotionales Derby, aus dem die Gäste als glücklicher Sieger hervorgingen. Glücklich deswegen, weil der EHC bereits mit zwei Treffern Differenz in Front lag, es jedoch versäumte, frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Ohne die erkrankten Burman und Riemel sowie den am Auge verletzten Eckmair musste der Tabellenzweite mit ansehen, wie sich die Starbulls mit zunehmender Spieldauer kontinuierlich steigerten und spürbar gewillt waren, die 0:5 Schmach auf eigenem Eis vor Monatsfrist halbwegs vergessen zu machen. Hierbei stand ihnen das Glück zur Seite, denn das Siegtor von Mondi Hilger hätte keine Anerkennung finden dürfen. Das Gehäuse von Jochen Vollmer war verschoben, als Hilger in den Schlussminuten den Sieg für seine Farben fixierte. Referee Thomas Frenzel schätzte diese Situation falsch ein, erkannte den Treffer an.

Zuvor sahen die 2600 Zuschauer einen engagierten EHC, der den Gast von Beginn an unter Druck setzte. Die Führung durch Kapitän von Schilcher nach acht Minuten war folgerichtiger Ausdruck Münchner Überlegenheit. Rosenheim agierte viel zu zaghaft und konnte sich bei Torhüter Häusler bedanken, der seine Mannschaft mit tollen Reflexen im Spiel hielt. Beim zweiten EHC-Treffer kurz nach der Pause, war der SBR nach überstandener Unterzahl gerade im Begriff sich neu zu sortieren. Es sollte beim Versuch bleiben, denn Thomas Vogl stellte mit einem kernigen Schlagschuss auf 2:0. Als Namensvetter Patrick wenig später auf die Sünderbank musste, gelang den Starbulls der Anschluss. Jeremy Stasiuk war es, der Jochen Vollmer überwinden konnte. Ein weiteres Powerplay führte sogar zum Ausgleich durch Patrick Senger, was nicht ganz dem bisherigen Spielverlauf entsprach. Bei einem Handgemenge zeigte Pete Brearley ungewohnte Qualitäten als Faustkämpfer. Sein Kontrahent Uli Drechsler war musste schon bald klein beigeben. Der Referee ließ Milde walten trotz der beiseite gelegten Handschuhe, teilte aber den beiden Übungsleitern mit, dass derartige Nachsicht keine Wiederholung finden würde.

Den besseren Start im letzten Abschnitt erwischten die Gäste. Allerdings glich Chris Gustafson den Führungstreffer des SBR durch Thomas Brandstädter postwendend wieder aus. Danach war es ein ausgeglichenes Spiel ohne Strafzeiten, das vermutlich mittels einer der verlängernden Maßnahmen entschieden worden wäre, wenn da nicht Mondi Hilger und das "verrückte" Tor gewesen wäre.

SBR-Coach Chyzowski freute sich über seinen ersten Sieg in der Landeshauptstadt. Es sei ein persönliches Ziel von ihm gewesen, einmal hier zu gewinnen. Jetzt könne er ruhig schlafen. Daneben hofft Chyzowski auf ein Wiedersehen beider Teams in den Play Offs.

Schorsch Kink äußerte sich ungleich sachlicher: Er hat ein super Spiel mit dem irregulären Siegtreffer als einzigen Wehrmutstropfen gesehen. Seine Mannschaft hätte die Begegnung aufgrund der eindeutigen Torschussstatistik eigentlich gewinnen müssen. (orab)

Tore:
1:0 (07:50) v.Schilcher (Jann, Leinsle), 2:0 (21:54) Th. Vogl (Leahy, Gustafson), 2:1 (22:49) Stasiuk (Struch, Hilger 5-4), 2:2 (25:20) Senger (Koziol, Schneider 5-4), 2:3 (43:51) Brandstädter (Drechsler, Fröhlich), 3:3 (44:22) Gustafson (Brearley, Jann), 3:4 (57:32) Hilger (Struch, Schiffl)

Strafen: München 20+10 (Brearley) - Rosenheim 18
Schiedsrichter: Frenzel (Zweibrücken) - Bidoul, Meister
Zuschauer: 2581

Spieler des Spiels: Oliver Häusler


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