Moral stimmt, Punkte sollen folgen

Wizards stürzen Tabellenführer München vom Platz an der SonneWizards stürzen Tabellenführer München vom Platz an der Sonne
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Beim Oberligisten Stuttgart Wizards, der als Aufsteiger nur knapp den Einzug in die Meisterrunde verfehlt hat, läuft es in der Abstiegsrunde noch nicht nach Wunsch. In den ersten vier Partien holten die Schützlinge von Trainer Wilbert Duszenko lediglich vier Zähler und rangieren augenblicklich auf Platz sieben. Der Trainer ist jedoch sicher, dass seine Mannschaft rasch in die Erfolgsspur zurückfindet. „Wir haben im Training unsere Fehler angesprochen. Die Moral ist intakt, alle ziehen mit. Was wir brauchen, ist ein Erfolgserlebnis. Dann steigt das Selbstvertrauen automatisch, und wir können vielleicht sogar eine Serie starten“, so Duszenko. Gelegenheit dazu haben die Wizards am kommenden Wochenende in den Spielen gegen den ESV Bayreuth (Freitag, 6. Februar, 20 Uhr, Eissport-Zentrum Waldau Stuttgart) und beim Höchstadter EC (Sonntag, 8. Februar, 18.30 Uhr). Die Zauberer scheinen die Worte ihres Lehrmeisters verstanden zu haben. Beim Training am Dienstagabend gaben alle Cracks auf dem Eis Vollgas, auch die von Wilbert Duszenko neu zusammengestellten Sturmreihen – Andrej Jaufmanns Platz in der ersten Formation hat Peter Westerkamp eingenommen, dafür rückte Jaufmann an die Seite von Gabriel Gaube und Artur Votler in den dritten Block – machen einen guten Eindruck. „Wichtig ist auch, dass wir unsere Undiszipliniertheiten in den Griff bekommen“, meint der Trainer mit Blick auf das zurückliegende Spiel in Kempten. Dort hatten die Zauberer alleine im ersten Drittel 14 Strafminuten kassiert. „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass wir so kein Spiel gewinnen können. Bei Fünf gegen Fünf machen wir Druck und können mit jeder Mannschaft mithalten. Zuletzt haben wir uns jedoch durch unnötige Strafzeiten immer wieder selbst geschwächt. Das darf nicht mehr passieren“, gibt der Übungsleiter die Richtung vor und wundert sich zugleich über manche Kritik aus dem Stuttgarter Umfeld. „Der Schwabe als solcher ist zwar sehr kritisch, trotzdem kann ich einiges nicht nachvollziehen. Was vor drei Wochen, als wir ganz dicht am fünften Platz dran waren, im Training richtig war, kann auch heute nicht ganz falsch sein. Wir mussten uns in den Endspielen um die Meisterrunde voll verausgaben, deswegen auch der Durchhänger zu Beginn der Abstiegsrunde. Dass so ein Einbruch irgendwann kommt, war abzusehen. Natürlich ist der Zeitpunkt nicht ideal, aber wir arbeiten in Ruhe weiter. Wir brauchen ein Erfolgserlebnis, dann geht es auch wieder aufwärts“, sagt Duszenko. Gelegenheit, ein solches einzufahren, haben die Wizards bereits am Freitag, wenn der ESV Bayreuth zu Gast auf der Stuttgarter Waldau ist. Die Wagnerstädter stecken in einer ähnlichen Situation wie die Zauberer. In der Südost-Gruppe gleichfalls knapp am Einzug in die Meisterrunde gescheitert, sucht auch der andere Hauptrunden-Sechste noch seine Form und hat ebenfalls erst vier Zähler eingefahren. Dass es gegen die Tigers freilich sehr schwer wird, ist dem 53-Jährigen klar. „Bayreuth hat ein sehr ausgeglichenes Team und mit Ben Maidment, Dave Tremblay und Jarret Reid Top-Ausländer in seinen Reihen. Wir werden alles geben, um erfolgreich zu sein. Die Mannschaft ist heiß und möchte die drei Punkte auf alle Fälle in Stuttgart behalten.“

Was die Auswahl des spielenden Personals angeht, kann Stuttgarts Coach Wilbert Duszenko indes aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Marc Mundil, der nach seiner Knieverletzung immer noch nicht ganz fit ist, können alle Mann auflaufen. Duszenkos Bayreuther Kollege Doug Irwin muss hingegen auf seinen Torhüter Dennis Endras verzichten. Der 18-Jährige erhielt eine Einladung zur U 19-Nationalmannschaft. Ebenfalls nicht im Bayreuther Aufgebot steht Verteidiger Manuel Beyer, für den die Saison nach einer Kapselverletzung in der Hand beendet sein dürfte. Erst kurzfristig entscheiden wird sich der Einsatz von Abwehr-Routinier Petr Precan, der noch an den Nachwirkungen eines Nasen- und Jochbeinbruchs laboriert. Stuttgarts Trainer Duszenko baut auf die Anhänger. „Natürlich ist die Situation für uns schwierig, denn wir haben uns den Verlauf der Abstiegsrunde sicher anders vorgestellt. Die Fans sollten jetzt aber hinter der Mannschaft stehen. Das Team hat die Unterstützung verdient – auch wenn es gerade nicht so läuft. Schließlich haben wir als Aufsteiger bislang eine tolle Saison gespielt“, hofft Duszenko auf guten Besuch am Freitag und ist sicher: „Wenn alle – Vorstand, Mannschaft und Fans – gemeinsam an einem Strang ziehen, kommen wir schnell aus dem Tal heraus.“ Am Sonntag reisen die Wizards nach Franken zum Höchstadter EC. Vor drei Jahren verpassten die Zauberer in zwei dramatischen Spielen gegen die Alligators nur hauchdünn den Aufstieg in die damalige Regionalliga Süd. „Da ist natürlich noch eine Rechnung offen, die wir begleichen möchten. Spielen wir diszipliniert und nutzen unsere Chancen konsequenter als zuletzt, können wir als Sieger vom Eis gehen – und das ist ganz klar unser Ziel, auch wenn es nicht einfach wird“, hofft Wizards-Trainer Wilbert Duszenko auf einen Punktgewinn im Aischgrund.


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