Moral im Schlussabschnitt rettet dem EHC München einen Punkt

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Vier Punkte konnte der EHC München aus dem "Hannover-Wochenende" verbuchen. Nach einem knappen 3:2 Sieg am vergangenen Freitag, reichte es am Pferdeturm lediglich zu einem Punkt. Allerdings war das 2:3 (0:1,0:1,2:0) n.P. mehr ein gewonnener denn zwei verlorene Zähler, sah es doch zunächst nach einem klaren Dreier für die Indians aus. Erst durch eine Energieleistung im Schlussabschnitt konnten die Gäste einen 0:2 Rückstand egalisieren und sich letztendlich in das Penalty-Schießen retten. Dort waren die Hausherren die glücklichere Mannschaft. Nichtsdestotrotz haben die Oberbayern am kommenden Dienstag im Schlagerspiel gegen Dresden die Möglichkeit, mit einem Dreier an die Spitze der Tabelle zu rücken. Nicht mitwirken bei diesem Unterfangen wird Beppi Eckmair. Er erhielt nach einem Stockschlag mit Verletzungsfolge eine Spieldauerstrafe, muss somit die nächste Partie von der Tribüne verfolgen.



Es war von Beginn an die erwartet schwere Aufgabe. Die Gastgeber versuchten vor 2317 Zuschauern den Südrivalen unter Druck zu setzen und das Spiel zu machen. Zwingende Möglichkeiten resultierten aus der optischen Überlegenheit indes noch keine. München beschränkte sich zunächst ausschließlich auf die Sicherung der eigenen Räume. Im Tor bekam Dennis Hipke den Vorzug vor dem zuletzt überspielt wirkenden Jochen Vollmer. Hipke präsentierte sich in so mancher Situation hellwach und hatte einzig beim Führungstreffer der Niedersachsen das Nachsehen. Im Powerplay hämmerte Bradley Bagu die Scheibe per Schlagschuss in die Maschen. Die knappe Führung ging insoweit in Ordnung, da die Indians die aktivere Mannschaft stellten.



Nach der Pause versuchte sich nach einigen Minuten des Leerlaufs auch der Tabellenzweite bisweilen in der Offensive. Hierbei zeigte Indians-Kepper Roman Kondelik ein ums andere Mal seine Klasse, war stets Endstation Münchner Bemühungen. Turbulente Szenen nach einer halben Stunde: Beppi Eckmair wurde nach einem Stockschlag zum Duschen geschickt, Hannover nutzte den Vorteil. Erneut war es Brad Bagu, der im Nachschuss erfolgreich war. Hipke konnte den ersten Versuch des ECHI-Kapitän noch entschärfen, war Sekunden später aber machtlos. Immerhin verabschiedete sich unmittelbar darauf auch Derek Switzer, als er mit dem hohen Stock eine Verletzung in Tim Leahys Gesicht herbeiführte. Trotz Übergewicht vermochten die Münchner Kondelik jedoch nach wie vor nicht zu bezwingen.



Es war fast zu befürchten, dass die Messestädter die Begegnung mit ihrer stabilen Defensive gefahrlos nach Hause spielen. Dann aber kam doch noch das "Hallo-Wach"- Erlebnis auf Seiten der Gäste. Schorschi Kink sorgte per Abstauber für den Anschlusstreffer, nachdem Kondelik einen Newhook-Kracher nicht hatte festhalten können. Die Dramaturgie war nunmehr auch am Pferdeturm angekommen, das Spiel lebte von der Spannung. Trotz toller Moral und unermüdlichen Anrennens bedurfte es der Hilfe des Gegners, um doch noch den Gleichstand herbeizuführen. Peter Fregoe wusste sich nicht anders zu helfen, als das Gehäuse von Kondelik vor den Augen des Unparteiischen aus der Verankerung zu hieven. Den in regelkonformer Konsequenz verhängten Alleingang verwandelte Ron Newhook zum vielumjubelten Ausgleich. Im Penalty-Schießen - die Overtime verstrich ohne Höhepunkte - hatten die Hausherren das Glück wieder auf ihrer Seite. Klaas Feser traf als Einziger der zehn Schützen und sorgte somit für den Zusatzpunkt. Dennis Hipke bekam nach der Partie noch ein Sonderlob von Manager Winkler, der Übermotivation für die anfänglichen Schwierigkeiten ausmachte. (orab)

Tore:

1:0 (17:00) Bagu (Ciganovic, Switzer 5-4), 2:0 (30:20) Bagu (Fregoe, Hecker 5-4), 2:1 (45:02) Kink (Newhook), 2:2 (58:22) Newhook (Penalty), 3:2 (65:00) Feser (GWP)

Strafen: Hannover 8+5+Spieldauer (Switzer) - München 16+10 (Burman) +5+Spieldauer (Eckmair)

Schiedsrichter: von de Fenn (EC Peiting im TSV)

Zuschauer: 2317

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