Mit 4:2 (3:0, 1:0, 0:2) gewannen die Roten Teufel Bad Nauheim ihr letztes Testspiel gegen die Salle Bulls Halle. War es anfänglich ein typisches Vorbereitungsmatch mit deutlichen Vorteilen für die Hausherren, entwickelte sich ein hartes Spiel mit Spieldaue

Mit 4:2 (3:0, 1:0, 0:2) gewannen die Roten Teufel Bad Nauheim ihr letztes Testspiel gegen die Salle Bulls Halle. War es anfänglich ein typisches Vorbereitungsmatch mit deutlichen Vorteilen für die Hausherren, entwickelte sich ein hartes Spiel mit SpieldauMit 4:2 (3:0, 1:0, 0:2) gewannen die Roten Teufel Bad Nauheim ihr letztes Testspiel gegen die Salle Bulls Halle. War es anfänglich ein typisches Vorbereitungsmatch mit deutlichen Vorteilen für die Hausherren, entwickelte sich ein hartes Spiel mit Spieldau
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Der erste Abschnitt war nur in den Anfangsminuten ausgeglichen: eine Chance von Lavallee musste Halles Goalie Steinhauser in der ersten Minute vereiteln, in der dritten Minute hatte Eichelkraut die Führung für die Bulls auf dem Schläger. Aber auch Markus Keller war sofort im Spiel und parierte souverän. Mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Roten Teufel, die mit vier Blöcken agierten, das Geschehen. Spielerisch kam man immer wieder vor den Kasten der Sachsen-Anhalter, in der 8.Minute nutzte schließlich Kevin Lavallee eine mustergültige Vorlage von Stanley zum 1:0 für die Hausherren. Nur 130 Sekunden später stand Matthias Baldys goldrichtig und verwertete einen Rebound nach einem Striepeke-Schuss zum 2:0. Halle schien bereits zu diesem Zeitpunkt aufzustecken, anders ist die Kombination der ersten EC-Reihe in der 12.Minute kaum zu erklären, nachdem Lavallee, Schwab und Gare die Bulls wie Slalomstangen stehen ließen. Kapitän Gare schloss diesen schönen Spielzug zum 3:0 ab. Die Gastgeber ließen es fortan ein wenig lockerer zugehen, so dass Halle zumindest sporadisch vor das Gehäuse von Markus Keller kam. Gefährliche Szenen waren hier aber kaum dabei, so dass es mit einem komfortablen Vorsprung in die erste Pause ging.

Mit Beginn des Mittelabschnitts kamen die Bulls mit mehr Aggressivität aus der Kabine, Markus Keller musste zwei Mal gegen Grass und Eichelkraut in höchster Not eingreifen. Fred Carroll stellte unterdessen seine Formationen komplett um, nachdem seine offenkundigen Wunschblöcke im ersten Abschnitt eindrucksvoll harmonierten. Man nutzte also diesen letzten Test zu dem, was er an Erkenntnissen bringen soll. Der ganz große Druck der Hausherren blieb zunächst aus, dennoch kontrollierte man das Match fast nach Belieben. In Unterzahl hatte Gare in der 27.Minute freistehend die Riesenchance, doch sein Schuss unter die Latte hielt Steinhauser, der sich kontinuierlich steigerte. Nach einem üblen Kniecheck mit Verletzungsfolge an Dennis Cardona musste Halles Schmelcher in der 28.Minute mit einer Spieldauerstrafe vorzeitig zum Duschen, der Bad Nauheimer Stürmer musste fortan passen und konnte nicht mehr mitwirken. Die Hausherren bekamen also ausreichend Gelegenheit, das Überzahlspiel zu proben, Tobias Schwab nutzte die fünf Minuten Powerplay zum 4:0 mit einem fulminanten Blueliner. Noch vor Ende des Drittels verletzte sich Halles Eichelkraut an der Hand und konnte ebenfalls nicht mehr mitwirken. Zudem musste bei Bad Nauheim Matthias Baldys (Rippenverletzung) passen, Christian Franz war ohnehin nicht mit von der Partie aufgrund einer Trainingsverletzung (Prellung am Fuss).

Im letzten Drittel kam es noch einmal zu unnötiger Härte seitens der Gäste: in der 42.Minute foulte Zille Manuel Weibler mit einem Check an die Bande, der Bad Nauheimer Stürmer musste mit einer klaffenden Wunde an der Lippe (musste mit zehn Stichen genäht werden) in die Kabine und musste den Rest des Spiels ebenfalls passen. Eine Matchstrafe gegen Zille war die logische Folge, dennoch konnte Halle aufgrund Strafen gegen die Roten Teufel, die das Foul rächen wollten, Überzahl spielen. Troy Bigam nutzte diese Situation zum ersten Hallenser Tor in der 43.Minute. In der Folgezeit nahmen sich beide Seiten zurück, so dass sich kaum noch etwas auf dem Eis ereignete. Erst ein Check von Maaßen an Wunderlich in der 46.Minute, der eine Spieldauer nach sich zog, brachte noch einmal Chancen für die Gäste in Überzahl. Moallim nutzte diese zum 4:2-Endstand. Unter dem Strich war es ein souveränes erstes Drittel zugunsten der Roten Teufel, erst die großen Strafen machten aus dem Freundschafts- ein hartes und umkämpftes Spiel. Dennoch fahren die Hessen einen mehr als verdienten Sieg ein, fraglich ist allerdings, ob die verletzten Akteure am Freitag zum Auftakt wieder zur Verfügung stehen.

Tore: 1:0 (7:50) Lavallee (Stanley, Maaßen), 2:0 (10:00) Baldys (Striepeke, May), 3:0 (11:14) Gare (Schwab, Lavallee), 4:0 (28:45) Schwab (Gare, Maaßen/5-4), 4:1 (42:50) Bigam (Lehmann, Glück/5-4), 4:2 (56:58) Moallim (Veltwisch, Turenwald/5-4. Strafen: ECN 12 + 10 (Gare) + 5 + Spieldauer (Maaßen), Hall10 + 5 + Spieldauer (Schmelzer) + Matchstrafe (Zille). Zuschauer: 500.

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