Misslungener Auftakt

Schon wieder zweistellig verlorenSchon wieder zweistellig verloren
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Nach der sehr deutlichen 1:10-Auswärtsschlappe gegen die Rostock Piranhas war man auf Seiten von Deggendorf Fire gegen den Altmeister aus Füssen bereits unter Zugzwang, wollte man doch vor heimischen Publikum zeigen, dass man der Herausforderung Oberliga gewachsen ist und der Auftritt in Rostock nur ein Ausrutscher war. Doch am Ende stand erneut ein klares 2:7 (2:1, 0:3, 0:3).

Fire startete mit Elan in das Spiel und John Sicinski hatte bereits in der zweiten Spielminute die Chance seine Farben in Führung zu bringen. Doch wie auch schon in Rostock kassierte Fire im direkten Gegenzug ein sehr frühes Gegentor. Der Füssener Naumann konnte etwas glücklich zur zwischenzeitlichen 0:1 Führung für die Allgäuer einnetzen. Deggendorf steckte jedoch nicht auf und kam bereits wenige Sekunden später bei numerischer Überlegenheit zum 1:1-Ausgleich. Der Füssener Goalie konnte einen satten Schuss von Jan Schinköthe nur abprallen lassen und Manuel Bayer ließ ihm im Nachschuss keine Chance. In der Folgezeit gab es Chancen auf beiden Seiten und Reinhard Haider im Deggendorfer Tor hatte mehrmals Gelegenheit sich auszuzeichnen. In der 13. Minute schließlich konnte der 16-jährige Nico Wolfgramm, der nach dem Ausfall von Patrick Landstorfer an der Seite von Jan Schinköthe verteidigte und seine Sache gut machte, nach ansehnlicher Kombination mit Collingham und Thomassian zur viel umjubelten 2:1-Führung abschließen.

Hatten sich die Deggendorfer im ersten Drittel noch taktisch klug verhalten und waren in der Defensive bissig, verfielen sie im Mitteldrittel immer mehr in die Fehler, die bereits am Freitag das K.o. bedeuteten. Zu oft kam es zu Scheibenverlusten im Spielaufbau und da die nach vorne gehenden Verteidiger nicht nach hinten abgedeckt wurden, fiel es den Füssenern nicht schwer durch geschicktes Passspiel zu Überzahlsituationen vor dem Tor von Reinhard Haider zu kommen. So konnten die beiden Füssener Kontingentstürmer Nadeau (30.) und Weitzel (37.) den Rückstand ihres Teams in eine Führung ausbauen. Ein ums andere Mal brachten sich die Deggendorfer durch individuelle Fehler selbst in Bedrängnis und waren in den Zweikämpfen auch meist einen Tick zu spät. So war es nur eine Frage der Zeit bis Nick Anderson die Füssener Führung auf 4:2 ausbauen konnte (40.).

Im letzten Drittel reagierte Günter Eisenhut und stellte die Reihen um. Greilinger stürmte jetzt an der Seite von Sicinski und Kulzer. Doch auch dieser Änderung blieb der Erfolg verwehrt. Sowohl in der 45. (Häfele) als auch in der 46. Spielminute (Vaitl) wurden die DSC’ler nach individuellen Fehlern klassisch ausgekontert. Einige Male konnte Haider die Füssener Alleingänge auf sein Tor vereiteln, aber zu oft wurde er von seinen Mannschaftskameraden im Stich gelassen. Den Schlußpunkt zum 2:7 für die Allgäuer setzte der starke Häfele in der 59. Minute.

Besonders die sogenannten Führungsspieler von Fire wie Greilinger, Sicinski, Kulzer und Schinköthe blieben über das gesamte Spiel hin blaß und konnten kaum Akzente setzen. Auch die beiden Neu-Importe Thomassian und Collingham konnten abgesehen vom ersten Drittel nicht die ihnen zugedachte Rolle einnehmen. Nur die „jungen Wilden“ wussten durch ihr Engagement zu überzeugen. Hier steht Coach Günter Eisenhut kommende Woche noch viel Trainingsarbeit ins Haus, vor allem weil mit Landstorfer (Leistenverletzung) und Simbeck (Handverletzung) zwei wichtige Akteure zumindest auch das nächste Wochenende noch fehlen werden.

Tore: 0:1 (2.) Naumann (Bezshchasnyy, Scharpf), 1:1 (3.) Bayer (Schinköthe, Greilinger/5-4), 2:1 (13.) Wolfgramm (Thomassian, Collingham), 2:2 (30.) Nadeau (Weitzel, Virta), 2:3 (37.) Weitzel (4-4), 2:4 (40.) Anderson (Naumann, Häfele), 2:5 (45.) Häfele (Weitzel, Nadeau), 2:6 (46.) Vaitl (Ziegler), 2:7 (59.) Häfele (Anderson, Nadeau). Strafen: Deggendorf 14, Füssen 10. Zuschauer: 730.

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