Minikader schlägt sich achtbar

"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz
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Mit gerade mal zwölf Feldspielern angetreten, war es im Grunde genommen nur eine Frage der Höhe der Niederlage, aber gegen den haushohen Favoriten aus Ravensburg schlugen sich die Roten Teufel Bad Nauheim achtbar und hielten das Resultat in Grenzen. Eckmair erzielte hierbei den Ehrentreffer zum zwischenzeitlichen 1:3. Am Ende stand es 1:4 (0:2, 0:1, 1:1).

Zwar machte sich Sascha Mader mit dem Team warm, er musste letztendlich aber auf einen Einsatz verzichten, nachdem er beim Spiel in Crimmitschau eine Rückenwirbelverletzung davon trug. Neben ihm fehlten mit Patrick Schmitt (gesperrt), Martin Prada (Gehirnerschütterung) und Petja Pietiläinen (Schulterprellung) gleich drei weitere Angreifer, so dass Brett Larson in die Offensive rücken musste, damit man zumindest acht Stürmer vorweisen konnte. Hinzu kamen Leistenverletzungen von Eckmair und Michel, die sich aber beide in den Dienst der Mannschaft stellten. Zu allem Unglück brach sich Oliver Hackert im ersten Abschnitt den kleinen Finger, aber auch er biss auf die Zähne. Da kamen einem die 19 Feldspieler der Oberschwaben fast schon übermächtig vor, so dass man das Schlimmste befürchten musste. Die Hausherren kämpften aber trotz der Unterzahl und machten den Gästen, die nach dem Samstagsspiel in Berlin direkt angereist waren, das Leben schwer. Trotzdem setzte sich die spielerische Klasse des Aufstiegskandidaten durch, so markierten Fritz (3.) und Muller (16.) zwei schön heraus gespielte Tore zur 2:0-Pausenführung für den EVR.

Auch im Mittelabschnitt hielten die Teufel mit allem dagegen, was sie aufbieten konnten, mehr als ein EVR-Tor durch Schütz (28.) sprang demnach auch nicht für den EVR heraus. Allerdings zeigten die Gäste auch nicht das komplette Programm, zu anstrengend war die lange Reise und der 5:3-Sieg bei den Eisbären. Sie machten aber trotzdem klar, wer die drei Punkte im Kampf um die Tabellenspitze wollte, so dass sie stets spielbestimmend blieben.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer für die gut 1000 RT-Fans dann nach 15 Sekunden im letzten Abschnitt: nach einem gewonnenen Bully zog Eckmair ab, und Dillmann, der bis dahin einen relativ ruhigen Abend verlebte, war zum 1:3 überwunden. Ganze 25 Sekunden später klingelte es aber schon wieder auf der anderen Seite, als erneut Schütz den 1:4-Endstand erzielte. Damit war das Match gelaufen, denn nun waren natürlich auch die Kräfte bei den Hausherren am Ende, was in Anbetracht des Minikaders nicht verwunderte. In Hinsicht der anstehenden Aufgaben müssen aber nun dringend Verstärkungen her, will man dem eigenen Publikum attraktive Spiele bieten und den Kader in Hinblick auf die Abstiegsrunde schlagkräftig formieren.

STIMMEN ZUM SPIEL:

Gerhard Brunner: "Ich bin mit den drei Punkten sehr zufrieden. Wir sind seit Samstag früh um 5 Uhr unterwegs und haben 1.800 Kilometer abgespult. Wir haben aber noch mal alles gegeben, denn Nauheim hat trotz des kleinen Kaders gut dagegen gehalten. Diese Leistung muss man anerkennen. Es war ein insgesamt gutes Spiel, in dem wir aber ein Übergewicht gehabt haben."

Bill Lochead: "Mehr konnte man von meinem Team heute nicht erwarten. Der Wille und der Einsatz waren zwar da, aber letztendlich war nicht mehr drin. Wir müssen nun dringend die personellen Probleme lösen und nach vorne schauen. Langfristig kann für uns nur ein Erfolg in der Abstiegsrunde das Ziel sein."

Tore: 0:1 (2:36) Brent Fritz (Peter Kraus, Tobias Zappe), 0:2 (15:54) Mike Muller (Ron Newhook, Peter Campbell), 0:3 (27:17) Markus Schütz (Reiko Berblinger, Mike Dolezal), 1:3 (40:15) Josef Eckmair (Josh Barker, Mikko Kainulainen), 1:4 (40:50) Mike Dolezal (Reiko Berblinger, Markus Schütz). Strafen: Bad Nauheim 12, Ravensburg 12. Zuschauer: 1037.

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