Main-Derby, Teil I - Mighty Dogs schicken die Haie mit 6:1 nach Hause

Mighty Dogs auch gegen Dresden erfolgreichMighty Dogs auch gegen Dresden erfolgreich
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Im dritten und damit vorletzten Derby zwischen den Schweinfurt Mighty Dogs und dem ERC Hassfurt konnte es nur einen Sieger geben: Die Hausherren spielten ihre in dieser Saison unbestrittenen Überlegenheit aus und kamen zu einem nie gefährdeten 6:1-Erfolg (1:0, 3:0, 2:1), der auch in dieser Höhe hochverdient war.

Die Gäste aus Hassfurt hatten sich laut Aussage ihres Trainers Stefan Kagerer fest vorgenommen, hart und körperbetont zu spielen und ein konzentriertes Schweinfurter Aufbauspiel erst gar nicht zuzulassen. Das Vorhaben wurde zunächst auch konsequent umgesetzt, allerdings auf Kosten von sechs Hinausstellungen allein im ersten Spielabschnitt. Der zweite von drei Kühlbox-Aufenthalten des Verteidigers Jakub Körner wurde zum Leidwesen seiner Mannschaftskameraden zur 1:0-Führung der Mighty Dogs genutzt (8., Rob Frost).

Ansonsten bekamen die gut 3.000 Zuschauer im Schweinfurter Icedome zunächst nur „Hausmannskost“ zu sehen: Beide Teams kämpften verbissen um jeden Puck, gefällige Kombinationen blieben Mangelware.


Im zweiten Spielabschnitt nahmen die Hausherren das Heft in die Hand und drängten die Hassfurter, die sich weiter regelmäßig Strafzeiten einhandelten, in deren eigenes Drittel und schossen Gästetorwart Bibi Appel „warm“. Der wie entfesselt aufspielende Youngster Danny Albrecht krönte seine bis dato beste Leistung im Mighty-Dogs-Dress mit dem Treffer zum 2:0. Welch eine Genugtuung, nachdem Albrecht in der letzten Saison noch für die Hassfurt Sharks spielte und damals laut eigener Aussage seine „nicht unbedingt schönste Zeit“ erlebte. „Der Junge war heute wirklich gut“, bestätigte Jari Pasanen nach der Pressekonferenz. Der Dogs-Trainer hatte extra die Reihen umgestellt, um die sprichwörtliche „Wut im Bauch“ seines Schützlings richtig zur Geltung zu bringen.


Da die Schweinfurter nur dreizehn Sekunden nach Albrecht’s Tor auf 3:0 durch Marcel Juhasz erhöhten und Torwart Thomas Wilhelm wieder einmal ein solider Rückhalt seiner Mannschaft war, war die Partie nach dieser 31. Spielminute entschieden. Das Highlight im zweiten Drittel war aber dem Kapitän höchstpersönlich vorbehalten: In Unterzahl schickte Verteidiger Steffen Görlitz Lars Müller auf die Reise – „unser Vorzeigeprofi“ verlud Bibi Appel und schob zum vielumjubelten 4:0 ein.


Im Schlussabschnitt saß der Neuling im Team der Haie, Peter Bournazakis, zunächst seine Strafzeiten Nummer drei und vier ab – und später die von Trainer Kagerer verpasste Denkpause auf der Spielerbank, obwohl der bullige Neuzugang in der 47. Minute auf 1:4 verkürzt hatte. Seinem Kollegen Matt Holmes erging es noch schlimmer: Er kam überhaupt nicht mehr zum Einsatz, „weil“ ihn Kagerer „vierzig Minuten lang nicht gesehen“ hatte.


Chris Gustafson’s sehenswerter Treffer zum 5:1 und das wenige Sekunden vor Spielende herausgespielte 6:1 durch den nimmermüden Sergej Waßmiller waren das Ergebnis der mannschaftlichen Geschlossenheit, mit der die Mighty Dogs auch heute zu Werke gingen.


In der Pressekonferenz verwies Haie-Trainer Kagerer auf seine Aussagen vor Saisonbeginn: „Hassfurt wird gegen den Abstieg spielen“ und wünschte sich, dass „die Verletzten bis zum Beginn der Abstiegsrunde wieder an Bord sind, um diese Spiele dann erfolgreich zu bestreiten“. Der Gästetrainer ist um seinen schwierigen Job derzeit sicher nicht zu beneiden. Heute schied Sandro Pagani mit Verdacht auf Kieferbruch aus, wodurch sein Kader weiter schrumpft. Garrison hatte hohes Fieber und konnte nur vierzig Minuten mitwirken. Warum jedoch der sichtlich angeschlagene Bibi Appel auflief und trotz schmerzverzerrtem Gesicht (wie nach dem 5:1) oder nach einem klaren 0:4-Rückstand nach 40 Minuten nicht durch den gesunden Markus Nachtmann ersetzt wurde, wird wohl das Geheimnis von Stefan Kagerer bleiben.


Jari Pasanen, der von den Fans auf dem Eis ebenso frenetisch gefeiert wurde, wie Idol Jamie McKinley, bescheinigte seinen Jungs eine tolle Leistung, „obwohl wir am Anfang sehr nervös waren“. Seine Reihenumstellungen wollte er nicht kommentieren – „das mache ich dann nach dem zweiten Derby am Dienstag Abend“. McKinley bedankte sich in der Stunde des Triumphes auch bei seinen vielen Mitarbeitern, die im Hintergrund arbeiten, aber „an solchen Erfolgen ihren Anteil haben“.

(mightydogs.de)

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