Langsam wird es eng - Falken verlieren knapp in Ravensburg

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
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Was ist los mit den Heilbronner Falken? Diese Frage stellt sich immer öfter im

Verlauf der Meisterrunde. Die Hauptrunde noch als "Süddeutscher

Meister" zuletzt mit sieben Siegen in Folge abgeschlossen, konnten die Käthchenstädter

aus den vergangenen fünf Spielen gerade einmal einen Sieg verbuchen. Sie stehen

jetzt mit 4 Punkten immer noch auf dem fünften Platz der Tabelle, allerdings

konnte Ravensburg den Abstand auf Platz 4 durch den Sieg gegen Heilbronn auf fünf

Punkte ausbauen. Es war also ein durchaus wichtiges Spiel, dass die Unterländer

am Freitag in Ravensburg zu bestreiten hatten.


In den ersten fünf Minuten sah es ganz danach aus, als ob sich die schwache

Leistung der Falken nahtlos fortsetzen würde. Die Oberländer zeigten von der

ersten Sekunde an einen starken Zug zum Tor. David Belitski rettete seine

Mannschaft mit vollem Körpereinsatz immer wieder vor dem frühen Rückstand.

Dann endlich schien ein Ruck durch das Falken-Team zu gehen. Immer öfter

tauchten sie vor Markus Hätinen im Ravensburger Tor auf. Doch wie schon in den

Spielen zuvor, die Chancenverwertung ließ sehr stark zu wünschen übrig. Der

Heilbronner Stürmer Philipp Schlager beschrieb es im Interview für den

Liveticker mit den einfachen Worten: "Wir kämpfen zwar, aber die

Chancenverwertung ist nicht gut. Wir hau´n die Dinger einfach nicht rein!"



So ging es torlos ins zweite Drittel. Auch dort stand zunächst David Belitski

im Mittelpunkt. Bis sich die Falken wieder darauf besannen wie man vor das

gegnerische Tor gelangt. Gerade als das Spiel zu laufen begann, musste Cory

Holden in die Kühlbox. Die Überzahl wurde von Ravensburg eiskalt genutzt. Die

für ihre Powerplay-Tore bekannten Dan Heilman und Todd Wetzel waren

erfolgreich. Heilman spielte einen Zuckerpass zu

Wetzel, der Belitski keine Chance ließ. Doch die Falken wären nicht die

Falken, wenn sie sich dadurch hätten unterkriegen lassen. Und so schlugen sie,

auch in Überzahl, zurück. Marco Schütz passte auf John Kachur und dieser

erzielte den Ausgleich. Ein Unentschieden in diesem Drittel wäre verdient

gewesen, doch Ravensburg wollte sich damit nicht zufrieden geben. Wieder in Überzahl,

Marc Bruns hütete die Strafbank, netzte Jarkko Varvio kurz vor Drittelende zur

2:1 Führung ein.


Im Schlussabschnitt standen hauptsächlich David Belitski und die katastrophale

Chancenverwertung der Falken im Mittelpunkt. Zwar tauchten sie immer öfter vor

Markus Hätinen auf, waren im Abschluss aber einfach zu harmlos. Selbst als

David Belitski seinen Kasten für einen sechsten Feldspieler räumte, wollte der

ersehnte Ausgleich nicht fallen. Und so gingen die Heilbronner ein weiteres Mal

als Verlierer vom Eis. Trainer Rico Rossi fand auf der Pressekonferenz die

passenden Worte: "Ich mache meiner Mannschaft keinen Vorwurf, denn sie

haben alles gegeben. Und zum Glück ist es im Eishockey nicht wie im Fußball,

denn wir können 48 Stunden später nochmal gegen die gleiche Mannschaft unser Können

beweisen." Und das sollten die Falken auch tun. Am Sonntag beim Heimspiel

muss ein Sieg her, sonst rückt die Play-off Qualifikation in weite Ferne.

(FG82)


Tore:

1:0 EVRA 29:00 Wetzel 

1:1 HNFA 35:00 Kachur 

2:1 EVRA 39:00 Varvio 



Strafminuten: EV Ravensburg: 10 - Heilbronner EC: 18