Krisenstimmung beim EHV Schönheide 09

Krisenstimmung beim EHV Schönheide 09Krisenstimmung beim EHV Schönheide 09
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Am Samstag vor knapp 500 Zuschauern im Schönheider Wolfsbau hielt die Hoffnung, den Saale Bulls aus Halle vielleicht ein Bein stellen zu können, keine zehn Minuten an. Mit dem Doppelschlag zur frühen 2:0-Führung durch Florian Eichelkraut (8.) und Martin Miklik (9.) machte der Tabellenführer deutlich, dass man sich auch von den Wölfen keine Punkte abnehmen lassen wollte. Frust statt Lust dagegen bei den Wölfen, bei welchen Thorsten Fischer nach einem unnötigen und harten Einsteigen gegen Halles Roy Hähnlein bereits zum zweiten Mal in dieser Saison mit einer Fünf-Plus-Spieldauerstrafe vom Eis flog. An dieser Stelle wünschen wir Roy Hähnlein gute Besserung und baldige Genesung. Die darauf folgende Überzahl nutzten die Saale Bulls eiskalt, um mit dem 3:0 durch Alexander Zille (20.) bereits im ersten Drittel für die Vorentscheidung zu sorgen.

Auch im zweiten Abschnitt änderte sich nichts am einseitigen Spielverlauf. Die Saale Bulls waren das spielbestimmende Team und erhöhten durch Tore von Benjamin Thiede (27.) und Sebastian Lehmann (32.) den Spielstand auf 5:0. Eine schöne Einzelleistung von Dustin Hered zum 1:5 sorgte in der 33. Minute dann doch für etwas Regung beim Wölfeanhang, welcher, ähnlich dem Geschehen auf dem Eis, den gut gelaunten und rund 60 mitgereisten Bullsfans klar unterlegen war. So durften im zweiten Drittel auch die Gästefans noch einmal jubeln, als Arthur Gross in der 36. Minute zum 6:1 für die Saale Bulls traf.

Gleiches Bild auch bis zum Ende des Spiels. Halle nahm zwar deutlich das Tempo heraus und dennoch waren die Saale Bulls mindestens eine Klasse besser als die Wölfe. Der Beweis waren vier weitere Gästetore durch Waldemar Detterer (45.), Roman Wunderlich (48.), Martin Miklik (53.) und Alexander Zille (60.), bei nur noch einem Torerfolg durch Martin Vojcak (58.) auf Schönheider Seite, zum 2:10- Endstand aus Wölfesicht.

Am Sonntag in Leipzig erhoffte man sich, dass die Wölfe eine Reaktion auf die Niederlage gegen Halle zeigen. Klare Vorgabe war ein Sieg, doch schon mit Beginn des Spiels merkte man, dass es schwer werden würde, so einfach mal gegen die Ice Fighters zu gewinnen. Der Blue-Lions-Nachfolger gab auch sofort die Marschrichtung vor, während die Wölfe vor allem in der Defensive sehr verunsichert wirkten. Ein krasser Abwehrfehler sorgte dann auch für die schnelle 1:0- Führung (2.) für die Gastgeber. Der EHV 09 kam mit der aggressiven Spielweise der Ice Fighters anfänglich nicht zurecht, verlor viele Laufduelle und Zweikämpfe und konnte sich bei Goalie Tim Schnelle bedanken, dass den Hausherren zunächst kein weiterer Treffer gelang. Die Wölfe waren, wenn überhaupt, fast ausschließlich nur über Konter gefährlich, doch selbst klarste Chancen wurden leichtfertig vergeben, so dass es bis zur ersten Pause beim knappen Rückstand blieb.

Ein völlig anderes Spiel erlebten die über 500 Zuschauer dann im zweiten Abschnitt. Die Wölfe schienen sich an ihre spielerische Stärke zu erinnern und übernahmen das Spielgeschehen auf dem Eis. Leipzig kam kaum noch vor das Schönheider Tor, doch hatten die Ice Fighters mit Adam Ondraschek einen bärenstarken Keeper im Tor, welcher mit Paraden im Minutentakt die Stürmer des EHV 09 schier zur Verzweiflung brachte. In der 35. Minute schien der Bann dann endlich gebrochen, als Miroslav Jenka zum verdienten und längst überfälligen 1:1- Ausgleich traf. Die Wölfe hätten nach dem zweiten Drittel eigentlich mit mindestens zwei Toren Unterschied führen müssen, doch zum einen die mangelnde Chancenverwertung und zum anderen Ondraschek ließen keinen weiteren Torjubel zu.

Auch zu Beginn des Schlussdrittels schienen die Kräfteverhältnisse zunächst klar verteilt. Schönheide berannte förmlich das Gästetor, doch ging man wieder viel zu fahrlässig mit seinen Möglichkeiten um. Die Quittung folgte in der 45. Minute, als die Leipziger wie aus dem Nichts durch Flather plötzlich mit 2:1 in Führung gingen. Nur weinige Sekunden später war die Partie dann vollends auf den Kopf gestellt, als erneut Flather in Überzahl auf 3:1 für die Gastgeber erhöhte. Zumindest den Kampfgeist konnte man den Wölfen am Sonntag wieder einmal nicht absprechen, denn trotz des Schocks setzte der EHV 09 alles auf eine Karte und glich durch Tore von Pavel Weiss (49.) und Miroslav Jenka (53.) noch zum 3:3 aus. Tragisch und absolut zur derzeitigen Situation bei den Wölfen passend, fiel dann die Entscheidung im Spiel. Als alle zumindest nur in Gedanken schon in der Verlängerung waren, schienen die Wölfe unverständlicherweise schon ein paar Sekunden früher mit der regulären Spielzeit abgeschlossen zu haben. Die Ice Fighters nahmen die haarsträubenden Fehler und Unkonzentriertheiten der Gäste dankend an und setzten den Wölfen durch Hadamik 13 Sekunden vor dem Ende den Gnadenstoß.


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