Knapp an drei Punkten vorbeigeschrammt

Wizards stürzen Tabellenführer München vom Platz an der SonneWizards stürzen Tabellenführer München vom Platz an der Sonne
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Es war eines der besten Auswärtsspiele der letzten Wochen, das die Stuttgart Wizards am Freitagabend bei der 1:2 (0:0, 0:0, 1:1, 0:1)-Niederlage nach Verlängerung in der Relegationsrunde beim ERC Selb abgeliefert hat. Lange Zeit sah es sogar nach einem dreifachen Punktgewinn für die Schützlinge von Wilbert Duszenko aus. Dass es letztlich nur ein Zähler wurde, hing mit der mangelhaften Chancenverwertung und Nachlässigkeiten in der Abwehr zusammen. „Wenn man aus Selb alle drei Punkte mitnehmen will, muss man nach dem Führungstor nachlegen. Das haben wir versäumt, und beim Selber Siegtreffer waren alle meine Spieler auf dem Puck statt auf ihre Gegner fixiert. Daran müssen wir arbeiten, um in den nächsten Spielen weiter punkten zu können“, sagte Coach Duszenko mit Blick auf die morgige Heimpartie gegen den Höchstadter EC (22. Februar, 18.45 Uhr, Eissport-Zentrum Waldau Stuttgart). Vor gut 900 Zuschauern in der Hutschenreuther-Eissporthalle in Selb machten die gastgebenden Wölfe von Anfang mächtig Druck und hatten in den ersten zehn Minuten gleich etliche hochkarätige Möglichkeiten, frühzeitig in Führung zu gehen. Auf Wizards-Keeper Tyrone Garner war an diesem Abend aber einmal mehr Verlass und so blieben die Zauberer weiter im Spiel. Da auch Garners gegenüber Kai Fischer einen Glanztag erwischt hatte, konnten die Wizards ihre wenigen Chancen nicht in Treffer ummünzen und es ging ohne Tore in die erste Pause.

Auch im Mitteldrittel waren die Selber Wölfe tonangebend. Sie hatten klare Vorteile im Spielaufbau und kamen so zu zahlreichen hochkarätigen Möglichkeiten, die aber allesamt sichere Beute von Tyrone Garner im Stuttgarter Gehäuse waren. Der Schlussabschnitt war an Dramatik kaum zu überbieten. Die Selber Wölfe drängten auf die endgültige Entscheidung und brannten ein regelrechtes Angriffsfeuerwerk ab. Stuttgarts Torhüter Tyrone Garner erwies sich aber erneut als Fels in der Brandung und brachte die Wölfe-Stürmer mit zahlreichen Glanzparaden an den Rand der Verzweiflung. Mitten in die Drangphase der Gastgeber hinein erklang dann der Stuttgarter Torjubel. In der 50. Spielminute schloss Mike Hofstrand einen Konter erfolgreich zum 1:0 ab. Beim halbhohen Handgelenkschuss des Kanadiers hatte Wölfe-Torhüter Kai Fischer keine Abwehrchance. Kurz danach hätten die Wizards mit zwei Großchancen die drei Punkte vollends sichern können. Diese Möglichkeiten blieben jedoch ungenutzt und stattdessen mussten die Württemberger in der 54. Minute den Ausgleich hinnehmen. Dem von Dale Crombeen erzielten 1:1 ging allerdings ein klares Beinstellen an Wizard Marco Heinrichs hinter dem Stuttgarter Tor voraus, das vom ansonsten souveränen Schiedsrichter mit zwei Minuten hätte bestraft werden müssen. In der Overtime waren die Blau-Gelben zunächst tonangebend und schnürten den ERC Selb in den ersten drei Minuten regelrecht in dessen Drittel ein, scheiterten dabei allerdings auch mit zwei „Hundertprozentigen“ am Torhüter der Wölfe, Kai Fischer. Im Gegenzug machten die Gastgeber in der 64. Minute mit ihrer ersten echten Chance alles klar, weil die Stuttgarter Abwehr nicht auf der Höhe war. Dreimal konnte Wizards-Keeper Tyrone Garner die Scheibe abwehren, doch beim alles entscheidenden vierten Abpraller konzentrierte sich die Hintermannschaft auf den Puck statt auf ihre Gegenspieler und so hatte der völlig frei vor dem Gehäuse lauernde Kilian Glück keine Mühe, die Scheibe am geschlagenen Garner vorbei zum Selber Siegtor in die Maschen zu befördern. Stuttgarts Coach Wilbert Duszenko: „Meine Mannschaft hat ein gutes Spiel geboten, doch unser altes Problem ist eben auch wieder zu Tage getreten. Wir haben zu wenig Zug zum Tor“, meinte Duszenko. Begeistert von seiner Mannschaft war Selbs Trainer Doug Kacharvich nach der Partie: „Es ist unglaublich, was das Team heute geleistet hat. Im ersten und zweiten Durchgang war Tyrone Garner der Unterschied, er hat sehr gut gehalten. Wir haben nach dem Rückstand Charakter gezeigt. Es war ein toller Sieg, ich bin sehr glücklich“, so Kacharvich. Tore: 0:1 (49:33) Mike Hofstrand (Christian Lorch), 1:1 (53:20) Dale Crombeen (Marc Garthe), 2:1 (63:21) Kilian Glück (Marc Garthe, Dale Crombeen). Strafen: Selb 4, Stuttgart 2. Zuschauer: 912.

Alter Beiname wieder da
Herner EV: Die Miners sind zurück

​Die Miners sind zurück: Der Herner EV wird die langjährige Verbundenheit zum Bergbau und seinen Werten ab sofort wieder fest in seinem Namen verankern und offiziell...

Alligators besetzen zweite Goalieposition
Höchstadter EC verlängert mit Filip Rieger

​Mit Benni Dirksen steht die Nummer 1 im Tor der Alligators bereits fest, Rückhalt beim Höchstadter EC bietet auch in der kommenden Saison Filip Rieger. Der 19-jähri...

Spielerförderung
HC Landsberg kooperiert mit dem ERC Ingolstadt

​Was in der letzten Saison mit Stürmertalent Marvin Feigl so erfolgreich begonnen hat, wird in zur aktuellen Saison nochmals erweitert und ausgebaut: Der HC Landsber...

Risto Kurkinen unterstützt zukünftig Sven Gerike
Icefighters Leipzig holen finnischen Co-Trainer

​Diesen Mann hätten die EXA Icefighters Leipzig sicher auch gerne mal als Spieler vorgestellt. Sein Heimatverein JYP Jyväskylä, in der höchsten Liga Finnlands, vergi...

Wucher-Zwillinge werden Bestandteil der Oberligamannschaft
Eigengewächse laufen für die EV Lindau Islanders auf

​Die EV Lindau Islanders präsentieren mit ihren Eigengewächsen Corvin und Robin Wucher zwei „waschechte“ Lindauer Personalien für die kommende Spielzeit. ...

Schon in der Bezirksliga dabei
Marc Besl bleibt dem EV Füssen treu

​Gebürtiger Füssener, Eigengewächs, bislang nur für den EV Füssen an der Scheibe, seit der Bezirksliga in der ersten Mannschaft aktiv und dabei eine stetige Entwickl...

Stadt Leipzig beschließt Kauf
Kohlrabizirkus wird endgültig das Zuhause der Icefighters Leipzig

​Es ist ein wichtiger Tag für die Icefighters Leipzig. Am Mittwochnachmittag lag der Ratsversammlung im Leipziger Stadtrat eine Beschlussvorlage zum Ankauf des Kohlr...

50-Jähriger spricht aber nicht vom Karriereende
Icefighters Leipzig verabschieden Esbjörn Hofverberg

​Eine Personalie beschäftigte in den letzten Jahren nicht nur die EXA Icefighters Leipzig, sondern die ganze Eishockeygemeinde in Deutschland - Esbjörn Hofverberg. D...

Jetzt die Hockeyweb-App laden!