Knackpunkt Penalty

Peiting: Zweite Nullrunde - Zu viel Respekt und zu wenig SelbstvertrauenPeiting: Zweite Nullrunde - Zu viel Respekt und zu wenig Selbstvertrauen
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In der vierten Partie endeten die Träume des EC Peiting von der Meisterschaft in der Oberliga Süd. Durch die 2:4-Niederlage vor 4600 Zuschauern beim ESV Kaufbeuren musste der ECP, der sich zuvor noch mit 4:3 in eigenen Halle durchsetzte, den Allgäuern den Pokal für Platz eins überlassen.

„Das waren alles knappe Spiele. Kaufbeuren war unter dem Strich aber einen Tick cleverer“, bilanzierte ECP-Coach Leos Sulak nach dem letzten der allesamt hart umkämpften Finalspielen. Die Vorentscheidung fiel bereits im zweiten Drittel. In Peitinger Überzahl erkämpfte sich Webb die Scheibe und setzte zu einem Konter an. Kurz vor dem Kasten zog Ales Kreuzer die Notbremse, woraufhin der gut leitende Unparteiische Ulpi Sicorschi auf Penalty entschied, den Webb (36.) anschließend selbst zum 4:2 verwandelte. Wie schon in den Spielen davor gegen den ESVK geriet die Sulak-Truppe in Rückstand. Nachdem Manfred Eichberger (3.) die erste Chance des Spiels vergab, überwand auf der Gegenseite Rob McFeeters (4.), den an diesem Abend nicht immer sicher wirkenden Stefan Vajs. Der Ausgleich ließ aber nicht lange auf sich warten. Markus Keppeler (7.) lenkte in Überzahl einen Schuss von Milos Vavrusa in den Kasten. Danach hatten Lubor Dibelka und Ales Kreuzer die Führung auf dem Schläger. Sie gelang jedoch wenig später Schury (10.). Nach weiteren guten Gelegenheiten für die Hausherren erhöhte schließlich Switzer (13.) auf 3:1. Aus der Kabine kam der ECP dann mit wesentlich mehr Schwung. Die Partie entwickelte sich nun zum hochklassigen und abwechslungsreichen Schlagabtausch. Richtig spannend wurde es als Kreuzer (27.) auf 2:3 stellte. Danach ging es weiter hin und her. Müller und Keppeler (28.) kamen zu Ausgleichschancen. Die größte Gelegenheit zum 3:3 vergab jedoch Hubbi Schöpf (33.), der von der Strafbank kommend in Richtung Tor eilte, dann aber verstolperte. Wenig später beendete Webb mit seinem Penalty die Peitinger Drangphase. Im Schlussdurchgang war den Gästen das Bemühen die Partie noch zu wenden nicht abzusprechen. Allerdings fehlte nach der langen Saison einfach die Kraft zur Wende. In Partie Nummer drei lief es für die Peitinger im ersten Durchgang nicht recht rund. Nur eine Chance durch Keppeler bekamen die über 2000 Zuschauer zu sehen. Die Kaufbeuren gingen etwas engagierter zu Werke. Oppolzer (8.) traf in Überzahl auch zum 0:1. Nach dem Ausgleich durch Dibelka (25.) wendete sich aber das Blatt. Die Peitinger legten durch Eichberger (25.) gleich das 2:1 nach. Mit zwei Überzahltoren von Kreuzer (35.) und Müller (39.) zogen die Gastgeber bis zur zweiten Pause sogar auf 4:1 davon. Im Schlussdurchgang kamen aber wieder die Allgäuer in Spiel zurück. Nach dem Powerplaytor von McFeeters (45.) und dem Anschlusstreffer von Krabbat (49.) lag der Ausgleich auch mehrfach in der Luft. Die Peitinger brachten den knappen Sieg, mit dem sie das vierte Spiel erzwangen, aber ins Ziel.