Kampfstarke Wizards ringen SC Riessersee nieder

Wizards stürzen Tabellenführer München vom Platz an der SonneWizards stürzen Tabellenführer München vom Platz an der Sonne
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Die Stuttgart Wizards bleiben auf eigenem Eis eine Macht. Am Freitagabend gelang dem von Wilbert Duszenko gecoachten Eishockey-Oberligisten mit dem 5:3 (2:1, 2:2, 1:0) gegen den SC Riessersee der fünfte Heimsieg in Folge und damit der Sprung auf Rang drei der Südstaffel. „Ich bin mit dem Engagement der Mannschaft sehr zufrieden, alle drei Blöcke haben einen guten Job gemacht. Im zweiten Drittel hatten wir etwas unsere Linie verloren, da hätte das Match kippen können. Allerdings hat sich das Team im letzten Durchgang wieder auf die taktischen Vorgaben besonnen und den wichtigen Heimsieg mit konsequentem Spiel gesichert“, zog der Stuttgarter Trainer ein positives Fazit. Am Sonntag, 21.11.2004, 18.30 Uhr, sind die Zauberer zu Gast bei Spitzenreiter EHC München und möchten nachlegen: „Wir sind zwar nur Außenseiter, aber – wenn wir so auftreten wie gegen Garmisch – nicht chancenlos“, zeigt sich Duszenko zuversichtlich.



Am Freitagabend waren die Wizards hoch motiviert und gingen hellwach in die Partie. Gleich zu Beginn hatten die Hausherren etliche gute Möglichkeiten und gingen in der dritten Spielminute durch Michael Heichele in Führung. Der Verteidiger ließ Chris King, Torhüter der Gäste aus Garmisch-Partenkirchen, mit einem satten Schuss von der blauen Linie keine Abwehrchance.

In der Folgezeit entwickelte sich eine rasante Partie mit guten Chancen auf beiden Seiten. Sechs Minuten waren gespielt, als SCR-Stürmer Harry Waibel in Unterzahl eine Unaufmerksamkeit der Stuttgarter Abwehr ausnutzte und zum Ausgleich traf. Die Gäste aus dem Werdenfelser Land kamen besser ins Spiel und sorgten mit schnellen Angriffen immer wieder für Gefahr vor dem Stuttgarter Tor, ohne jedoch Wizards-Schlussmann Tyrone Garner überwinden zu können. Besser machten es die Hausherren in der 14. Minute, als Michel Maaßen aus dem Gewühl vor dem Garmischer Tor heraus zum 2:1-Pausenstand traf.



Im zweiten Durchgang ließen die Wizards dem SCR zu Beginn zu viel Raum und Tyrone Garner musste einige Male Kopf und Kragen riskieren, um den Ausgleich zu verhindern. In der 26. Minute war der Kanadier jedoch machtlos, als Hubert Schöpf mit einem verdeckten Schuss von der blauen Linie den Ausgleich markierte. Dieser Treffer schien die Werdenfelser zu beflügeln, die nun Oberwasser bekamen. Infolge dessen gelang Thomas Jason Guidarelli nach 32 gespielten Minuten die erstmalige Führung für die Gäste. Vorausgegangen war allerdings ein harter, nicht geahndeter Crosscheck an Wizard Michel Maaßen.

Die Stuttgarter Reaktion auf diesen Treffer war indes typisch für das gesamte Auftreten der Wizards an diesem Abend. Es ging ein Ruck durch das Team, in dem jeder für jeden kämpfte und keinen Zentimeter Eis verloren gab. Vereinzelt sichtbare spielerische Defizite gegenüber dem auf einigen Positionen besser besetzten SCR wurden durch bedingungslosen Einsatz wettgemacht. Dieses Konzept ging mehr als auf: Nur 26 Sekunden nach dem 2:3 sorgte Kapitän John Sicinski postwendend für den Ausgleich. Und es kam noch besser, denn nach 39 Minuten durften die Wizards-Fans unter den 830 Zuschauern abermals jubeln. Michael Heichele krönte seine starke Leistung mit seinem Treffer in diesem Match und brachte die Blau-Gelben in Überzahl erneut mit 4:3 in Front.


Im letzten Durchgang hatten die Wizards Spiel und Gegner gut im Griff, wenngleich Garmisch, sobald Platz zum Kombinieren vorhanden war, stets brandgefährlich agierte. Die Wizards behielten dennoch kühlen Kopf und hielten den SCR mit großem Engagement in Schach. Zudem zeigten sie sich auch vor dem Tor kaltschnäuzig. Gut sieben Minute vor Ende der Partie gelang Jay Woodcroft per Direktabnahme das 5:3 und damit die endgültige Entscheidung zugunsten der Hausherren. Zwar steckte Garmisch in der Schlussphase des Spiels nicht auf und warf alles nach vorne, um mit dem Anschlusstreffer nochmals ins Match zurück zu kommen, doch selbst mit sechs Feldspielern – Chris King räumte gut eine Minute vor Ende der Partie sein Gehäuse – gelang dies dem Team von Trainer Georg Holzmann nicht. Vielmehr ließen die Wizards nichts mehr anbrennen und durften sich über drei wichtige Punkte freuen. Ein Schlüssel zum Erfolg war – neben dem großen Kampgeist, den die Duszenko-Schützlinge an den Tag legten – sicher die Disziplin der Zauberer, die insgesamt nur acht Strafminuten kassierten.


Auf der Pressekonferenz nach Spielende zog Wizards-Coach Wilbert Duszenko denn auch ein zufriedenes Fazit: „Der Einsatz und Kampfgeist meines Teams hat heute gestimmt. Alle drei Blöke haben ihren Job gut gemacht, zudem klappte die Verwertung der Chancen besser als noch zu Beginn der Saison. Vor allem war aber wichtig, dass wir diszipliniert waren und Garmisch kaum haben zur Entfaltung kommen lassen. Wir wussten, dass der SCR eine kampfstarke Truppe ist, der wir nicht zu viel Raum lassen durften. Diese Vorgabe haben wir gut umgesetzt. Im zweiten Drittel hätte das Match kippen können, weil wir zu viele Einzelaktionen gestartet haben. Glücklicherweise hat sich die Mannschaft gefangen und in einem wichtigen Spiel die Oberhand behalten. Heute haben beide Teams ein gutes Match geboten, das Werbung fürs Eishockey war. Ich freue mich natürlich, dass wir den fünften Heimsieg in Folge eingefahren haben und hoffe, dass die Zuschauer zufrieden nach Hause gehen und zum nächsten Spiel wieder zahlreich auf die Waldau pilgern“, gab der 54-Jährige zu Protokoll.



Georg Holzmann, Trainer des SC Riessersee, erkannte die Leistung der Wizards neidlos an: „Gratulation an die Wizards zum großartigen Kampf. Auch mit meiner Mannschaft bin ich trotz der Niederlage zufrieden. Wir haben, auch am Schluss, als wir schon 3:5 zurück lagen, alles probiert und den unbändigen Willen an den Tag gelegt, das Match noch zu drehen. Leider hat es nicht geklappt. Wir haben zu wenig aus unseren Chancen gemacht und zudem zu viele Strafen kassiert. So war es fast logisch, dass die Wizards gewonnen haben“, meinte Holzmann.

Am Sonntag, 21.11.2004, 18.30 Uhr, reisen die Wizards nun zum Spitzenreiter EHC München. „Wir sind zwar nur krasser Außenseiter, aber nicht ohne Chance. Wir können befreit aufspielen und werden alles versuchen, um dem großen Favoriten ein Bein zu stellen und uns für die 2:4-Niederlage im Hinspiel zu rehabilitieren“, blickt Stuttgarts Trainer Wilbert Duszenko voraus.



Stuttgart Wizards – SC Riessersee 5:3 (2:1, 2:2, 1:0)


Tore: 1:0 (2:19) Michael Heichele (Marc Garthe), 1:1 (6:11) Harry Waibel (T.J. Guidarelli)

4-5, 2:1 (13:55) Michel Maaßen (Peter Westerkamp, Markus Wartosch), 2:2 (25:16) Hubert Schöpf (Michael Raubal, Benedikt Schennach), 2:3 (31:08) T.J. Guidarelli, 3:3 (31:34) John Sicinski (Christian Seeberger), 4:3 (38:03) Michael Heichele (Jeff White, Georg Hessel) 5-4, 5:3 (52:53) Jay Woodcroft (John Sicinski, Andreas Klundt)

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