Joker erhöhen gegen Rosenheim auf 2:0

ESVK verpflichtet Max KaltenhauserESVK verpflichtet Max Kaltenhauser
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Nach dem wichtigen Auswärtssieg bei den Starbulls Rosenheim holte der ESV Kaufbeuren im Heimspiel mit einem klaren 5:0 den so wichtigen zweiten Sieg in der Play-off-Halbfinal-Serie der Oberliga Süd. Von Anfang an merkte man der Mannschaft von Marcus Bleicher vor 3001 Zuschauern den größeren Siegeswillen an. Nachdem Bogdan Selea wieder gesund war, stellte sich auch Kevin Saurette in den Dienst der Mannschaft und biss auf die Zähne.

Nachdem besagter Saurette noch die erste Möglichkeit der Hausherren vergeben hatte, machte es Rob McFeeters wenig später besser. Zwar hielt Rosenheims Dalpiaz seinen Schuß, doch der Puck kullerte von einem Rosenheimer Verteidiger zum Führungstreffer für die Joker über die Linie. Das war natürlich ein Start nach Maß vor toller Kulisse. Die favorisierten Gäste wirkten dadurch in den nächsten Minuten ziemlich verunsichert. Dennoch konnten die Joker diese Phase nicht zu einem weiteren Treffer nutzen. Mit einer tollen kämpferischen Einstellung versuchten die Joker ständig, die Gäste am Spielaufbau zu hindern und hatten ihrerseits weitere gute Chancen. Der bärenstarke Jordan Webb liess zwei Gegenspieler aussteigen und paßte auf Sturmpartner McFeeters, der mit einer Direktabnahme knapp am Tor vorbei zielte. Wenig später kam Daniel Oppolzer aus aussichtsreicher Position zum Schuß, doch der Puck landete in der Fanghand von Goalie Dalpiaz. Auch das erste Unterzahlspiel überstanden die Joker nahezu gefahrenfrei. Doch nach etwas mehr als zehn Minuten kamen auch die Gäste mehr und mehr auf. So konnte Leo Conti in der zwölften Minute mit einer starken Aktion gegen Rosenheims Hanselko den Ausgleich verhindern. Das Spiel ging nun hin und her mit Chancen auf beiden Seiten. Dennoch wollte bis zur Drittelpause kein weiterer Treffer mehr fallen.

Im Mittelabschnitt versuchten die Gäste mehr und mehr, dem Spiel eine Wende zu geben. Doch die Jokerabwehr um einen starken Leo Conti stand an diesem Abend bombensicher. Nachdem eine Kombination über Webb, McFeeters und Kapitän Emil Ekblad noch von Claus Dalpiaz gestoppt wurde, profitierte wenig später Daniel Schury von einem unglücklich von der Bande abprallendem Puck, den er nur noch in die Maschen versenken brauchte. Sicherlich ein glücklicher Treffer, doch das Glück muss auch erst erzwungen werden. Unmittelbar danach wanderte Rosenheims Geisberger auf die Strafbank. Emil Ekblad täuschte einen Schlagschuss an, passte vors Tor auf Rob McFeeters und der Kanadier musste nur noch die Kelle zum vorentscheidenden 3:0 hinhalten. Das Stadion glich nun einem Tollhaus und die Freude über dieses Tor war scheinbar grenzenlos. Auch die anschließende Strafzeit für Stefan Mayer überstanden die Joker schadlos. Die Gastgeber wollten schließlich unbedingt die Entscheidung erzwingen und steigerten sich in einen wahren Rausch. Nachdem sich Derek Switzer hervorragend gegen seinen Gegenspieler durchgesetzt hatte, vollendete der aufopferungsvoll kämpfende Kevin Saurette gar zum 4:0 gegen einen machtlosen Dalpiaz. Der machte schließlich nach dem Gegentor Platz für Ersatzmann Oliver Häusler, doch die Joker brachten den Vorsprung mit cleverem Spiel souverän in die zweite Drittelpause.

Gleich zu Beginn des Schlussabschnitts mussten die Hausherren kurz hintereinander zwei Strafzeiten überstehen. Doch war hierbei neben einer guten Mannschaftsleistung auch Leo Conti stets auf seinem Posten. Zwar konnten auch die Joker keine der folgenden Überzahlmöglichkeiten nutzen, doch bei numerischem Gleichstand zwang Benny Röhling Goalie Häusler zu einer gefährlichen Parade, an deren Anschluß Dominic Krabbat nur noch zum 5:0 einnetzen brauchte. Nun kannte die Begeisterung keine Grenzen mehr und die Welle schwappte über das Eisstadion. Als Rosenheims Defender Michael Rohner auf der Strafbank Platz nehmen musste, zeigten die Hausherren ein ganz starkes Powerplay, welchem lediglich ein Treffer fehlte. Doch das war bei diesem Spielstand eher zweirangig, es gab jede Menge Applaus von den Rängen. Außer einigen Strafzeiten auf beiden Seiten boten die letzten Minuten den Zuschauern kaum noch Torszenen. Und so brachten die Joker diesen wichtigen Sieg souverän und vor allem ohne Gegentor über die Zeit. Auch wenn dieser Erfolg mehr als beeindruckend war, so bedeutet er lediglich eine 2:0-Führung nach Spielen. Einen weiteren Erfolg brauchen die Joker noch zum Weiterkommen und haben dazu bereits am kommenden Samstag Gelegenheit.