Indians: Wulff als Glücksbringer beim Heimerfolg

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Lesedauer: ca. 3 Minuten

Vor

den Augen des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff gewannen

die Hannover Indians ihr gestriges Heimspiel gegen die Blue Devils aus Weiden

mit 6:4 und konnten damit vorerst einmal die Krise am Pferdeturm stoppen

Das Spiel: Man mochte es sich am

Pferdeturm nicht ausmalen – was passiert bei einer erneuten Heimniederlage? Es

war sowas wie das letzte Spiel, indem die Mannschaft und ihr Trainer Greg

Thomson noch Kredit bei den Fans hatten. Und sie nutzten diese letzte Chance

und zeigten sich den 3153 Fans von ihrer besseren Seite.

Nach

dem viel diskutierten Rauswurf von Stürmer Markus Draxler war man in Hannover

gespannt, wie die Reaktion der Mannschaft aussehen würde. Als nach 12 Sekunden

Verteidiger Alex Schuster auf die Strafbank musste, wähnten sich die Fans im

falschen Film, in dem gleichen Film der letzten Wochen. Sollte es wieder

beginnen, wie all die Wochen zuvor? Doch bereits in dem folgenden

Unterzahlspiel konnte man erkennen, das sich gegen die Weidener eine andere

Indians-Mannschaft präsentierte. Das gesamte erste Drittel war das komplette

Gegenteil gegenüber den Vorwochen. Vor dem Tor gefährlich und konsequent, von

hinten wurde mit einfachen Mitteln der Puck ins gegnerische Drittel gebracht und

man glaubt es kaum, das Überzahlspiel funktionierte. In der sechsten Minute

musste Weiden´s Jan Penk auf das Sünderbänkchen, und kaum das er Platz genommen

hatte durfte er wieder auf das Eis. 16 Sekunden dauerte es, da zappelte der

Puck im Netz. Eine blitzsaubere Kombination über Dennis Meyer und Jan Welke

vollendete Jordan Webb zur Führung. Dies brachte die nötige Sicherheit in

das  Spiel der Indianer. Drei Minuten

später hatten die Niedersachsen erneut Grund zum Jubeln, als Kyle Doyle gegen

Devils Keeper Thomas Ower nachsetzte und zum 2:0 traf. Dennoch verlief der

erste Abschnitt nicht ohne Makel. Überzahlspiel in der 18. Minute, Schuster

bekam den Puck im Gästedrittel nicht unter Kontrolle, wurde überlaufen und

Moberg vollendete den anschließenden Konter zum 2:1 Anschlußtreffer. Sollte es

wieder losgehen wie in den Wochen zuvor? Nein – es dauerte 38 Sekunden da wurde

der Schuster-Fehler wieder wettgemacht. Eine Traumkombination von Meyer und

Webb, schloß Welke in Überzahl zum 3:1 ab. Das in der Schlußminute der heute

wieder einmal bienenfleißige Markus Rohde zum 4:1 einlochte, war das

I-Tüpfchelen auf eine engagierte und gute Leistung der Indians.

Wie

im ersten Abschnitt, sollte auch das Mitteldrittel schwungvoll beginnen. Wieder

in numerischer Überlegenheit, fälschte Rohde einen Schuß unhaltbar für Ower zum

fünften Treffer für den ECH ab. Auch der letzte Kritiker war damit am

Pferdeturm vorerst verstummt, denn dieser Vorsprung reichte bis zum Ende. Zwar

trafen noch für die Oberpfälzer Hagn (26.), Witthohn (47.) und Waldowsky (58.),

doch auch die Hannoveraner waren in Person von Verteidiger Tyler Butler (43.)

erfolgreich. Auch die Paraden von Indians-Torwart Roman Kondelik waren der

Garant für den am Ende verdienten 6:4 Erfolg.

Fiel

im Schlußdrittel die Leistung der Indians ein wenig ab, so war dies nach den

Chaos-Wochen nicht verwunderlich. Zu sehr sitzt der Grad der Verunsicherung

noch in Mannschaft, zu sehr nagten die letzten Wochen am Nervenkostüm. Dennoch

dürfte die gestrige Leistung ein Schritt nach vorne sein und mit den nächsten

Gegnern Berlin und Rosenheim dürfte sogar eine kleine Serie möglich sein, wenn

es normal läuft. Aber was ist schon normal am Pferdeturm?

 

Am Rande: Erleichtert und Zufrieden

die Szenerie nach dem Spiel. Auf der anschließen Pressekonferenz sahen beide

Trainer das erste Drittel als den Schlüssel zum Erfolg der Indians, dennoch

verlor Indians-Coach Thomson nicht den Blick für die Realität. „Die Mannschaft

hat ein Zeichen gesetzt, aber es war nur ein Spiel“, so Thomson der auch froh

darüber war, das Dennis Meyer wieder an Bord ist. Er verlieh dem Angriff der

Hannoveraner mehr Durchschlagskraft und harmonierte prächtig mit seinen

Sturmkollegen Welke und Webb.

 

Statistik: 1:0 (5:48) Webb (Welke,

Meyer) 5-4; 2:0 (8:11) Doyle (Winkler, Chamberlain) 4-4; 2:1 (17:10) Moberg

(Hausmanninger) 4-5; 3:1 (17:48) Welke (Meyer, Webb) 5-4; 4:1 (19:17) Rohde

(Butler); 5:1 (24:20) Rohde (Winkler, Doyle) 5-4; 5:2 (25:27) Hagn (Penk,

Koziol); 6:2 (42:26) Butler (Webb, Meyer) 5-3; 6:3 (46:51) Witthohn (Moberg,

Hausmanninger) 5-4; 6:4 (57:21) Waldowsky (Penk)

Strafen:

Hannover 28 – Weiden 22

Schiedsrichter:

Jablukov (Berlin)

Zuschauer:

3153 

 

Jens

Wilke

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