Indians: Wölfen den Schneid abgekauft

Böse Klatsche für die IndiansBöse Klatsche für die Indians
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Vor

über 4000 Zuschauern im Eisstadion am Pferdeturm glichen gestern Abend die

Hannover Indians nach einem 8:4 über die Wölfe Freiburg in der

Viertelfinalserie aus.

Das Spiel: Die

Niedersachsen erwischten den besseren Start. Nach dem stimmungsvollen Einlauf,

mit einem Meer von Wunderkerzen, konnten die West-Boys gleich das erste

Überzahlspiel zur Führung nutzen. Wölfe-Kapitän Patrick Vozar durfte nach 38

Sekunden auf die Strafbank, Kyle Doyle verwertete die erste Unsicherheit von

Ronny Glaser, der einen Baumgartner Schuss prallen ließ, im Nachschuss zur

Führung. Das 1:0 spielte den Hannoveranern in die Karten, sie dominierten in

der Anfangsphase. Die hoch gehandelten Breisgauer fanden kein Mittel gegen die

beherzt aufspielenden Gastgeber, kamen erst nach zehn Minuten zur ersten

Chance. Turo Virta scheiterte bei einem Powerplay. Tomas Kucharcik (12.) und

Petr Mares (14.) vergaben weitere vielversprechende Ausgleichsmöglichkeiten.

Die Partie entwickelte sich zu einem wahren Play-Off-Fight, in dem die Indians

das nächste Erfolgserlebnis hatten. Vozar fälschte einen Pass von Bryan

Phillips (17.) unhaltbar für seinen Torwart ab. Dessen unbeeindruckt kamen die

Wölfe keine Minute später zum Anschluss. Mares tanzte durch die

Indians-Deckung, vollendete zum 2:1.

Mit

diesem knappen Rückstand hatte der Süd-Zweite den besseren Start in den

Mittelabschnitt. Adam Spylo scheiterte nach 24 Minuten zweimal an Roman

Kondelik, ehe fünf Minuten später der verdiente Ausgleich fiel. Petr Bares traf

aus spitzem Winkel-  unhaltbar für

Kondelik. Waren die Gäste nun obenauf, mussten sie dennoch die nächste bittere

Pille schlucken. Die Indians wankten, fielen aber nicht. Peter Baumgartner

(33.) traf mit einem eher harmlosen Schuss bei 5-4 Überzahl zur erneuten Führung.

Die Antwort der Süddeutschen sollte nicht lange auf sich warten lassen.

Doppelte Überzahl für das Salmik-Team, Kucharcik traf mit einem Schuss in den

Winkel. Zuvor kassierte Indians-Verteidiger Nils Sondermann (33.) nach einem

Check gegen Benjamin Wildgruber eine völlig gerechtfertigte Spieldauerdisziplinarstrafe.

Nur 61 Sekunden nach dem 3:3 Ausgleich die passende Reaktion der Hausherren. Goalgetter

Jamie Chamberlain vollendete nach einen Konter zur neuerlichen Führung, dem

allerdings bei der Entstehung eine glasklare Abseitsstellung vorausging

Der

vierte Gegentreffer musste den Freiburgern den Nerv geraubt haben. Sie schienen

noch mit den Gedanken in der Kabine, da schlug Chamberlain (42.) ein zweites

Mal zu. Sein Schuss landete im unteren Eck. Danach agierten die Gäste außer

Rand und Band. Kucharcik (44.) kassierte nach einem Stockcheck gegen Doyle die

zweite Spieldauerstrafe der Partie, 24 weitere Strafminuten für die Wölfe folgten

in der restlichen Spielzeit. Die Indians nutzten die Undiszipliniertheiten der

Gäste. Staltmayr (45.), Engel (49.) und Musial (50.) schraubten das Ergebnis

auf 8:3. Die Kulisse feierte, und musste mit ansehen wie die Wölfe

Ergebniskosmetik betrieben. Wildgruber traf sechs Minuten vor dem Ende zum 8:4

Endstand.

Am Rande: ...sorgten zwei unrühmliche Szene für weitere Aufregung. Erst zeigte Kucharcik nach seiner Spieldauerstrafe der Indians-Bank den Mittelfinger, dann sorgte ein Wortgefecht nach der Partie zwischen Indians-Coach Joe West und Freiburgs Robert Hoffmann dafür, das Hoffmann im letzten Moment durch Ordner und Betreuer gehindert werden konnte, mit dem Schläger auf Hannovers-Trainer einzuschlagen. Bleibt zu hoffen, das die nächsten Partien im normalen und fairen Rahmen bleiben.

Stimmen: Joe West (Hannover):

„Es war wichtiges Spiel, wir wollten und mussten unbedingt gewinnen. Eine

klasse Leistung der Jungs, die nach Donnerstag keine trübe Stimmung hatten.

Viele Spieler haben ihre Schokoladenseite gezeigt. Seppi Staltmayr war

überragend. Ich habe viele Krieger in der Mannschaft, wir spielen aber kein

dreckiges Eishockey.“  
Peter

Salmik (Freiburg): „Wir haben eine gute Schiedsrichter-Leistung gesehen. Im

Ernst, beide Teams haben sich im ersten Drittel nichts geschenkt. Nach dem 0:2

sind wir aufgewacht. Entscheidend war das 4:3, dem aber eine Abseitsstellung

vorausging. Hannover hat sein typisches Spiel gezeigt- Hart und Hinterfotzig.

Montag sehen wir uns wieder.“

Statistik: 1:0 (1:11)

Doyle (Baumgartner, Chamberlain) 5-4; 2:0 (16:51) Phillips (Doyle, Staltmayr);

2:1 (17:49) Mares (Kucharcik, Bares); 2:2 (28:58) Bares (Mares, Kucharcik)

5-4; 3:2 (32:11) Baumgartner (Doyle, Chamberlain) 5-4; 3:3 (35:38) Kucharcik

(Mares, Kottmair) 5-3; 4:3 (36:39) Chamberlain (Engel, Staltmayr) 4-4; 5:3

(41:22) Chamberlain (Doyle, Stolikowski); 6:3 (44:56) Staltmayr (Musial, Du)

4-3; 7:3 (48:18) Engel (Huddy, Du) 5-3; 8:3 (49:38) Musial (Breiter, Meyer);

8:4 (53:26) Wildgruber (Wittfoth, Karhula) 5-4
Strafen:

Hannover 22 + 5+ Spieldauer für Sondermann – Freiburg 28 + 10 für Ketter + 5+

Spieldauer für Kucharchik
Schiedsrichter:

Awizus
Zuschauer:

4147

Jens

Wilke

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Hannover Scorpions Scorpions
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Eisbären Regensburg Regensburg
2 : 3
Selber Wölfe Selb
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Selber Wölfe Selb
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- : -
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