Indians: Vor prächtiger Kulisse Heimserie gehalten

Böse Klatsche für die IndiansBöse Klatsche für die Indians
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Am

Ende durften die 4000 Fans jubeln – nach einer kuriosen, dramatischen Partie

behielten die Hannover Indians ihre weiße Heimweste, und bezwangen die Rostock

Piranhas mit 6:5 nach Penaltyschießen.

Das Spiel: Trotz des

verspäteten Beginns, aufgrund des großen Zuschauerandrangs, zeigten sich die

Hausherren zunächst hellwach, kamen durch Bryan Phillips nach fünf Minuten zur

ersten Gelegenheit, mussten dann aber einen Bruch in ihrem Spiel hinnehmen. Im

direkten Gegenzug vollendeten die Piranhas einen Konter durch Kevin Thau schulbuchmäßig

zum 1:0 aus ihrer Sicht. Zwar hatte Jordan Cameron nach einen tollen Solo in

der achten Minute den Ausgleich auf dem Schläger, aber in der Folgezeit konnten

sich die Pferdetürmler beim Eishockegott bedanken dass es nach 20 Minuten bei

diesem Spielstand blieb. Die Ostseestädter mit leichtem Chancenplus, versäumten

es aber nachzulegen. Wie beispielsweise in der zehnten Minute, als sie sich im

Drittel der Hausherren festsetzen konnten, aber keinen Profit aus ihren

Möglichkeiten schlagen konnten.

Das

heuer der Mittelabschnitt am Pferdeturm großen Unterhaltungswert besitzt

bewahrheitete sich auch am gestrigen Abend. Doch zunächst wurden die Gesichter

der Indians-Fans nach 23 Minuten länger. Eine klare Icing-Situation

interpretierte das Schiedsrichtergespann anders als die meisten im Stadion,

Kyle Piwowarczyk nutzte die die Verwirrung zum zweiten Treffer für sein Team.

Es brachte die nötige Galligkeit ins Spiel der Indians, die 99 Sekunden später

die passende Antwort parat hatten. Adam Dewan fälschte einen Schlagschuss von

Kyle Doyle zum 1:2 ab. Die Kulisse war wieder da und jubelte fünf Minuten

später, als Jamie Chamberlain einen Bauerntrick zum Ausgleich abschloss. Wer

dachte, dass sich nun die Partie zu Gunsten der Indians drehen würde, sah sich

getäuscht. Einen Puckverlust der Niedersachsen im Angriffsdrittel brachte die erneute

Gäste-Führung, als Benjamin Voigt fast regungslos zusah wie Karol Bartanus

(31.) einen erneuten Konter erfolgreich verwertete. 25 Sekunden später der

nächste Nackenschlag für den Aufstiegsfavoriten in Form des vierten Rostocker

Treffers. Einen eher harmlosen Schuss ließ Voigt nach vorne abprallen, und im

Nachschuss traf Paul Stratmann. Doch die  Hannoveraner zeigten eine tolle Moral, kamen

erneut zurück. Eine doppelte Überzahl brachten das 3:4. Eine Spielunterbrechung

nutzte Indians-Coach zu taktischen Anweisungen auf dem Taktikbrett, Dewan musste

genau hingeschaut haben, und traf nach 34 Minuten zum zweiten Mal an diesem

Abend. 52 Sekunden vor der Pausensirene der erneute Ausgleich, Christopher

Schadewaldt traf mit einem Schlagschuss.

Den

Schlussabschnitt dominierten die Hausherren, auch dank einer doppelten Überzahl

zu Beginn. Demnach verdient die erstmalige Führung für die Indians nach 44

Minuten. Dewan zog schön vor das Tor, und ließ Christian Krüger im

Piranhas-Gehäuse keine Chance. Den Sack zumachen konnten die Gastgeber in der

Folgezeit aber nicht - im Gegenteil. Sechs Minuten vor dem vermeintlichen Ende

bejubelten die 200 mitgereisten Rostocker den Ausgleich durch Stefan Gottwald,

der die inkonsequente Defensivarbeit der Indianer ausnutzen konnte. Die anschließende

Verlängerung brachte keinen Sieger, so musste das Penaltyschießen entscheiden,

in dem Dewan seine gute Leistung mit dem Game Winner krönte.

Stimmen: Joe West

(Hannover): „Die heutige Zuschauerzahl war ein schönes Zeichen unserer Fans,

sie beflügelte meine Mannschaft. Dennoch gefielen mir die teils leichten

Gegentore überhaupt nicht. Dennoch sind wir zweimal zurückgekommen, haben zum

Teil sehr schöne Tore geschossen. Die zwei Punkte gehen in Ordnung.“

Henry

Thom (Rostock): „Es war ein gutes, rasantes Spiel mit Herz. Wir hatten gute

Chancen, doch dann kam Hannover. Über 60 Minuten haben wir alles gegeben. Ich

freue mich über jeden Punkt den ich Joe abnehmen kann.“

Statistik: 0:1 (5:04) Thau

(Bauer, Blank); 0:2 (22:11) Piwowarczyk (Stratmann) 5-4; 1:2 (23:44) Dewan

(Doyle, Bagu) 5-3; 2:2 (28:56) Chamberlain (Doyle, Schadewaldt); 2:3 (30:19)

Bartanus (Richardson, Koch); 2:4 (30:46) Stratmann (Gottwald, Piwowarczyk); 3:4

(33:24) Dewan (Doyle, Bagu) 5-3; 4:4 (39:08) Schadewaldt (Cameron, Koziol) 5-4;

5:4 (43:31) Dewan (J. Anderosn, Koziol); 5:5 (53:08) Gottwald (Piwowarczyk);

6:5 (65:00) Dewan (GWS)

Strafminuten:

Hannover 12 + 10 für Welke – Rostock 24

Schiedsrichter:

Nauheim (Trier)

Zuschauer:

4015

Jens

Wilke

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