Indians: Überzeugendes 5:2 über Joker

Böse Klatsche für die IndiansBöse Klatsche für die Indians
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Vor 2563 Zuschauern boten die Hannover Indians eine

Klassevorstellung, und konnten die Gäste vom ESV Kaufbeuren hochverdient mit

5:2 bezwingen.

Das Spiel: Nach über 11 Jahren trafen am gestrigen

Abend beide Teams wieder aufeinander, und zu Beginn der Partie gestaltete sich

das Spiel offen. Die Gäste aus dem Allgäu standen gut in der Defensive,

stellten die Räume eng und machten es den Indians schwer das Spiel zu machen.

So kam es erst in der 5. Minute zu der ersten dicken Chance für die Hausherren.

Sebastian Deml und Jan Welke verpassten es nacheinander, die Führung zu

markieren. Jener Welke machte es fünf Minuten später besser. In Überzahl

landete sein Handgelenkschuss im unteren Eck des Gehäuses von ESVK-Keeper Martin

Fous. Doch wie so oft in dieser Saison zeigten sich die Hannoveraner nach einem

Tor unkonzentriert. Keine Minute nach dem 1:0 bekamen sie den Puck nicht aus

dem eigenen Drittel heraus, Alexander Althenn bedankte sich in Form des 1:1

Ausgleichs. Nach einer Unaufmerksamkeit im Defensivverhalten der Indians hatten

die Allgäuer gar die Führung auf dem Schläger. Jedoch konnte Daniel Schury

(18.) sich die ihm bietende Gelegenheit nicht nutzen. In der Schlussminute des

ersten Drittels bliesen die Indians zur Schlussoffensive, und konnten sich im

Kaufbeurer Drittel festsetzen und aus kurzer Distanz erzielte Sebastian Deml

nicht nur seinen ersten Saisontreffer, sondern auch die 2:1 Führung für seine

Mannschaft.

Mit dieser Führung im Rücken erarbeiteten sich die Niedersachsen

im Mittelabschnitt entscheidende Spielvorteile und hätten durch Dennis Meyer

(25.) das 3:1 machen müssen, als er alleine vor Fous zum Schuss kam. Doch der

junge Gästekeeper zeigte in dieser Szene sein ganzes Talent. Hannover weiter im

Vorwärtsgang und hatten die nächste dicke Möglichkeit durch Ryan Huddy zehn

Minuten später. Doch untypisch für den Indians-Stürmer vergab er im Alleingang

diese Chance. Der Lohn für die Angriffsbemühungen sollte dennoch folgen. In der

37. Minute blieb mit viel Glück der Puck im Kaufbeurer Drittel, und Jamie

Chamberlain bestätigte mit seinem Überzahltreffer seinen Aufwärtstrend. Danach

überschlugen sich die Ereignisse. Die Indians-Defensive erneut inkonsequent,

und so kamen die Gäste zum 3:2 Anschlusstreffer. Aus dem Gewühl heraus war

Benjamin McLeod erfolgreich. Mit dem Torreigen war im zweiten Drittel aber noch

nicht Schluss. Josiah Anderson holte ziemlich abgebrüht eine weitere Strafzeit

für die Joker heraus, die Verteidiger Peter Baumgartner in bewährter Manier von

der blauen Linie zum 4:2 nutzen konnte. 

Den Schlussabschnitt und die Führung verwalteten die

Hausherren in souveräner Manier, ließen ihrem Gegner keine Chance mehr. Den

Schlusspunkt markierte erneut Chamberlain. Erneut in Überzahl, zog der Kanadier

aus spitzem Winkel den Puck zum 5:2 Endstand in die Maschen. Die Fans - nicht

nur ob der vier Powerplay-Tore - verzückt, kamen in Fahrt und feierten während

der restlichen Spielzeit und nach der Partie verdientermaßen ihre Mannschaft.

Die Stimmen: Joe West: „Es war heute ein gutes

Eishockeyspiel und eine der besten Saisonleistungen meiner Mannschaft.

Kaufbeuren hat gut gespielt, aber entscheidend waren heute unsere

Überzahltreffer. Auch haben wir gut kombiniert. Aber es war nur ein Spiel,

morgen beginnt die Vorbereitung auf Passau.“

Maurizio Mansi: „Es war fast schon ein Spiel mit

Play-Off-Charakter und hohem Tempo. Für Trainer und Fans war es ein schönes

Spiel. Wir haben bei 5-5 mitgehalten, hatten aber wie so oft in dieser Saison

Probleme mit der Disziplin.“

Statistik: 1:0 (9:25) Welke (Baumgartner, Dahms) 5-4;

1:1 (10:19) Althenn (Endraß, Schmelcher); 2:1 (19:35) Deml (Huddy, Thomson);

3:1 (36:44) Chamberlain (Doyle, Staltmayr) 5-4; 3:2 (37:34) McLeod (McFeeters,

Rau); 4:2 (38:32) Baumgartner (Doyle, Welke) 5-4; 5:2 (48:19) Chamberlain

(Doyle, Welke) 5-4
Strafen: Hannover 8 – Kaufbeuren 22 + 10 für Paule

Schiedsrichter: Krüger (Dinslaken)

Zuschauer. 2563

Jens Wilke


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