Indians: Starke zweite Hälfte reicht beim 9:3 gegen Erfurt

Böse Klatsche für die IndiansBöse Klatsche für die Indians
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Mit

einer deutlichen Leistungssteigerung nach der „Halbzeit“, bezwangen die

Hannover Indians den EHC Thüringen Erfurt am Ende deutlich mit 9:3. Es war für

die Niedersachsen der zehnte Heimsieg in Folge.

Das Spiel: Ohne den

internen Torschützenkönig Jamie Chamberlain (Erkältungsvirus), und ohne Trainer

Joe West - dessen Bewährung, aufgrund von den letzten Vorkommnissen vom Herbst,

vom DEB-Sportgericht am Donnerstag widerrufen wurde – taten sich die Gastgeber

30 Minuten lang gegen den Tabellenletzten der Nordgruppe schwer. Kaum flüssige

Kombinationen, zahlreiche Unzulänglichkeiten auf Seiten der Indians, machte es

den Thüringern einfacher ihre Taktik umzusetzen. Dennoch mussten sie mit

ansehen wie Bryan Phillip (4.) die erste Chance vergab, ehe es fünf Minuten später

Kyle Doyle besser machte. Am bereits geschlagenen Kai Fischer im Erfurter Tor vorbei,

vollendete der Kanadier zum 1:0. Die kalte Dusche folgte auf dem Fuß. Unter

tätiger Mithilfe von Indians-Goalie Sandro Agricola traf Scott Corbett zum prompten

Ausgleich. Ryan Huddy vergab nach 14 Minuten die letzte gute Gelegenheit im

ersten Durchgang, den Favoriten erneut in Führung zu bringen.

Wenig

Besserung brachte zunächst das zweite Drittel. Die Niedersachsen im alten

Trott, ließen in der 24. Minuten gar die Gästeführung zu. Sven Breiter saß auf

der Strafbank, als Jamie Wright mit einem Schlenzer von der blauen Linie die

Führung erzielte. Mit Einzelaktionen versuchten die Pferdetürmler das Ergebnis

zu korrigieren. Fabian Krull (32.) scheiterte knapp, nach einem Solo über die

halbe Spielfläche. Ein Powerplay für die Hausherren brachte den Ausgleich.

Einigermaßen optisch gut anzusehen spielten die Hannoveraner ihre

Überzahlmöglichkeit aus, Peter Baumgartner traf mit einem Schlagschuss zum 2:2

(34.). Eine Minute später die erneute Führung für das West-Team. In Unterzahl

konnte sich Kevin Du auf dem linken Flügel durchsetzten, legte mustergültig auf

Huddy auf, der keine Mühe hatte zu vollenden. Die Erfurter wehrten sich in der

Folgezeit in geschickter Manier, und hatten Erfolg. Mit zwei Mann mehr auf dem

Eis gelang ihnen nach 37 Minuten durch Pavel Vait das 3:3, als der Verteidiger

von der blauen Linie abzog. Doch mit gutem Zeitgefühl ausgestattet, legten die

Indianer noch im zweiten Durchgang den Grundstock zum Sieg. Huddy bediente nach

einem Sololauf seinen Kapitän Seppi Staltmayr, der mit seinem fünften

Saisontreffer, eine Sekunde vor der Sirene, erfolgreich war.

Das

4:3 brach den tapferen Gästen das Genick. Sie ergaben sich in den letzten 20

Minuten ihrem Schicksal, und überließen ihrem Kontrahenten das Eis, die in

eiskalter Manier die sich ihre bietenden Gelegenheiten nutzten. Breiter (46.),

Engel (48.), Huddy (51.), Meyer (52.) und Du (53.) schraubten das Resultat auf

9:3, was die Leistung der Belitz-Truppe keinesfalls widerspielgelt. Sie machten

aus ihren Möglichkeiten das Beste, und wehrten sich mit ihren 14 Feldspielern

nach Leibeskräften.

Am Rande: Wie bereits

erwähnt, wurde am Donnerstag die Bewährung für den Indians-Coach vom

DEB-Sportsgericht widerrufen. Gab es beim Deutschland-Cup die erste Verhandlung

über die Spieldauer aus der Partie gegen Freiburg vom 21.09.08, gab es nach

Wochen der Funkstille von Seiten des Verbandes nun die endgültige Entscheidung

in diesem Fall. „Wir sind dem DEB dankbar, das er die Sperre nicht in die

Play-Offs gelegt hat“, war aus dem Lager der Indians zu hören. West ist noch

beim Gastspiel am Sonntag in Berlin und am kommenden Freitag gegen Rostock

gesperrt.

Stimmen: Joe West

(Hannover): „Erfurt hat 40 Minuten gut gespielt, haben gut gestanden. Wir haben

uns schwer getan, waren unsicher. Im letzten Drittel gab es schöne Tore, weil

Erfurt nicht mehr konsequent genug gespielt hat, und bei ihnen auch die Kraft

gefehlt hat.“
Thomas

Belitz (Erfurt): „Das letzte Drittel war peinlich aus unserer Sicht. Das soll

die Leistung meiner Mannschaft in den Minuten zuvor nicht schmälern. Insgesamt

bin ich aber mit der Leistung zufrieden.“

Statistik: 1:0 (8:37)

Doyle (Huddy, Phillips); 1:1 (9:22) Corbett (Wright, Müller); 1:2 (23:35)

Wright (Nesrta, Marak) 5-4; 2:2 (33:19) Baumgartner (Musial, Doyle) 5-4; 3:2

(34:38) Huddy (Morrow, Du) 4-5; 3:3 (36:19) Vait (Marak, Hofmann) 5-4; 4:3

(39:59) Staltmayr (Stolikowski, Huddy); 5:3 (45:17) Breiter (Musial, Meyer);

6:3 (47:12) Engel (Breiter, Musial); 7:3 (50:19) Huddy (Krull, Du); 8:3 (51:45)

Meyer (Musial, Doyle) 5-4; 9:3 (52:07) Du (Huddy, Morrow)
Strafen:

Hannover 18 + 10 für Anderson – Erfurt 20
Schiedsrichter:

Zupp (Duisburg)
Zuschauer:

2794

Jens

Wilke

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