Indians: Glücklicher Sieg in der Schlussminute

Böse Klatsche für die IndiansBöse Klatsche für die Indians
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Mit einem 3:2 Erfolg über die Blue Devils Weiden fuhren die Hannover Indians einen am Ende glücklichen Sieg ein.

 

Das Spiel: Vor der Minuskulisse von 2163 Zuschauern zeigten beide Teams über weite Strecken der Partie ein zerfahrenes Spiel. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitesgehend auf sehr dürftigem Niveau.

So mussten die Fans bis zur 20. Minute warten, ehe sie zum ersten Mal jubeln durften. In eigener Unterzahl spielte Michael Dahms den Puck aus dem Drittel heraus, Kyle Doyle nahm diesen dankbar auf und markierte im Alleingang die 1:0 Führung für sein Team. 22 Sekunden später die kalte Dusche für die Hausherren. Verteidiger Tim Schneider mit einem Schlagschuss, Sebastian Wolsch fälschte unhaltbar für Sandro Agricola im Indians-Tor ab.

 

Hin und Her verlief die Partie im Mitteldrittel, jedoch ohne großartige Szenen vor beiden Toren. Indians-Stürmer Jan Welke hatte nach 26 Minuten die erneute Führung auf dem Schläger. Unglücklich prallte der Puck hinter dem Tor von der Bande ab, doch Benjamin Voigt im Weidener Tor vereitelte diese Gelegenheit im letzten Moment. In der 33. Minute Chancen für beide Mannschaften. Nach einem Pass von Mikka Jäske hatte Karl Fournier Pech im Abschluss, wie auch die Hannoveraner im Gegenzug. Knapp am Tor vorbei ging der anschließende Konter.

 

Aufregender und ansehnlicher verlief für die Zuschauer das letzte Drittel. Es begann mir einer doppelten Überzahl für die Blue Devils, die auch diese Powerplay eiskalt ausnutzten. Agricola ließ einen Jäske Schuss abprallen, erneut war Wolsch zur Stelle und lochte den Puck ein. Die Hausherren in der Folgezeit nicht in der Lage eine passende Antwort zu geben, hatten aber Pech als  drei Minuten nach der Gästeführung der vermeintliche Ausgleich aufgrund eines hohen Stocks keine Anerkennung fand. In der 52, Minute dennoch der Ausgleich. Weidens Mike Zbriger musste auf die Strafbank, Ryan Huddy zog ab und Dennis Meyer fälschte zum 2:2 ab. Es war so was wie ein Weckruf für die Indians, die danach ins Rollen kamen. Sie setzten ihren Gast unter Druck, ließen ihm keine Chance zur Entfaltung. Es lief bereits die letzte Spielminute, Welke behauptete hinter dem Tor den Puck, passte auf Huddy der sich diese Gelegenheit nicht nehmen ließ, und den Siegtreffer markierte.

 

Stimmen: Joe West: „Wir haben es momentan schwer das Tor zu treffen, versuchen momentan alles kompliziert zu machen. Heute haben wir Kampfgeist und Siegeswillen gezeigt. Eishockey ist nicht immer fair. Weiden hat heute Punkte verdient gehabt.“

Alex Stein: „60 Minuten haben wir gut gespielt. Das Ende war ein Herzschlagfinale. Defensiv haben wir gut gespielt und haben auch gut gestanden. Nur am Ende haben wir einen großen Fehler gemacht. Mindestens ein Punkt wäre verdient gewesen.“ 

 

Statistik: 1:0 (19:27) Doyle (Dahms) 4-5; 1:1 (19:49) Wolsch (Schneider) 5-4; 1:2 (41:35) Wolsch (Jäske) 5-3; 2:2 (51:28) Meyer (Huddy) 5-4; 3:2 (59:02) Huddy (Welke)

Strafen: Hannover 12 – Weiden 12

Schiedsrichter: Györggyicze (Troisdorf)

Zuschauer: 2163

 

Jens Wilke

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