Indians: Glanzloses 6:3 über harmalose Deggendorfer

Böse Klatsche für die IndiansBöse Klatsche für die Indians
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Mit einem 6:3 Heimerfolg über Deggendorf Fire bleiben die Hannover Indians weiterhin den Eislöwen aus Dresden in der Oberliga-Nordgruppe auf den Fersen.

Das Spiel: Es war gestern Abend am Pferdeturm eines der Spiele, nach denen man gerne sich den berühmten Mund abwischt. 2609 Fans pilgerten erwartungsvoll ins Eisstadion am Pferdeturm, um nach den ansprechenden Leistungen ihrer Indians in den Vorwochen, einen weiteren Sieg ihrer Mannschaft zu sehen. Den bekamen sie auch. Dennoch zeigten die 60 Minuten, wo es überall im Spiel der Hannoveraner noch nicht rund läuft. Sich schwer tuend gegen defensiv eingestellte Mannschaften, das Überzahlspiel ist in den seltensten Fällen gefährlich. So bleibt für Indians-Coach Joe West noch viel Arbeit mit seiner jungen Mannschaft.
Gegen eine defensiv eingestellte Mannschaft aus dem Bayrischen, dauerte es 19 Minuten ehe die Anhänger der Indianser jubeln durften. In der Zeit zuvor kamen die Gäste, trotz ihrer Defensivtktik,  dennoch zu hochkarätigen Möglichkeiten. Johannes Saßmannshausen (4.) scheiterte bei einem Break-Versuch, und auch Daniel Lupzig (15.) hatte die Möglichkeit die Führung für sein Team zu erzielen. Auf der Gegenseite hatte Kyle Doyle nach neun Minuten freistehend das 1:0 auf dem Schläger, scheiterte jedoch. So war es dem „Eishockeygott“ persönlich vorbehalten, die Weichen für die Hannoveraner auf Sieg zu stellen. In seinem ersten Saisoneinsatz nach seinem Kieferbruch aus der Vorbereitung, zog Michael Dahms (19.) von der blauen Linie ab, und zur Überraschung aller fand der Puck den Weg ins Tor von Reinhard Haider.
Mit der Führung im Rücken zog das Team von Joe West im zweiten Drittel das Tempo an. Mit mehr Druck zum Tor stellten sich auch mehr Torgelegenheiten ein, von denen Ryan Huddy (24.) in Überzahl und Sven Breiter (26.) die größten Chancen hatten. Just als die Deggendorfer wieder komplett waren (31.), markierte Josiah Anderson das 2:0. Einen Puck, der vor das Gäste-Gehäuse gespielt wurde, fälschte der neue Publikumsliebling unhaltbar für den Fire-Keeper ab. Die Vorentscheidung folgte drei Minuten später. Bei einer Zwei-Mann Überzahlsituation zog Doyle von der blauen Linie ab. Ins untere Eck einschlagend, fand der Puck den Weg zum dritten Mal ins Deggendorfer Tor.
Es spricht für die Gäste, das sie trotz des Rückstandes nicht aufsteckten und im Schlussabschnitt drei Tore erzielten. Eric Thomassian (44.), Tom Collingham (58, 60.) nutzten Unkonzentriertheiten der Niedersachsen, die ihrerseits durch Doyle (51.), Meyer (53.) und Staltmayr (56.) zu weiteren Treffern kamen. Sehenswert dabei die Vorarbeit von Neuzugang Thomas Morrow zum 5:1. In traumhafter Manier bediente er in Unterzahl seinen Teamkollegen Meyer, der ohne Mühe den Puck zum Torerfolg einschob.

Stimmen: Joe West: „Wir waren heute 60 Minuten überlegen, haben viel Druck ausgeübt. Meine Jungs haben momentan Ladehemmungen, tun sich schwer Tore zu schießen. Wir werden am Samstag uns das letzte Drittel nochmal in der Kabine anschauen. Was das Defensivverhalten angeht bin ich nicht ganz zufrieden.“
Günter Eisenhut: „Hannover war heute 60 Minuten überlegen. Wir haben es nie geschafft den Druck aus unserem Drittel rauszuhalten. Dadurch hat Hannover verdient gewonnen.“

Statistik: 1:0 (18:02) Dahms (Huddy, Suchomski); 2:0 (30:06) Anderson (Huddy, Phillips); 3:0 (34:49) Doyle (Huddy, Baumgartner) 5-3; 3:1 (43:17) Thomassian (Collingham, Endraß); 4:1 (50:43) Doyle (Staltmayr, Welke); 5:1 (52:44) Meyer (Morrow) 4-5; 6:1 (55:09) Staltmayr (Doyle, Chamberlain); 6:2 (57:29) Collingham (Thomassian) 5-4; 6:3 (59:51) Collingham (Endraß, Thomassian)
Strafen: Hannover 12 + 10 für Welke – Deggendorf 16
Schiedsrichter: Vozar (Freiburg)
Zuschauer: 2609

Jens Wilke

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