Indians: Fast schon traditioneller Sieg im ersten Heimspiel

Böse Klatsche für die IndiansBöse Klatsche für die Indians
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Es

war wohl die Szene im Spiel, die die größte Symbolik hatte. Als Sekunden vor

Ende der Partie zwischen den Hannover Indians und den Blue Lions aus Leipzig

Indians-Keeper Benjamin Voigt eine erneute Riesenchance der Sachsen zunichte

machte, zeigte er allen die Siegerfaust. Auch dank seiner Leistung gewannen die

Niedersachsen wie bereits seit zehn Jahren ihrer Heim-Auftaktbegegnung.

Das Spiel: …machte deutlich

warum beide Teams zu Recht als die Favoriten in der Oberliga-Nordgruppe gelten.

Von Beginn an schenkten sich die Spieler nichts. Die Hausherren hatten in den

ersten 20 Minuten mehr Spielanteile. Sie agierten im Vorwärtsgang, ohne sich

jedoch die ganz großen Tormöglichkeiten herauszuspielen. Das taten die Blue

Lions. Tom Fiedler (1.), Kasper Kenig (4., Pfosten), oder auch Jakub Wiecki (17.)

konnten ihr Team aber nicht in Front schießen. Die gefährlichsten Situationen

hatten die Leipziger um ihren Torwart Sebastian Staudt zur Mitte des

Eröffnungsdrittels zu überstehen, als sie mit Glück und Können das

Unentschieden halten konnten.

Im

Mitteldrittel fielen, was das Tore schießen an angeht, dann alle Hemmungen. 48

Sekunden waren absolviert, als die Löwen eine Unachtsamkeit der

Indians-Defensive ausnutzten und durch Daniel Bartell die nicht unverdiente

Führung erzielen konnten. Es war der Startschuss zu einem grandiosen Drittel,

das beiden Trainer die Sorgenfalten - was das Defensivverhalten ihres Teams

angeht – größer werden ließen, dem geneigten Fan aber restlos begeistert haben

dürfte. Die Pferdetürmler zeigten sich, ob des Rückstandes, unbeeindruckt und

schlugen 63 Sekunden später zurück. Christoph Koziol konnte sich in der Ecke

entscheidend durchsetzen, sein anschließender Pass vor´s Tor versenkte Michael

Fendt zum Ausgleich. Jan Hemmes (26.) vergab anschließend die Chance zur

Führung, die Sekunden später Kyle Doyle besorgte. In Überzahl landete sein Schlagschuss

zum 2:1 in den Maschen des Leipziger Gehäuses. Ein erneutes Durcheinander in

der Indians-Hintermannschaft nutzten die Gäste zwei Minuten später zum Ausgleich.

Kasper Kenig hieß der umjubelte Torschütze. Die Aufreger im zweiten Drittel

sollten nicht aufhören. Von der Strafbank kommend konnten Hannovers Stürmer Adam

Dewan 15 Sekunden nach dem 2:2 nur auf Kosten eines Penaltys gefoult werden,

Jordan Cameron scheiterte mit seinem Strafstoß an Staudt. Jener Staudt war in

der 29. Minute nicht ganz unschuldig an der erneuten Führung der Hannoveraner.

Einen Schuss von Jamie Chamberlain ließ er nur abprallen, Christopher

Schadewaldt war zur Stelle. Diverse Strafzeiten für die Gastgeber ließen in der

Folgezeit die Leipziger zu Chancen kommen, und es kam wie es kommen musste.

Nach Ablauf einer Strafzeit für die Indians hielten die Leipziger den Puck im

Drittel, Christopher Kasten traf freistehend zum erneuten Ausgleich.

War

das abgelaufene Drittel neben den Toren auch geprägt von diversen

Nicklichkeiten, so sollten sich diese in den nächsten 20 Minuten fortsetzen. Nachdem

Koziol (44.) nach einem tollen Solo nur knapp das Tor verfehlte, kamen in der

47. Minute auch die Boxfreunde auf ihre Kosten. Adam Dewan und Andreas Felsch

lieferten sich einen astreinen Fight, dessen Fortsetzung im Kabinengang nur mit

Mühe unterbunden werden konnte. Danach die Gäste teils mit doppelter Überzahl

in personeller Überlegenheit, scheiterten aber immer wieder an Voigt oder am

eigenen Unvermögen. Besser machten es die Landeshauptstädter sieben Minuten vor

der Schlusssirene. Joe West schickte fünf Stürmer auf das Eis, und seine Risikofreudigkeit

wurde belohnt. Nach fast einjähriger Verletzungspause traf Jan Welke bei seinem

Comeback im Nachschuss zum 4:3 Endstand.

Stimmen: Joe West

(Hannover): „Es war nur ein Spiel, aber wichtig für das Selbstvertrauen. Das

Spiel hatte Play-Off-Charakter. Ich habe von meiner Mannschaft gutes

Konterspiel und gutes Powerplay gesehen. Am Ende hatten wir leichte Vorteile,

was den Ausschlag zum Sieg gab. Aber auch Leipzig hätte heute gewinnen können.“

Zdenek

Travnicek (Leipzig): „Wir haben im ersten Drittel ein typisches erstes Saisonspiel

gesehen. Das zweite Drittel war ausgeglichen, während wir im letzten Durchgang

durch dumme Stockfouls das Spiel verloren haben.“

Statistik: 0:1 (20:48)

Bartell (Eichelkraut, Felsch); 1:1 (21:51) Fendt (Koziol, Welke); 2:1 (25:58)

Doyle (Chamberlain) 4-3; 2:2 (27:01) K. Kenig (M. Kenig, Heyer); 3:2 (29:00)

Schadewaldt (Chamberlain, Doyle) 4-5; 3:3 (32:48) Kasten (L. Müller, K. Kenig);

4:3 (52:28) Welke (Phillips) 5-4

Strafminuten:

Hannover 16 + 5 + Spieldauer für Dewan – Leipzig 22 + 5 + Spieldauer für Felsch

Schiedsrichter:

Franz (Bergisch Gladbach)

Zuschauer:

3711

Jens

Wilke


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