Indians: Die Rückkehr zweier Favoriten

Erster Neuzugang der IndiansErster Neuzugang der Indians
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Das Führungstrio in der Oberliga darf sich warm anziehen.

Denn mit der Leistung in der gestrigen Partie von den Hannover Indians und dem

EV Ravensburg melden zwei Topteams im Kreis der Aufstiegsaspiranten endgültig zurück.

Das Spiel: Dennoch reichte es für die Hannover

Indians nicht.106 Sekunden fehlten, um den wichtigen „Dreier“ im Kampf um Platz

Vier einzufahren. 2:1 führte das Team von Coach Joe West, ehe Mike Mullar mit

seinem zweiten Tor den, aufgrund des letzten Drittels, verdienten Ausgleich

erzielte.
Die 3632 Zuschauer im Eisstadion am Pferdeturm erlebten eine

Spitzenpartie, die einer Play-Off-Begegnung würdig war. 65 Minuten intensivstes

Eishockey mit allen Zutaten die jedem Eishockey-Fan schmecken. Die Gastgeber

zeigten von Beginn an, dass sie den Kampf um den vierten Tabellenplatz noch

nicht aufgegeben haben. Mit dem unter der Woche aufgrund einer Verletzung

pausierenden Jordan Webb, übte der ECH Druck auf das Gehäuse von EVR-Keeper Leo

Conti aus. Jener Webb war es auch, der die Fans nach fünf Minuten zum ersten

Mal jubeln ließ. Mike Dolezal hatte die Chance zur Gästeführung, und im

Gegenzug erzielte Webb nach prächtiger Vorarbeit von  Alex Engel und Dennis Meyer nach einem Konter

das 1:0. Die Partie wog hin und her, stand im ersten Abschnitt, dank der von

Hauptschiedsrichter Franz recht großzügigen Regelauslegung auf beiden Seiten,

kurz davor zu eskalieren. So wie auch in der 17. Minute. Nach einem

hinterhältigen Foul von Muller an Indians-Kapitän Kyle Doyle, der daraufhin

unter Mithilfe seiner Teamkollegen in die Kabine geführt werden musste,

kassierte Muller für das Foul und dem anschließenden Amoklauf gegen Jamie

Chamberlain nur 2+2 Strafminuten. Der Protest von Seiten der Niedersachsen

entsprechend gross.

Der Mittelabschnitt verlief auf ähnlich hohem Niveau wie der

erste Durchgang, wenn nicht sogar höher. Beide Teams mit Chancen zum Torerfolg,

liessen ihre Fans weiter Hoffen und Bangen. Doyle (27.) mit einem verdeckten

Schuss scheiterte, drei Minuten später machte es Wade Winkler besser. In

Überzahl landete sein Schlagschuss im Rechten unteren Eck. Die Oberschwaben

unbeeindruckt, hatten in der 35. Minute mehrere Chancen in Folge zum

Anschlusstreffer, scheiterten aber. So wie auch der sehr agile Petri Kujala,

dessen Schuss eine Minute später an Kondelik aber auch am Tor vorbei ging.

Dennoch erhielt die Holzmann-Truppe kurz vor Ende der zweiten Pausensirene den

Lohn ihrer Bemühungen. In doppelter Überzahl bissen sie sich im Indians-Drittel

fest. Muller war es dann vorbehalten, via Schlagschuss den Anschlusstreffer zu

markieren.

Dies brachte dem EVR für das Schlussdrittel das nötige

Oberwasser. Sie dominierten nun optisch die Partie, die Indians hielten aber

mit einer leidenschaftlichen Leistung dagegen. Gästestürmer Dion DelMonte

scheiterte nach 50 Minuten mit einem versuchten Bauerntrick an Kondelik. In der

53. Minute wähnten die Fans der Indians den Puck bereits im Tor. Conti war

geschlagen, Dennis Meyer brauchte nur noch den Puck ins leere Tor enzulochen, doch

irgendwie brachte es der Indians-Stürmer fertig den Puck nicht im Tor

unterzubringen. Auch Webb (56.) blieb mit einem Solo erfolglos. Dann die

verhängnisvolle 57. Minute. Dank eines Wechselfehlers seitens der Pferdetürmler

der EVR in Überzahl, und erneut war es Muller mit einem Schlagschuss, der den

nicht unverdienten Ausgleich erzielte.

Die anschliessende Verlängerung blieb zwar torlos, war aber

nicht minder packend und spannend. Im Penaltyschiessen traf dann für die

Indians Webb, bis Ex-Indians Stürmer Peter Campbell im letzten Versuch seinen

alten Teamkollegen im Tor der Großstadtindianer narrte und ausgleichen konnte.

Nachdem dann Webb mit seinem zweiten Penalty am Innenpfosten scheiterte, war es

Ron Newhook vorbehalten die zwei Punkte für sein Team fix zu machen.

Am Rande: ...war die Enttäuschung bei Indians-Trainer

Joe West gross: „Wir hatten eine 2:1 Führung, trafen zweimal das leere Tor

nicht. Dann kassieren wir eine Bankstrafe und den Ausgleich, treffen im

Penaltyschiesen zweimal Latte oder Pfosten. Das ist schwer zu schlucken. Wir

waren heute die eindeutig bessere Mannschaft, schossen 15 mal mehr auf das Tor.

Aber so ist Eishockey, das tut heute sehr weh“, hofft West auf eine

erfolgreiche Tour zu den wieder erstarkten Starbulls aus Rosenhein. Ex-Nationalspieler

Georg Holzmann sah die Partie etwas anders: „Die glücklichere Mannschaft hat

gewonnen. Wir haben ein ausgeglichenes Spiel gesehen, haben uns von Drittel zu

Drittel gesteigert.“

Statistik: 1:0 (4.40) Webb (Meyer, Engel); 2:0

(29:05) Winkler (Webb, Welke) 5-3; 2:1 (39:24) Muller (Newhook, Campbell) 5-3;

2:2 (58:14) Muller (DelMonte, Kujala) 5-4; 2:3 (65:00) Newhook (GWS)

Strafen: Hannover 16 – Ravensburg 20

Schiedsrichter: Franz (Bergisch Gladbach)

Zuschauer: 3632

Jens Wilke

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