In Mellendorf wird über die Zukunft beraten

ESBG: Alle Statstiken 2. Bundesliga und OberligaESBG: Alle Statstiken 2. Bundesliga und Oberliga
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Am heutigen Mittwoch findet im niedersächsischem Mellendorf die Termintagung für die am kommenden Freitag beginnende Aufstiegsrunde zur Oberliga statt. Neben den Vertretern der zwölf teilnehmenden Mannschaften und den Verantwortlichen der Landesverbände haben auch DEB-Vize Uwe Harnos und ESBG-Geschäftsführer Helmut Bauer ihr Kommen zugesagt, um über die Zukunft des Unterbaus im deutschen Eishockey zu diskutieren. Zunächst geht es aber darum, die Termine der Aufstiegsrunde unter einen Hut zu bekommen. Probleme spricht hier der Ligenleiter der Regionalliga Ost Andreas Hobuß an: "Die Junioren der Eisbären sind abhängig von den Spielen der DEL-Mannschaft, so dass Heimspiele wohl nur am Samstag stattfinden werden können. Neuss hat am Sonntag kein Eis und Rostock meines Wissens am Freitag." Der vorläufige Spielplan dürfte also noch gehörig abgeändert werden. Die Zuschauer erwarten aber auch bald eine Antwort bezüglich der Aufstiegregelung der kommenden Runde. "Nach Bestimmungen der Landesverbände kann der nur erste der Aufstiegsrunde in die Oberliga rücken. Alles weitere ist davon abhängig, welche Perspektiven die ESBG den Vereinen bietet kann", benennt Gisela Lukowiak als Ligenleiterin der Regionalliga NRW den Status Quo. ESBG-Geschäftsführer Helmut Bauer stellt klar: "Wir reisen an, um zum einen von den einzelnen Vereinsvertretern zu erfahren, wer überhaupt im Bereich des ESBG spielen kann und will. Mit diesen Informationen können wir dann unsere Planungen für die kommende Saison gestalten. Diese werden dann am 14. Februar im Rahmen der Sportausschusssitzung des ESBG konkretisiert und am 6. März auf der ESBG-Gesellschafterversammlung verabschiedet. Dies alles ist aber abhängig von der Zustimmung der einzelnen Landesverbände." Der Ligenleiter der Gruppe Nord, Torsten Kluin, gibt zu Bedenken: "Mann muss sich bei den Planungen am Ist-Zustand richten und nicht nach dem, was man gerne hätte. Denn wie viele Vereine können denn wirklich Profimannschaften für den Spielbetrieb im ESBG finanzieren?" Opfer zeichnen sich so auf Landesverbandsebene ab, denn nach dem Rückzug von Herford und Grefrath würden bei einem weitern Aderlass durch weitere Aufsteiger wohl auch die noch recht frische Verbandliga fallen müssen. Die Möglichkeiten im Bereich des DEB sind überschaubar, wie Helmut Bauer erläutert: "Drei Oberligen in den Gruppen Nordwest, Ost und Süd mit je zehn Mannschaften wären sicher der Idealfall, doch braucht man dafür 30 Vereine." Darüber hinaus bieten sich zwei klassische Oberligen Nord und Süd an. Auf Ebene des ESBG ist der Norden aber zur Zeit unterrepräsentiert, so dass nach der aktuellen Aufteilung etwa fünf Aufsteiger aus dem Landesverband nötig wären. Für den Fall, dass keine Annäherungen erzielt werden können, zeichnet sich folgendes Szenario ab: "So muss der ESBG mit den bestehenden Voraussetzungen die Ligen einteilen, so dass diese nicht viel anders als zur Zeit aussehen werden." In dem Falle würde der Aufstieg für den Erstplatzierten ein großes, finanzielles Risiko zukommen, denn die aktuellen Oberligen Südwest und Südost bieten kaum einem Teilnehmer der Aufstiegsrunde Perspektiven. Immerhin scheint aber eines schon im Vorfeld geklärt: "Es wird eine Aufstiegsrunde gespielt und keine Verzahnungsrunde. Diese Bezeichnung würde nur zutreffen, wenn Oberligavertreter mitspielen würden. Somit ist Formulierung "Verzahnungsrunde" in dem Falle falsch!" Auch wenn in der Termintagung nur der offizielle Spielplan festgelegt wird, bleibt zu hoffen, dass sich nach der Sitzung ein mehrheitlicher Trend für die kommende Saison abzeichnet, auch wenn erst am 6. MÄrz und somit nach dem 15. Spieltag abschließend feststehen wird, welcher Platz zum sportlichen Aufstieg reichen wird. Der Spannung bei der heutigen Sitzung und den einzelnen Spielen wird dies aber sicher keinen Abbruch tun. (mr)

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