In Chemnitz geht es los

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Gespielt wird in zwei Gruppen, die jeweils besten zwei Teams qualifizieren sich für die Ende März beginnenden Play-offs mit den Südvereinen um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Während in der Gruppe B Duisburg, Bad Nauheim, Halle und Timmendorf um die beiden Top-Plätze kämpfen, haben es die Westfalen Elche in Gruppe A mit den Essener Moskitos, den Wild Boys Chemnitz und den Rostock Piranhas zu tun.

„Wir haben bisher eine überragende und in dieser Form von niemandem erwartete Saison gespielt. 102 Punkte aus 40 Spielen, zehn Punkte Vorsprung auf den Zweiten Duisburg und sogar 15 Punkte Abstand zu Bad Nauheim und Essen bedeuten schon jetzt, dass die Spielzeit als großer Erfolg in die Vereinschronik eingehen wird. Nun beginnt aber alles wieder bei null und wir sind die Gejagten. Alle anderen Vereine können ihre bisherige Bilanz nur verbessern und werden gerade gegen uns besonders motiviert sein. Das macht die Aufgabe für unsere sehr junge Mannschaft nicht gerade einfach. Natürlich hat sich das Team sehr viel Selbstvertrauen geholt, aber nun muss es die Erfolge neu erarbeiten. Physisch sind alle bestens vorbereitet, jetzt muss auch die Psyche mitspielen. Wir wissen um unsere Stärken und müssen mit den Schwächen im Torabschluss leben. Unterschätzen werden wir keinen Gegner, in jedem Spiel ist die volle Konzentration gefordert“, erläutert EHC-Cheftrainer Frank Gentges ausführlich. Dabei muss er mit zwei Hypotheken in die Saison-Endphase gehen. Für Verteidiger Dieter Orendorz ist die Spielzeit wohl zuende. Der junge U-20-Nationalspieler und Förderlizenzspieler der Iserlohner Roosters entwickelte sich in nur zehn Spielen im Trikot der Elche zu einer festen Größe in der EHC-Defensive und spielte an der Seite von Kapitän Stephan Kreuzmann sehr überzeugend in der ersten Reihe. Allerdings zog er sich aber nun im letzten Heimspiel gegen Essen einen Schultereckgelenksbruch zu. Und die in dieser Saison schon leidlich bekannte Verletzungsmisere hat mit Sven Breiter noch ein weiteres Opfer. Der kleine Stürmer mit dem großen Kämpferherz hat sich einen Kreuzbandriß zugezogen, will sich aber mit einer Spezialmanschette in den Dienst der Mannschaft stellen.

Der EHC Dortmund startet am Freitag mit dem Auswärtsspiel in Chemnitz bei den dortigen Wild Boys in die Endrunde. Für die Westfalen Elche ist der Gegner ein unbeschriebenes Blatt. In der Oberliga Ost wurde das Team von Trainer Manfred Wolf mit deutlichem Abstand auf Meister Halle Zweiter. Die Stärken des Teams liegen eindeutig in der Abwehr. Hier ist der 38-jährige Torhüter Roman Kondelik hervorzuheben. Die beiden Kontingentstellen werden von Verteidiger Ales Dvorak und Stürmer Michal Vymazal besetzt. Bekanntester Spieler neben Roman Kondelik dürfte Esbjörn Hofverberg sein. Der in Korea geborene 40-jährige Stürmer spielte Ende der 90er Jahre gemeinsam mit EHC-Trainer Frank Gentges in Grefrath. Danach ging er fünf Jahre lang in Crimmitschau auf Torejagd, um über die Stationen Leipzig und Weiden nun in Chemnitz gelandet zu sein. Für die Elche geht es darum, am Freitagabend ab 20 Uhr in der Eissporthalle Küchwald gut in die neue Runde zu starten.

Zwei Tage später steht dann am Sonntag das Heimspiel gegen die Essener Moskitos auf dem Spielplan. Ab 19 Uhr kommt es im Eissportzentrum Westfalenhallen innerhalb von nur neun Tagen zum erneuten Duell mit dem Westrivalen. Am letzten Freitag konnten sich die Elche im letzten Heimspiel der Westrunde vor allem im Schlussabschnitt klar durchsetzen und am Ende mit 6:2 gewinnen. Trotzdem sind die Moskitos die einzige Mannschaft, gegen die der EHC in dieser Saison bisher eine negative Bilanz aufzuweisen hat. Zwei Siegen stehen drei Niederlagen (eine nach Penaltyschießen) gegenüber. Dies beweist, wie schwer die erneute Aufgabe gegen dieses spielstarke Team sein wird. Von daher kann man mit einer spannenden und attraktiven Partie rechnen. Dies sollte sich auch auf die Kulisse auswirken. Vor gut einer Woche kamen knapp 1500 Zuschauer ins Dortmunder Eissportzentrum. Diese Marke sollte am Karnevalswochenende noch zu steigern sein, vor allem, wenn man an die Bedeutung dieses Duells denkt.

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