In Bayreuth beginnen die Westspiele

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Die Welle. Immer und immer wieder die Welle. Die Fans grölen, singen, klatschen, auch wenn da oben auf der Bühne einige Neuzugänge der Bayreuth Tigers noch etwas unsicher wirken, was sie in diesem Moment eigentlich zu machen haben. Aber auch sie werden schnell lernen, was die Eishockeyfans in Bayreuth sehen wollen. Beim Stadionfest des ESV am Samstagabend hatten sie erstmals Gelegenheit, das zu üben.

Die Welle. Sie soll den ESV wieder nach oben spülen, näher ans Licht in der Tabelle der Oberliga Nordost. Zunächst einmal die Welle der Begeisterung. „Ich erwarte Unterstützung von Euch“, appellierte Neu-Coach Joe West an die Zuschauer, „in guten und auch in schlechten Zeiten.“ Der Jubel der Fans, der daraufhin aufbraust, soll ihm signalisieren: „OK, wir haben verstanden.“

Aber es ist auch bekannt, dass die Feierlaune der Fans in Bayreuth sehr stark von den Leistungen ihres Teams abhängt. Läuft es schlecht, wird es schnell still im Eisstadion. Vorsorglich weist Joe West schon einmal darauf hin, dass auch seine Spieler nur Menschen seien und keine Maschinen, von denen man eine ununterbrochen hohe Leistung erwarten kann. Aber er verspricht hundertprozentigen Einsatz von allen zu jeder Zeit: „Sie kämpfen für den Klub!“

Die Fans nehmen solche kämpferischen Worte dankbar auf. Der neue Trainer ist das glatte Gegenteil seines introvertierten und vorsichtigen Vorgängers Doug Irwin. „Das ist meine Abteilung“, sprach ein selbstbewusster West bei der Mannschaftspräsentation, entriss Stadionsprecher Lorenz Rank das Mikrofon und verdonnerte ihn daraufhin zum Zurücktreten in die zweite Reihe. Die Westspielsaison hat begonnen und es ist klar: An der Bande bläst der Wind künftig aus einer ganz anderen Richtung. Ein Wind, der hoffentlich Wellen schlägt.

Wellen des Erfolgs. Platz 6, das ist das Ziel, das auch gestern immer wieder betont wurde. Meisterrunde statt Zittern gegen den Abstieg. Doch dafür muss einiges zusammenpassen. „Wenn alles optimal läuft“, schränkt West deshalb vorsorglich ein. Übertriebene Hoffnungen sind in Bayreuth weiter fehl am Platz, vor allem nach dem langwierigen Kampf um das finanzielle Überleben, das die Fans im Sommer in Atem hielt. „Es wird nicht ganz so einfach“, dämpft auch Sportlicher Leiter Peter Asanger allzu große Euphorie und sein Kollege Peter Diener ergänzt: „Wichtig ist, dass die Finanzen stimmen.“ Wieder Beifall von den Fans. Sie wissen, dass auch in Bayreuth ohne Moos nix los ist.

Nun muss es also die Mannschaft richten. Ein Haufen aus meist jungen Spielern, denen der Trainer allesamt viel Potenzial bescheinigt. Jetzt geht es darum, daraus ein Team zusammenzuschweißen. Die ausländischen Neuzugänge müssen sich sowohl auf der größeren europäischen Eisfläche zurechtfinden als auch in ihrem neuen privaten Umfeld. Mit der Integration der Kanadier steht und fällt der ESV. „Natürlich ist es schwierig, Leute zu verpflichten, die du nie gesehen hast“, ist sich Trainer West durchaus bewusst. Aber er vertraut auf die vielen Informationen, die er sich vor jeder Verpflichtung eines neuen Spielers eingeholt hat und man merkt, dass es meist mehr als nur reine Höflichkeit ist, wenn er die Fähigkeiten einzelner Spieler hervorhebt.

Die Saison kann starten, in Bayreuth ist man gerichtet – auch wenn die Trikots noch nicht wie erhofft eingetroffen sind und die Eisbereitung nach dem Ende der Bauarbeiten an der Kühlanlage nun erst beginnen kann. Wohin die Reise diese Saison geht, ist noch völlig offen. Hoffentlich wird es nicht allzu wellig. (Ingo Schorlemmer)

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