Hockeyweb-Saisonvorschau Oberliga Gruppe West - EHC München

ESBG: Alle Statstiken 2. Bundesliga und OberligaESBG: Alle Statstiken 2. Bundesliga und Oberliga
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Der sechste Teil unserer Vorschau über die Oberligagruppe Süd-West beschäftigt sich mit dem Aufsteiger, dem EHC München:

Nach dem erfolgreichen Aufstieg in einem wahren Krimi im letzten Spiel in

Landsberg ist der EHC erwartungsgemäß auf große Einkaufstour gegangen. Entgegen

sonstiger Gewohnheiten wurden allerdings nicht im ersten Schritt die

Ausländerstellen besetzt, sondern vor allem junge deutsche Spieler aus

Nachbarvereinen abgeworben. Momentan plant der EHC mit nur zwei Ausländerstellen, behält sich

aber ein Aufrüsten, vielleicht sogar noch vor Saisonbeginn, vor. Nicht weniger als 15 der

Aufstiegshelden mussten den Club verlassen, dem gegenüber stehen 12 Neuzugänge. Die

Fans in der bayerischen Landeshauptstadt dürfen sich also auf viele neue

Gesichter freuen. Im Tor steht Jochen Vollmer, der bereits im letzten Jahr das

Gehäuse hütete und in der Bayernliga ein großer Rückhalt war. Vor dem Erdinger

Rückzug sammelte er in der Oberliga bereits Erfahrung. Neu im Team ist der

Augsburger Keeper Patrick Koslow, der im letzten Jahr zu einigen DEL Einsätzen kam,

aber ansonsten überwiegend in der Oberliga-Mannschaft des AEV spielte. Ein sehr junges aber sicherlich nicht zu unterschätzendes Torhüterduo, das

sich einen harten Kampf um den Platz Nummer 1 zwischen den Holmen liefern

dürfte, steht den Münchnern damit zur Verfügung.

In der Verteidigung scheinen die Münchner die richtige Mischung aus

erfahrenen und jungen Spielern gefunden zu haben. Neben den letztjährigen

Verteidigern und Leistungsträgern Robert Steinmann und Manuel Hiemer konnten mit

Alexander Wedl vom Aufstiegsgegner Landsberg und Thomas Vogl vom SB Rosenheim zwei

sehr erfahrene Cracks gewonnen werden. Zudem stößt aus Miesbach der punktbeste

Verteidiger Robin Riemel dazu. Die Abwehr vervollständigen zwei weitere

Neuzugänge, Martin Schneider aus Geretsried und Peter Kalinowski aus Schweinfurt.

Insgesamt dürfte die Abwehr in jedem Fall gehobenen Oberligaansprüchen

genügen, da alle Verteidiger über entsprechende und oftmals sogar höherklassige

Erfahrung verfügen.

Im Sturm werden die Fans immerhin sechs alte Gesichter wieder sehen, davon

die drei absoluten Leistungsträger Alexander Leinsle, Daniel Schury und Fabian

von Schilcher. Des weiteren werden auch März, Machek und Schwele wieder im

Kader stehen. Eine der namhaftesten Verstärkungen dürfte sicherlich Daniel

Menge sein, der in der letzten Saison für Tölz in der Bundesliga immerhin 22

Scorerpunkte verbuchte und nach dem einige DEL-Clubs bereits ihre Fühler

ausgestreckt haben. Viel erwarten kann man sich sicherlich auch von den Neuzugängen

Andreas Veicht, der über 20 Tore für Miesbach in der Oberliga erzielte, sowie

dem bundesligaerfahrenen Marion Jann aus Rosenheim. Auf den

Ausländerpositionen kommt aus der Bundesliga aus Kaufbeueren Ron Newhook sowie Peter Brearley

von den New Mexico Scorpions aus der CHL.

Die Münchner sollten einen Kader aufs Eis bringen, der in der Oberliga eine

durchaus gute Rolle spielen wird, zudem sind die finanziellen

Rahmenbedingungen in der Landeshauptstadt verhältnismäßig gut, so dass man im Laufe der

Saison wohl mehr oder weniger problemlos nachlegen kann. Sollte es nicht wie

gewünscht laufen, würde dieses personelle Nachlegen wohl Wahrheit werden, zumal

man dem als sehr kritisch bekannten Münchner Publikum eine Teilnahme an der

Abstiegsrunde wohl kaum verkaufen kann.

Hockeyweb-TIPP: PLATZ 5