Hilger schießt Starbulls in die Oberliga - 5750 Fans feierten

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Durch einen 5:2 (1:1, 1:1, 3:0)-Heimsieg gegen den EV Landsberg 2000 sicherten sich die Starbulls Rosenheim im entscheidenden dritten Spiel der Bayernliga-Play-off-Finalserie den Aufstieg in die Oberliga. Das Match gegen Landsberg war nichts für schwache Nerven. Zweimal lagen die Grün-Weißen an diesem Abend zurück, zweimal glichen sie aus, im letzten Drittel schlugen sie eiskalt zu und beförderten 5750 Eishockeybegeisterte, die schon wieder für Bundesligastimmung sorgten, in den siebten Eishockey-Himmel. Diese Besucherzahl bedeutete übrigens neuen Zuschauerrekord in der Bayernliga. Das hochklassige Spiel begann mit Chancen auf beiden Seiten. Die beiden besten Möglichkeiten besaßen Mondi Hilger und Michael Rohner in der vierten bzw. sechsten Minute für die Gastgeber. Eine Strafzeit gegen Nico Köttstorfer nutzten jedoch die Landsberger in der 13. Minute durch Martin Hitzelberger zum 0:1. Kurz vor der ersten Pause marschierten innerhalb von 26 Sekunden Volker Kollmeder und Alexander Tinkl in die Kühlbox. Diese doppelte Überzahl wurde von Hilger in der 20. Minute mit dem Ausgleich bestraft. Die beiden nächsten Treffer waren wiederum Powerplaytore. In der 25. Minute brachte Andreas Zeck mit einem Schlagschuss von der blauen Linie die Gäste erneut in Front; den Ausgleich besorgte in Minute 27 der bärenstarke Hilger mit einem satten Schuss. Wenige Sekunden zuvor scheiterte Heini Schiffl am sehr guten EVL-Keeper Nico Makowski. Die erste ohne Gegentreffer überstandene Unterzahl konnten zwischen der 34. und 36.Minute die Rosenheimer verzeichnen. Zu diesem Zeitpunkt saß Köttstorfer draußen, wobei diese Strafzeit sehr fragwürdig war. Das Schlussdrittel war gerade mal 148 Sekunden alt, schon war die nächste Unterbrechung angesagt. Einer der beiden gut leitenden Unparteiischen wurde vom Puck getroffen und musste etwa zehn Minuten behandelt werden. Mit dieser Zwangspause konnten die Starbulls wohl besser umgehen. Denn in der 47. Minute erzielten sie mit einem Doppelschlag die Vorentscheidung in Sachen Aufstieg. Erst markierte Hilger seinen Hattrick, 37 Sekunden später fand der Puck nach einer grandiosen Einzelaktion von Uli Drechsler den Weg ins Gehäuse der Lechstädter. Landsbergs Trainer Gerhard Petrussek nahm sogleich die Auszeit, was letztlich keine Wende mehr brachte. Für die endgültige Entscheidung sorgte die dritte Sturmformation der Hausherren in der 51. Minute. Herbert Geisberger fing an der gegnerischen blauen Linie die Scheibe ab, bediente mit einem Querpass den mitgelaufenen Christoph Koziol, der zum vielumjubelten 5:2 traf. In der 55. Minute kassierte zwar Mitch Pohl noch eine Strafzeit, woraus die Gäste kein Kapital mehr schlagen konnten. Schon kurz vor der Schlusssirene kannte der Jubel auf der Spielerbank der Starbulls und auf den Rängen keine Grenzen mehr. Mannschaft und Fans feierten bis in die frühen Morgenstunden die Rückkehr in den ESBG-Bereich und stimmten immer wieder Gesänge wie "Nie mehr Bayernliga" oder "Oberliga - Starbulls sind dabei" an.

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