HEV unterliegt den Kölner Haien

Mit 0:7 (0:2, 0:1, 0:4) unterlag Oberligist Herner EV, der durch fünf Gastspieler des EV Duisburg ergänzt wurde, in der Wedauer Eissporthalle den Kölner Haien. „Die ersten beiden Drittel konnten wir gut dagegen halten. Im letzten Drittel hat dann die Kraft gefehlt“, resümierte Neuzugang Brad Burym nach dem ersten Testspiel. Die Herner spielten munter mit und waren keinesfalls chancenlos gegen den DEL-Club. In der elften Minute gingen die Haie durch Mirko Lüdemann in Führung und erhöhten in der 20. Minute in Überzahl durch Daniel Rudslätt auf 2:0.
Das zweite Drittel entwickelte sich ausgeglichen und der HEV hatte gute Möglichkeiten, den Anschlusstreffer zu erzielen, aber sowohl Petr Mares, nach sehenswerter Kombination mit Nils Liesegang, als auch David Herring nach gutem Zuspiel von Mares vergaben ihre Chancen. In der 29. Minute traf Gerrit Fauser zum 3:0. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Drittelpause.
Zu Beginn des letzten Drittels erhöhten die Haie den Druck und trafen durch Thomas Brandl zum 4:0, während HEV-Verteidiger Christopher Schadewaldt in der Kühlbox saß. Keine Minute später schloss Marcel Müller nach perfektem Zuspiel von Christoph Ullmann die schönste Kombination des Spiels zum 5:0 ab. Spätestens jetzt war das Spiel eigentlich gelaufen. Nach einem unnötig harten Check von Haie-Stürmer Bryan Adams gegen Brad Burym nahm das Spiel an Härte zu. Ausgerechnet Supertechniker Petr Mares und der Kölner U-18-Nationalspieler Marcel Ohmann lieferten sich eine Boxeinlage. Für David Herring (EVD) war das Spiel nach einem knallharten Check gegen den Kölner Stephane Julien in der 51. Minute vorzeitig beendet. Die fünfminütige Überzahlsituation nutzten die Gäste zu den Treffern sechs und sieben. Den Hernern blieb der Ehrentreffer versagt. Stefan Vajs war heute nicht zu überwinden. Rory Rawlyks Lattentreffer kurz vor Schluss war die beste Möglichkeit im letzten Drittel.
Trotz der 0:7-Niederlage war HEV-Coach Niklas Sundblad nicht unzufrieden: „Wir sind erst seit zwei Wochen auf dem Eis und die Kölner bereits seit einem Monat. Dass uns am Ende die Kraft fehlen würde, war absehbar. Mit einer 0:7-Niederlage ist man sicherlich nicht zufrieden, aber man darf nicht vergessen, dass wir heute gegen die Kölner Haie gespielt und phasenweise gut mitgehalten haben. Björn Linda und Max Englbrecht haben beide gut gehalten. Leider werden wir die nächsten sechs Wochen auf Toni Bader (Innenbandverletzung) verzichten müssen.“