Herner EV und Tilburg Trappers kurz vor HalbfinaleinzugRosenheim und Landshut gleichen aus

Das Spiel zwischen den Selber Wölfen und den Tilburg Trappers war umkämpft - im wahrsten Sinne des Wortes. (Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)Das Spiel zwischen den Selber Wölfen und den Tilburg Trappers war umkämpft - im wahrsten Sinne des Wortes. (Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)
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Dabei hat es Selb mit dem Auswärtsspiel in Tilburg besonders schwer. Landshut hat dagegen in einem knüppelharten Spiel deutlich gezeigt, dass sie die Niederlage vom Freitag verdaut haben und dass sie unbedingt in die nächste Runde wollen. Ebenfalls sehr ausgeglichen ist die Serie zwischen den Hannover Scorpions und den Starbulls Rosenheim. Zwar führen die Starbulls nach dem Torverhältnis mit 8:5, aber diese Wertung gibt es nicht, das Serienstand ist 1:1. Am Dienstag wird es jedenfalls in Mellendorf wieder einen harten Kampf geben, der hoffentlich so entschieden wird wie die beiden ersten Duelle, nämlich fair.

Herner EV – EC Peiting 4:3 (0:1, 3:1, 0:1, 1:0) n.V.

Play-off-Stand: 2:0

Nach wie vor zeigt sich der Herner EV als Favoritenschreck. Zwar kam Südmeister Peiting bedrohlich heran, aber mehr als eine Verlängerung schaute für den ECP nicht heraus. Damit befinden sich die Herner am Dienstag in der bequemen Lage, auswärts mit einem dritten Sieg im fünften Spiel nach Regensburg auch den zweiten Südverein eliminieren zu können. Zuvor zeigten vor fantastischen 2629 Zuschauern die Peitinger, dass sie nicht gewillt waren, Spiel zwei der Serie zu verlieren. Obwohl die Herner offensiv ausgerichtet spielten und optisch tonangebend waren, spielte Peiting diszipliniert, konnte immer wieder gefährliche Nadelstiche setzen und einer dieser Konter landete zum Entsetzen der heimischen Zuschauer in der 19. Minute durch Dominik Krabbat zum 1:0 des ECP im HEV-Netz. Als Routinier Anton Saal in der 28. Minute gar das 2:0 für die Gäste markierte, da schienen die Herner angeschlagen, aber sie gaben sich nicht geschlagen und konnten sich wieder in Szene setzen. Denis Fominych (32.), Dennis Thielsch (35.) und Patrick Asselin (39.) kehrten das Ergebnis, machten aus dem 0:2 ein 3:2. Damit befanden sich die Bayern mit dem Rücken zu Wand, spielten jedoch nervenstark weiter und in der 58. Minute wurden die zwanzig Minuten Dauerdruck belohnt. Anton Saal erzielte sein zweites Tagestor zum 3:3 und es ging in die Verlängerung. Hier gab es zunächst ein verteiltes Spiel, ehe in der 65. Minute Hernes Kanadier Patrick Asselin eine Vorlage von Liesegang zum 4:3-Endstand nutzen konnte.

Selber Wölfe – Tilburg Trappers 3:6 (1:1, 1:1, 1:4)

Play-off-Stand: 0:2

Der Nordmeister zeigte sich, im Gegensatz zu den vier Spielen gegen Lindau, erheblich konzentrierter, ließ die Selber anrennen und versuchte spielstark dagegenzuhalten. Trotzdem ließ sich das Selber 1:0 nach fünf Minuten nicht verhindern, als Ian McDonald, in Unterzahl, einschoss. Erst neun Minuten später kassierte Selb das 1:1, als sich Tilburgs Ryan Collier, ebenfalls im Powerplay, durchsetzen konnte. Bei diesem Zwischenstand blieb es bis zur 33. Minute, dann traf Selbs Abwehrspieler Dominik Kolb zur erneuten VER-Führung, die diesmal allerdings nur fünf Sekunden Bestand hatte. Dann traf Kevin Bruijsten zum 2:2. Eine Vorentscheidung gab es dann zwischen der 49. und der 51. Spielminute. Als erstes traf Ivy van den Heuvel zum 3:2 für Tilburg, 90 Sekunden später konnte Ian McDonald für Selb ausgleichen und im direkten Gegenzug, ganze 19 Sekunden später, traf Tilburgs Kanadier Brock Montgomery zum 4:3 für die Gäste. Dramatisch wurde es dann in den letzten 70 Sekunden. Erst nahm Selbs Trainer Thom seinen Keeper Deske vom Eis, dann traf Reno de Hondt zum 5:3 für die Trappers und weil Thom seinen Keeper trotzdem auf der Bank behielt, hatte Tilburgs Nardo Nagtzaam leichtes Spiel, traf 16 Sekunden vor Schluss gar zum zu hoch ausgefallenen 6:3. Das zehrte an den Nerven einiger Spieler und eine Sekunde vor Schluss gab es noch eine wüste Auseinandersetzung, so dass Schiedsrichter Andrej Simankov sich genötigt sah, 95 Strafminuten auszusprechen. Selbs Kremer und Zimmermann sowie die Tilburger de Bonth, Jacobs und Sars kassierten neben diversen Einzelstrafen noch je eine Disziplinarstrafe, Selbs Achim Moosberger musste gar mit einer Matchstrafe vorzeitig das Eis verlassen.

Saale Bulls Halle – EV Landshut 1:6 (0:3, 1:0, 0:3)

Play-off-Stand: 1:1

Das war eine typische Play-Off-Schlacht mit einem Endergebnis, das den 2106 Zuschauern im Hallenser SDOM sicherlich nicht behagte. Die Landshuter hatten sich dabei wohl zwei Dinge fest vorgenommen. Sie wollten Halles supergefährliches ausländisches Trio an die Kette nehmen und mit starker physischer Präsenz den Bulls die Lust am Siegen nehmen. Beides gelang und am Ende kam ein 6:1 heraus, das vielleicht etwas zu hoch ausfiel, aber klar verdient war. Vor allem im ersten Drittel zeigte sich Landshut spielfreudig und giftig im körperlichen Spiel und sie trafen diesmal. Das schmeckte Halle überhaupt nicht und sie kassierten in diesem Drittel die ersten fünf Strafen, darunter auch eine Zehner für May. Vor allem das Powerplay war heute bei Landshut stark und am Ende stand eine Quote von 55 Prozent, während die Bulls sich mit ihrer null nicht gerade mit Ruhm bekleckerten. Alexander Ehl (7.), Stefan Kronthaler (12.) und Marc Schmidpeter (14.), die letzten beiden in Überzahl, brachten den EVL klar mit 3:0 in Führung. Im zweiten Drittel versuchte Halle heranzukommen, aber bis auf das 1:3 von Tyler Mosienko in der 37. Minute blieben die Versuche erfolglos. Diese Aufholjagd stand jedoch in keinem Verhältnis zum Ertrag, Halle hatte seine Kräfte fast vollständig aufgebraucht und die Landshuter konnten im letzten Drittel wieder schalten und walten wie es ihnen gefiel. Herausragend dabei Maximilian Forster, dem in der 43., 52. und 58. Minute ein glasklarer Hattrick gelang und der somit persönlich seine Farben auf 6:1 in Front schoss. Alle drei Tore fielen in Überzahl und das war auch kein Wunder, denn Schiedsrichter Gavrilas, der keinen leichten Stand hatte, musste, ebenfalls wie sein Kollege in Selb im letzten Drittel fast 100 Strafminuten aussprechen, in seinem Fall waren es „nur“ 91. Dabei kassierte Halles Keeper Schrörs sowie seine Mannschaftskameraden Mosienko sowie der Landshuter Plihal eine Diszi, Halles Schmitz durfte in der 53. Minute nach einer Matchstrafe vorzeitig seine Dusche aufsuchen. Damit steht die Serie 1:1 und am Dienstag geht es in Landshut weiter. Die Favoritenrolle haben jetzt wieder die Niederbayern übernommen aber zu welchen Überraschungen Halle in der Lage ist, haben sie bereits in Spiel eins deutlich bewiesen.

Starbulls Rosenheim – Hannover Scorpions 6:2 (2:1, 2:0, 2:1)

Play-off-Stand: 1:1

Mit großen Erwartungen waren die Mellendorfer ins 700 Kilometer entfernte Rosenheim gekommen, mussten jedoch feststellen, dass diese Serie wirklich knallhart und eventuell erst im fünften Spiel entschieden wird. Von Anfang an berannten die Rosenheimer das Tor der Gäste, mussten jedoch nach einem schnellen Konter das 0:1 bereits nach 47 Sekunden hinnehmen, als Matt Wilkins den ersten Angriff der Scorpions gleich an Rosenheims Keeper Lukas Steinhauer vorbei ins Tor zirkelte. Für den Ausgleich brauchte Chase Witala, bis jetzt in den Play-offs einer der herausragenden Ausländer, nur fünf Minuten, wobei ihm ein Powerplay zu Hilfe kam. Mit dem 2:1 von Michael Fröhlich (19.), ebenfalls in Überzahl, war der Bann nun gebrochen und im zweiten Drittel, nach ausgeglichenem Spiel, konnte Maximilian Vollmayer (31.) auf 3:1, in der 39. Minute Andreas Höller sogar auf 4:1 erhöhen. Damit war eine Vorentscheidung gefallen, die in der 45. Minute nur für wenige Sekunden in Gefahr geriet. Erst verkürzte der beste Gästestürmer Matt Wilkins, im Powerplay, auf 2:4 aber, weil die zwei nächsten Angriffe der Rosenheimer jeweils im Mellendorfer Tor landeten, erfolgreich war Robin Slanina mit einem Doppelschlag, war das Spiel schon nach 45 Minuten mehr oder weniger entschieden. Damit geht es am Dienstag in Mellendorf um 20 Uhr in der Hus-de-Groot-Arena weiter in Spiel drei.


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