Herner EV nach Sieg in Tilburg weiterhin auf Aufstiegskurs EV Landshut schlägt Hannover Scorpions mit 8:4

Patrick Berger, Torhüter des EV Landshut. (Foto: dpa/picture alliance)Patrick Berger, Torhüter des EV Landshut. (Foto: dpa/picture alliance)
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Allerdings nicht bei der Partie der Hannover Scorpions beim EV Landshut. Zwar hatten sich die Scorpions professionell vorbereitet, waren einen Tag früher in Landshut aufgekreuzt, hatten dort auch am Morgen noch trainiert, um dann trotzdem mit 4:8 unterzugehen. Das war ein Warnsignal der Landshuter, die sich aber trotz der Serienführung nicht zu sicher sein sollten.

Ganz anders der Herner EV, der sich gerade dran macht, auch das dritte am Ende der Hauptrunde bessere Team aus den Play-offs zu entfernen. Zwar sind die Tilburg Trappers schon ein hartes Kaliber, aber wer Peiting rauszuwerfen vermag, der könnte auch für den Nordmeister und Titelverteidiger zu einem unüberwindlichen Problem mutieren. Jedenfalls war das 3:1 bei den Trappers der deutliche Hinweis, dass die Herner vor niemandem Angst haben, auch nicht vor den scheinbar übermächtigen Niederländern.

EV Landshut – Hannover Scorpions 8:4 (4:0, 2:2, 2:2)

Play-off-Stand: 1:0

Eine überraschend klare Sache wurde die Begegnung zwischen dem letzten verbliebenen Südverein aus Landshut und dem Nordvizemeister Hannover Scorpions. Besonders der Start der Niederbayern vor 4300 Zuschauern war beeindruckend und ehe die Hannoveraner sich gefasst hatten, war für sie das Spiel schon entschieden. Das war etwas überraschend, waren die Scorpions doch bereits am Donnerstag angereist und dann gab es bereits im ersten Drittel vier Gegentore. Marc Schmidpeter (3.) begann für die Niederbayern den Torreigen, den Maximilian Hofbauer (11.), Alexander Ehl (17.) und Tomas Plihal (20.) erhöhten. Danach kamen auch die Scorpions etwas besser ins Spiel. Christoph Koziol verkürzte nach einer Soloaktion in der 27. Minute auf 1:4, ehe sich die Landshuter wieder zu Wort meldeten, in diesem Fall durch Maximilian Forster. Als dieser in der 29. Minute auf 5:1 erhöht hatte, zeigte sich Scorpions-Coach Dieter Reiß generös und nahm seinen gebeutelten Keeper Christoph Mathis vom Eis und ersetzte ihn durch seinen Back-up Enrico Salvarani. Der zeigte sich gleich auf der Höhe, konnte jedoch das 6:1 durch Forster in der 35. Minute nicht verhindern. Die Scorpions, die sich bis zum Ende fair gegen die Niederlage wehrten, hatten auch noch einen Björn Bombis im Köcher, dessen One-Man-Show jetzt begann. 33 Sekunden nach dem Tor von Forster verkürzte er auf 2:6 und war auch für die Tore drei und vier in der 48. und 54. Minute seiner Mannschaft verantwortlich. Bevor es jedoch für den EVL hätte schwierig werden können, hatten Luis Schinko (45.) und Christoph Fischhaber (46.) auf 8:2 erhöht und frühzeitig die Frage nach dem Sieger beantwortet.


Tilburg Trappers – Herner EV 1:3 (1:1, 0:1, 0:1)

Play-off-Stand: 0:1

Auch Nordmeister Tilburg zeigte sich im Halbfinalauftakt der Oberliga-Play-offs nicht in der Lage, den Herner EV in die Knie zu zwingen. Mit einer taktischen Meisterleistung, einer starken Defensive und einem unglaublichen Björn Linda zwischen den Pfosten. Zwar drückten vor 2875 Zuschauern die Niederländer von Anfang an auf das Tempo aber die Herner hielten dagegen, spielten giftige Konter und hatten das Glück, dass Dennis Thielsch in der elften Minute das 1:0 erzielen konnte. Als fünf Minuten später Jordy Verkiel eine Kombination mit Nardo Nagtzaam und Kevin Bruijsten zum 1:1 nutzte, schien der Knoten der Trappers geplatzt aber das Gegenteil war der Fall. Ganz besonders kam dies zum Tragen im zweiten Drittel, nachdem Brad Snetsinger bereits nach 32 Sekunden erneut die Herner Gäste mit 2:1 in Führung brachte. Danach folgte ein Sturmlauf der Tilburger, der im Endeffekt komplett verpuffte, weil die Herner sich nie so unter Druck setzen ließen, wie es die Trappers erhofften. Wie hoch der Druck auf die Gastgeber gewesen sein muss, zeigte sich in der 58. Minute, als Mickey Bastings sich eine Matchstrafe abholte und damit sein Team in der entscheidenden Schlussphase schädigte. Trappers-Coach Bohuslav Subr wird auch nicht amüsiert gewesen sein, denn er konnte seinen starken Keeper Ian Meijerdres nicht aus dem Tor nehmen, musste mitansehen, wie Dennis Thielsch im Powerplay mit seinem zweiten Tagestor in der 60. Minute endgültig die Partie entschied.


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