Herner EV gelingt Paukenschlag: Sweep über Südmeister EC PeitingTitelverteidiger Tilburg ebenfalls vorzeitig im Halbfinale

Justin Schrörs und seine Saale Bulls Halle stehen nun unter Druck. Sie brauchen einen Sieg gegen den EV Landshut. (Foto: dpa/picture alliance)Justin Schrörs und seine Saale Bulls Halle stehen nun unter Druck. Sie brauchen einen Sieg gegen den EV Landshut. (Foto: dpa/picture alliance)
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Somit haben zwei Nordtruppen vorzeitig die nächste Runde erreicht und was macht der Süden? Der zieht vermutlich nach, denn Halle kann zwar den EV Landshut ärgern, ist aber trotz Heimvorteil am kommenden Freitag nur Außenseiter. Noch schwieriger wird es für Nord-Vizemeister Hannover Scorpions. Die Mellendorfer ließen sich von Rosenheim düpieren und sind jetzt in der unangenehmen Situation, am Freitag bei den Starbulls gewinnen zu müssen.

EC Peiting – Herner EV 4:6 (3:1, 1:2, 0:3)

Play-off-Stand: 0:3

Die grüne Hoffnung aus dem Pott mutiert immer mehr zum Ungeheuer, das mit Vorliebe süddeutsche Mannschaften verspeist. Nach dem Sweep gegen die Eisbären Regensburg war jetzt auch Südmeister EC Peiting mit dem gleichen Resultat dran und wer weiß, was den Hernern im Halbfinale noch alles einfällt. Jedenfalls zeigten sie sich in Peiting perfekt eingestellt, ließen den ECP in den ersten 30 Minuten sich austoben um dann eiskalt zuzuschlagen. Auch ein 1:4 juckte die Kumpels vom Gysenberg wenig und am Ende stand ein unfassbares 6:4 und das gute Gefühl, jetzt auch in der nächsten Runde eine gute Chance zu haben. Bereits der Start war nach Maß. Dennis Thielsch brachte den HEV schon nach vier Minuten in Führung und auch als Anton Saal ein Powerplay zum 1:1 in der elften Minute nutzte, und Peiting anschließend das Tempo verschärfte, Herne blieb dran. Auch als Milan Kostourek mit zwei Toren in der 18. und 19. Minute einen Doppelpack schnürte, zeigte sich Herne unbeeindruckt. Simon Maier traf in der 23. Minute gar zum 4:1 für den ECP und nicht wenige der fast 1000 Zuschauer glaubten jetzt fest an einen Erfolg der Gastgeber. Nicht so die Gäste, die langsam aber sicher immer stärker wurden in der 33. Minute durch Thielsch auf 2:4 verkürzten. Hernes überragender Kanadier Patrick Asselin traf noch kurz vor der zweiten Pause zum 3:4 und kurz nach der Pause glich mit Hernes Tom Schmitz ausgerechnet ein Verteidiger in der 45. Minute zum 4:4 aus. In der Folgezeit bestimmten jetzt die physisch stärkeren Gäste das Spiel und als Marcus Marsall in der 57. Minute die verdiente Herner Führung erzielte, konnte sich der Südmeister nicht mehr wehren. Natürlich nahm ECP-Trainer Buchwieser seinen Keeper Florian Hechenrieder vom Eis, musste aber vier Sekunden vor Schluss das 4:6 durch Moritz Schug hinnehmen.

Tilburg Trappers – Selber Wölfe 6:3 (3:1, 2:1, 1:1)

Play-off-Stand: 3:0

Auch eine unglaublich engagierte Leistung der Selber Wölfe in der dritten Begegnung reichte nicht, um die Serie wenigstens um einen Spieltag hinauszuschieben. Die im ersten Abschnitt deutlich besseren Tilburger trafen schnell durch Reto de Hondt (8.) und Mickey Bastings (12.) zum 2:0. Altmeister Lanny Gare brachte Selb mit dem 1:2 in der 12. Minute heran, aber als Selb sich zwei Hinausstellungen gleichzeitig in der 14. Minute leistete, hatte Danny Stempher beim 3:1 leichtes Spiel. Im Mitteldrittel warf Selb dann alles nach vorne, musste vorher jedoch, in der 21. Minute gar das 1:4 durch Mitch Bruijsten hinnehmen. Der sofortige Treffer zum 2:4 von Ian McDonald weckte die letzten Wölfe-Hoffnungen, und auch nach dem Tilburger 5:2 durch Max Hermens (26.) war Selb optisch mehr als gleichwertig. In der 46. Minute erzielte Dennis Schiener das dritte Selber Tor, aber die Trappers sicherten jetzt, den Seriensieg vor Augen, mit gutem Defensivspiel den Vorsprung und kamen am Ende durch ein weiteres Tor, erneut von Max Hermens (58.) zum 6:3.

EV Landshut – Saale Bulls Halle 6:3 (1:0, 1:0, 4:3)

Play-off-Stand: 2:1

3340 Zuschauer feierten in der Landshuter Eishalle ihren EVL, der nun eine gute Chance hat, mit einem weiteren Sieg am Freitag in Halle das Halbfinale zu erreichen. Die Bulls spielten jedoch gut mit, waren 40 Minuten gleichwertig, konnten jedoch in der Effizienz den Gastgebern nicht das Wasser reichen. Bereits in der zweiten Minute erzielte der erst 18-jährige Luis Schinko das 1:0 für den EVL, der in den ersten 20 Minuten hochüberlegen war, aber in seinen Angriffsbemühungen letztendlich immer an Halles Keeper Justin Schrörs scheiterte. Auch im zweiten Drittel gelang den Niederbayern ein Schnellstart. Bereits nach 24 Sekunden zappelte das Netz nach einem Treffer von Marc Schmidpeter. Mit dem 2:0 ging es in die zweite Pause und danach zeigte auch die Hallenser, dass sie schnelle Tore schießen können. Bereits der erste Angriff war nach 15 Sekunden erfolgreich. Der Torschütze war Nathan Burns. Somit blieb die Partie und damit auch die Serie fünf Minuten spannend, dann beendete Landshut Miloslav Horava mit seinem 3:1 alle Ergebnisspekulationen. Fünf Minuten später erhöhte Tomas Plihal auf 4:1 und danach durfte Maximilian Forster in der 54. Minute sogar noch das 5:1 markieren. Damit war die Serie endgültig entschieden und die Zuschauer durften sich noch an drei weiteren Toren, zwei von Halle durch Tim May (58.) und Chris Francis (60.) sowie einem Tor von Landshut Luis Schinko (58.) erfreuen.

Hannover Scorpions – Starbulls Rosenheim 2:4 (0:2, 1:1, 1:1)

Play-off-Stand: 1:2

Rosenheims Trainer Manuel Kofler hatte nach der 2:3-Auftaktniederlage versprochen, seine Taktik neu auszurichten, und diese Änderung zeigte Erfolge. Obwohl die Scorpions optisch überlegen waren, waren die Rosenheimer durch ihre Kontertaktik gefährlicher und am Ende auch erfolgreicher. In der achten Minute traf Alexander Höller für die Gäste und in der zwölften Minute erhöhte, sehr zum Leidwesen von Scorpions-Trainer Dieter Reiß, Michael Fröhlich zum 2:0 für die Starbulls. Als Maximilian Vollmayer in der 23. Minute auf 3:0 erhöhte, da schien das Spiel vorentschieden. Die Scorpions machten jedoch Dampf, wollten den Umschwung und der wäre ihnen sogar noch fast gelungen. In der 29. Minute gelang Andrej Strakhov das 1:3 und in der 43. Minute verkürzte Sean Fischer in Überzahl auf 2:3. Jetzt wackelte die Starbulls-Abwehr mehrfach bedenklich aber sie fiel nicht und als Dieter Reiß seinen Keeper Mathis in der 58. Minute vom Eis nahm, überstanden die Gäste dies auch und trafen sogar noch durch Chase Witala mit einem Empty-Netter zum Rosenheimer 4:2.


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