Henry Thom zurück auf der Kommandobrücke

Henry Thom zurück auf der KommandobrückeHenry Thom zurück auf der Kommandobrücke
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Thom übernimmt den Job erst einmal für die kommenden vier Wochen vom bisherigen Spielertrainer Marcus Krützfeldt, der im Sommer schon deutlich gemacht hatte, dass seine Funktion als Trainer nur eine Übergangslösung sein könne. Vereinsvorsitzender Hans Meyer betonte, dass der Trainerwechsel in keinem Zusammenhang mit dem Saisonstart zu sehen ist. Vielmehr ist es so, dass Krützfeldt aufgrund seiner beruflichen Situation als Selbstständiger momentan nicht die nötige Zeit für die Tätigkeit aufbringen kann. Die Kombination aus Trainer, Kapitän und Spieler ist für ihn aktuell nicht machbar, auch weil er natürlich den Anspruch besitzt, jede dieser Rollen vollständig auszufüllen. Deshalb suchte Krützfeldt unter der Woche das Gespräch mit der Vereinsführung, die schnell reagierte und mit Thom einen alten Bekannten verpflichtete, der am Donnerstagabend erstmals zusammen mit seiner neuen Mannschaft auf dem Eis stand. Zu dieser Mannschaft wird „Mopser“ Krützfeldt natürlich auch weiterhin gehören.

„Sir Henry“ dürfte jedem Timmendorfer Eishockeyfan ein Begriff sein. Seine Profikarriere als Spieler begann der in Frankfurt geborene Allrounder in Bad Nauheim. 1993 verschlug es ihn erstmals nach Timmendorf. Nach Stationen in Ratingen (DEL), Duisburg und Adendorf wechselte Thom 1999 wieder zu den Beachboys, bei denen er 2003 seine aktive Karriere beendete und seitdem in Timmendorf sesshaft geworden ist. In sechs Spielzeiten bestritt er insgesamt 304 Pflichtspiele für die Strandjungs, erzielte dabei 79 Tore und bereitete 231 weitere Treffer vor. Auch seine Karriere als Trainer begann Thom in Timmendorf: Er übernahm im Sommer 2006 die 1.Mannschaft des neugegründeten EHC Timmendorfer Strand 06 und führte sie gleich in der ersten Saison zur souveränen Meisterschaft in der Verbandsliga und somit zum direkten Wiederaufstieg in die Regionalliga. 2008 wechselte er nach Rostock und betreute die Piranhas eine Saison in der Oberliga. In der Saison 2009/2010 sicherte er sich mit den Hansestädtern die Meisterschaft in der Regionalliga Nord.

Bei Thoms Ex-Verein verloren die Beachboys am vergangenen Wochenende deutlich mit 4:9. Marcus Krützfeldt war nach dem Spiel um deutliche Worte nicht verlegen und ging hart mit seiner Mannschaft ins Gericht: „Wir wurden phasenweise auseinandergenommen und haben haarsträubende Fehler fabriziert.“

Nach drei Niederlagen aus den ersten fünf Spielen rangiert der EHCT 06 bisher nur auf Platz sechs in der Oberliga Nord. Nur gegen die Kellerkinder vom Hamburger SV und Salzgitter Icefighters konnten zwei klare Pflichtsiege eingefahren werden, die Duelle gegen direkte Konkurrenten um einen Spitzenplatz gingen aber verloren. Und der Spielplan meint es nicht gut mit den Beachboys, bereits am Freitag steht der nächste dicke Brocken auf dem Programm: Ab 20 Uhr muss der EHCT 06 bei den noch verlustpunktfreien Hannover Braves am Pferdeturm antreten – der Gegner, der Timmendorf zum Saisonauftakt eine empfindliche 4:8-Heimpleite bescherte. Überragend bisher bei den als Geheimfavorit gehandelten Braves: Matt Cook. Der 24-jährige Amerikaner traf in fünf Spielen schon zwölfmal und ist mit 19 Punkten bester „Nicht-Rostocker“ in der Scorer-Wertung der Oberliga Nord. Bei den Strandjungs fehlt weiterhin der verletzte Marcus Klupp (Leistenbruch). Ein dickes Fragezeichen steht zudem hinter Korbinian Witting, der in den nächsten Wochen aus beruflichen und privaten Gründen wohl kürzer treten muss. (KS/LF)

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